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Bottroper GRÜNE begrüßen den Schulkonsens NRW

Sigrid Lange

„Sekundarschule kann Chance für Bottrop sein“

In einer ersten Einschätzung begrüßen die Bottroper GRÜNEN den zwischen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SPD und CDU auf Landesebene erarbeiteten Schulkonsens für NRW.

In einem gemeinsamen Antrag der drei Landtagsparteien wird auf drei Probleme reagiert, deren Lösung den NRW-Kommunen, wie zum Beispiel Bottrop, immer größere Schwierigkeiten bereitet:
1. Der demografische Wandel (die Kinderzahl und damit die Zahl der Schulkinder sinkt).
2. Das veränderte Wahlverhalten der Eltern, die Langzeitschulformen bevorzugen (Gymnasien und Gesamtschulen).
3. Der Wunsch vieler Eltern, die Schullaufbahn ihrer Kinder später und nicht schon in der vierten Grundschulklasse festzulegen.

Der Schulkonsens für NRW ist aus der Sicht der Bottroper GRÜNEN ein Einstieg in die Gemeinschaftsschule, die von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nach wie vor gewollt ist. In den Klassen 5 und 6 wird gemeinsam gelernt und danach integriert, teilintegriert oder nach Bildungsgängen getrennt unterrichtet. In der Sekundarschule ist also auch ein gymnasialer Zweig möglich. Die Sekundarschule wird keine eigene Oberstufe haben – dies war ein Zugeständnis, das die GRÜNEN eingehen mussten, um den Schulkonsens zu erreichen. Das Abitur können die Schüler an der Oberstufe eines Gymnasiums, einer Gesamtschule oder an einem Berufskolleg machen.

Besonders begrüßt wird von den Bottroper GRÜNEN die Senkung der Klassenfrequenzen und der Ausbau der Schulen in den Bottroper Problembereichen. Dort werden die Schulen besser ausgestattet und erhalten eine bessere Versorgung mit LehrerInnen. Ebenso wichtig ist der Inklusionsindex, der einen Einstieg in den lange von den GRÜNEN geforderten gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung vorsieht.

Die Bottroper GRÜNEN werden diese Vorstellungen konstruktiv in die Erstellung und Beratung des neuen Schulentwicklungsplans einbringen. Dazu hat sich eigens ein GRÜNER Fraktionsarbeitskreis „Schulentwicklungsplanung“ gebildet, der sich neben der GRÜNEN Ratsfraktion, darunter die Ratsfrau und schulpolitische Sprecherin Sigrid Lange, auch aus Mitgliedern des Kreisverbandes und der GRÜNEN Jugend in Bottrop zusammensetzt: „Damit der Schulkonsens auch Bottrop eine Chance bietet, geht es uns gerade in der Anfangsphase um Aufklärung, vor allem der Eltern und SchülerInnen, und in einem nächsten Schritt um die Ermittlung des Eltern- und SchülerInnenwillens.“ (US, Juli 2011 - Aktualisierung August 2011)

 

GRÜNE Ratsfraktion im Dialog: Sigrid Beer in Bottrop

MdL Sigrid Beer

Thema "Schule der Zukunft in der InnovationCity Bottrop"

"Schule der Zukunft" ist ein wichtiges Schlüsselthema GRÜNER Politik - auch in Bottrop. In der Informationsveranstaltung "GRÜNE Ratsfraktion Bottrop im Dialog" ging es am 14. Juni 2011 von 19 bis 21 Uhr im Café im "Spielraum" (ehemaliges "Haus der Jugend") an der Prosperstraße 71 darum, wie in Bottrop zukunftsweisende Entwicklungen der Schulpolitik mit neuem Rückenwind stadtweit auf den Weg gebracht werden können. Es gilt dabei, auf allen Ebenen Akzeptanz für zukunftsweisende Konzepte im Rahmen der Bottroper Schulentwicklungsplanung zu schaffen. Hierzu müssen maßgeschneiderte Schulkonzepte im Hinblick auf die Themenbereiche Ganztagsschule, neue Gesamtschule oder Gemeinschaftsschule entwickelt werden.

Weitere Themen waren unter anderem Elternwille, Verbundschulen, Zukunft der Förderschulen, Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule, Chancengleichheit und konstruktive Einbindung von Kindern mit Behinderungen im Rahmen von Inklusionsplänen sein. Hierüber diskutierten die bildungspolitischen SprecherInnen der Bottroper Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Ratsfrau Sigrid Lange und Jürgen Schmidt, langjähriger bildungspolitischer Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Schulausschuss der Stadt Bottrop mit der NRW-Bildungsexpertin Sigrid Beer (MdL), parlamentarische Geschäftsführerin und Sprecherin für Bildungspolitik von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im NRW-Landtag.


Zum Hintergrund: In NRW haben sich bereits 17 Kommunen für eine Erneuerung ihrer Schullandschaft entschieden. Mit der Abwahl der Hauptschulen haben schon sehr viele Eltern ihrer Unzufriedenheit mit dem gegenwärtigen Schulsystem Ausdruck verliehen. Eine Strukturreform der weiterführenden Schulen ist unausweichlich. (US, Juni 2011)


GRÜNE: Erhalt des Lehrschwimmbeckens Fürstenbergschule

Jürgen Schmidt
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender Ulrich Schnirch

Die Bottroper Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzt sich für den Erhalt des Lehrschwimmbeckens der Fürstenbergschule ein. Hierzu haben die zuständigen GRÜNEN Gremien-Mitglieder den gemeinsamen Antrag gestellt, die Verwaltung zu beauftragen, Wege zum Erhalt des Lehrschwimmbeckens der Fürstenbergschule aufzuzeigen - einschließlich einer möglichen Erweiterung des Nutzerkreises. Gleichzeitig soll die Verwaltung aufgefordert werden, hier möglichst kurzfristig Ergebnisse vorzustellen.

Jürgen Schmidt, bündnisgrünes Mitglied im Schulausschuss, Melanie Fraas, bündnisgrüne Vertreterin im Betriebsausschusses Bottroper Sport- und Bäderbetrieb und der bündnisgrüne Ratsherr und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ulrich Schnirch, der auch stellvertretender Vorsitzender im Bau- und Verkehrsausschuss ist, erläutern ihre gemeinsame Initiative in ihren Gremien: „Die Nutzung des Lehrschwimmbeckens der Fürstenbergschule ist seit 1. März 2010 untersagt. Es wird seither anstelle des Schwimmunterrichts unter anderem Sportunterricht im Gymnastikraum der Schule erteilt. Mit dem Schuljahr 2010/2011 soll zusätzlich die Bereitstellung von 12 Unterrichtsstunden in den Lehrschwimmbecken der Michael-Ende-Schule sowie dem Hallenbad Welheim erfolgen.“

Parteiübergreifend hätten sich Vertreter der Bezirksvertretung Bottrop-Süd vor diesem Hintergrund für einen Erhalt des Lehrschwimmbeckens der Fürstenbergschule ausgesprochen und hierbei eine finanzielle Beteiligung des Stadtbezirkes Bottrop-Süd an den hierfür erforderlichen Maßnahmen in Aussicht gestellt. Wesentliches Ziel sollte aus bündnisgrüner Sicht der Erhalt des Lehrschwimmbeckens der Fürstenbergschule und die vorherige Klärung der folgenden offenen Fragen sein:
- das Ergebnis des vom Bottroper Schulverwaltungsamt mit dem Bottroper Sport- und Bäderbetrieb bis Ende April 2010 vorgenommenen Abgleichs zwischen der den Schulen bisher zugewiesenen Belegungskontingente und der tatsächlichen Nutzung der Bäder,
- das Ergebnis der Prüfung einer möglichen Umstrukturierung der Belegungen,
- das angekündigte Konzept für die schulische Nutzung der Wasserflächen, eine Übersicht der durch die Schülerbeförderung entstehenden Kosten und ggf. notwendigen Instandhaltungen der Bäder (US, August 2010).




 

 

GRÜNE: CDU schürt unberechtigt Ängste an Gymnasien

Fraktionsvorsitzende Andrea Swoboda
Vorstandssprecher Roger Köllner

„Entscheidungshoheit bleibt vor Ort bestehen - Gymnasien entscheiden für oder gegen das Turbo-Abi“

Andrea Swoboda, Bottroper Fraktionsvorsitzende, und Roger Köllner, Sprecher des Kreisvorstandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, reagieren kopfschüttelnd auf die von der Bottroper CDU inszenierte Panikmache und falschen Unterstellungen zur angeblichen Abschaffung der Gymnasien und stellen richtig: "Was die CDU vor Ort tut, ist unwürdig und sorgt für Unsicherheit und Existenzängste, nicht der rot-grüne Koalitionsvertrag!"

Und weiter: "Wir GRÜNEN haben im Landtagswahlkampf deutlich gemacht: In NRW wird im Falle einer Regierungsbeteiligung der GRÜNEN keine Schulform abgeschafft. Alle Schulen werden mit den Beteiligten vor Ort standortbezogen weiterentwickelt. Und Bedarf für eine Verbesserung der Bildung für alle Kinder besteht überall, auch in Bottrop."

Über Schulschließungen, Zusammenlegungen und Neugründungen entscheiden die Schulen und Kommunen vor Ort - nicht der rot-grüne NRW-Koalitionsvertrag

"Und so ist es auch richtig, dass keine Schule von der rot-grünen NRW-Landesregierung geschlossen wird. Über Schulschließungen und Zusammenlegungen wie über Neugründungen entscheiden immer noch die Schulen und die Kommunen vor Ort. Der NRW-Koalitionsvertrag will nur einen Rahmen festlegen. Dabei ist uns GRÜNEN wichtig, dass die neue Gemeinschaftsschule, wenn vor Ort gewünscht, endlich möglich wird und dabei gymnasiale Standards enthält, d. h. die Option auf den Bildungsabschluss Abitur. Mehr Entscheidungskompetenzen für die Schulen und mehr Entscheidungskompetenzen für die Kommunen zu entwickeln, das ist das Ziel einer neuen Schulaufsicht. Mit einer großen Schulgesetznovelle werden die Aufgaben neu geordnet. Ziel ist mehr Verantwortung vor Ort. Das bedeutet vor Ort mehr Möglichkeit zur Einmischung und Gestaltung."

Gymnasien vor Ort entscheiden über Turbo-Abi G 8 oder G 9!

Als guten Kompromiss bezeichnen die GRÜNEN die Entscheidungsmöglichkeit der Gymnasien vor Ort zum umstrittenen Turbo-Abi nach acht Jahren (G 8). Jürgen Schmidt, schulpolitischer Sprecher, dazu: "Gymnasien sollen bis Anfang 2011 entscheiden, ob sie weiterhin das Abitur nach acht Jahren anbieten wollen oder ob sie zum neunjährigen Abitur zurückkehren wollen. Die Entscheidung bleibt dann bindend. Das Turbo-Abi hat für viel Ärger gesorgt. Ein komplettes Zurück ist aber nicht sinnvoll und würde an den Schulen, die sich mit viel Mühe umgestellt haben und G 8 beibehalten wollen, neuen Ärger verursachen. Deshalb soll die Entscheidung über G 8 oder G 9 in die Hände der jeweiligen Schulkonferenzen gelegt werden. Dort sollen Lehrkräfte, SchülerInnen und Eltern gemeinsam entscheiden, wie es weitergehen soll. Hierfür wird es ein Zeitfenster bis Anfang 2011 geben. Wir GRÜNEN empfehlen, dazu in den Schulen Befragungen durchzuführen, damit Eltern und SchülerInnen angemessen einbezogen werden." (US, Juli 2010)

- WAZ-Bericht „Schulpolitik Bottrop: Es zählt, was in den Gesetzen steht“ von WAZ-Redakteurin Helga Pillar vom 20. Juli 2010 –


 

Schule: Längeres gemeinsames Lernen vor Ort entscheiden!

Andrea Swoboda
Jürgen Schmidt

Zum Pressebericht „Schulpolitik: Es zählt, was in den Gesetzen steht“ in der WAZ Bottrop (vgl. ggf. hier) äußern Andrea Swoboda, Bottroper Fraktionsvorsitzende, und Jürgen Schmidt, schulpolitischer Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

"Der Volksentscheid in Hamburg zur Primarschule zeigt, wie sensibel systematische Veränderungen in der Schulpolitik sind. Wir GRÜNEN haben im Flächenland NRW von vorne herein einen anderen Weg als der Stadtstaat Hamburg gewählt. Der Blick auf Hamburg bestätigt unseren GRÜNEN nordrhein-westfälischen Weg. Längeres gemeinsames Lernen kann nicht einfach von Düsseldorf aus verordnet werden. Da widersprechen wir dem örtlichen Schuldezernenten, Herrn Paul Ketzer (CDU): Darüber entscheidet Bottrop und nicht Düsseldorf!

NRW-Landesregierung in Düsseldorf legt den Rahmen der Schulpolitik fest

Die notwendige innere und äußere Schulentwicklung ist ein Weg, der mit den Menschen gemeinsam gegangen werden muss. Es zeigt sich: Wo vor Ort Kollegien, Eltern, SchülerInnen und Kommunen eingebunden sind und den Prozess gemeinsam gestalten, ist die Akzeptanz sehr groß. Viele Schulträger warten darauf, die vor Ort von Experten im Konsens erarbeiteten Konzepte umsetzen zu können. Die abgewählte schwarz-gelbe Landesregierung hat sie jahrelang blockiert. Und das gerade aus dieser CDU-Ecke Schnellschüsse wie der Antrag und Befürchtungen geschürt werden, ist vor einer fachgerechten Debatte wenig hilfreich." (US, Juli 2010)

- WAZ-Bericht „Schulpolitik Bottrop: Es zählt, was in den Gesetzen steht“ von WAZ-Redakteurin Helga Pillar vom 20. Juli 2010 –


 

GRÜNE Wirtschaftstour: MdB Jürgen Trittin in Bottrop

Bottroper Vorstandssprecher Roger Köllner im Gespräch mit Jürgen Trittin, dem GRÜNEN Vorsitzenden der Bundestagsfraktion

Nach der Emschergenossenschaft mit Reiner Priggen (MdL) besuchten Bottroper GRÜNE mit ex-Bundesumweltminister Trittin (MdB) am 27. April 2010 die Fachhochschule Ruhr West

Zukunftsstandort.bottrop: „Zukunft beginnt …“

Für den Bottroper Vorstandssprecher Roger Köllner steht fest: „Das vom Bergbau geprägte Bottrop hat als Energiestadt der Zukunft gute Voraussetzungen, die nächste Stufe des Strukturwandels zu einer ökologisch und sozial geprägten Wirtschaft zu bewältigen. Dabei ist die Ausrichtung unserer Stadt als Wissensstandort unerlässlich, spielt doch die Vermittlung von Wissen eine elementare Rolle: Wir können uns deshalb glücklich schätzen, dass wir die Fachhochschule RuhrWest vor Ort haben.“

… mit der Fachhochschule Ruhr West und dem „Null Emissionen“-Campus

Die Fachhochschule Ruhr West setzt bewusst auf die Kooperation mit Schulen, dem Berufskolleg und den Institutionen der Stadt Bottrop, aber auch mit Unternehmen. Roger Köllner dazu: „Mit diesem Engagement können Industrie und Wissen zusammenwachsen. Wenn wir dann mehr Anstrengungen bei der Ausbildung und einen leichteren Zugang zu Studiengängen schaffen - ohne Studiengebühren - haben wir das nötige Fundament gelegt. Die Fachhochschule als Zero-Emission-Campus kann dabei Innovation und Umweltschutz modellhaft vereinen.“

Wie das konkret aussehen kann, haben die Bottroper GRÜNEN um den Bottroper Vorstandssprecher Roger Köllner am 27. April 2010 vor Ort besprochen mit Jürgen Trittin, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN Fraktion im Deutschen Bundestag, Prof. Dr. Menzel, Präsident der Fachhochschule Ruhr West, Stefanie Hugot, Amt für Wirtschaftsförderung („Zukunftsstandort Bottrop“) und Stefan Beckmann, Leiter des Bottroper Umweltamtes. (US, April 2010 – Aktualisierung Mai 2010)

Umweltexperte Jürgen Trittin bei der Begrüßung durch Prof. Dr. Menzel und Bottroper GRÜNE

 

 

GRÜNE zur Grippe H1N1 und Schulschließungen

Stellungnahme zu Online-Stimmen bei DerWesten.de zum Thema „Schweinegrippe“

 

Die zeitweise Schließung von Bottroper Schulen wegen der H1N1-Grippe ist aus der Sicht der örtlichen Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN durchaus angemessen.

Zum einen wird die Gefährlichkeit dieser Grippe international und national unterschiedlich beurteilt, wobei die warnenden Stimmen überwiegen. Schon deshalb ist eine vorübergehende Schulschließung nicht abwegig, um Verbreitungspfade zu sperren. Zum anderen haben auch andere Städte entsprechende Vorsichtsmaßregeln ergriffen. So hat z. B. die Stadt Essen schwangere Lehrerinnen nach Auftreten eines Schweinegrippenfalls an der Schule vom Unterricht beurlaubt.

Die kritischen Stimmen „Panikmache“ sind also nicht gerechtfertigt. Auch bei Fällen von Gehirnhautentzündung und offener TBC werden ganze Schulen beurlaubt. Man hätte die Eltern allerdings besser informieren müssen, um Kontakte der SchülerInnen, zum Beispiel zu Kindergärten und anderen öffentlichen Institutionen, zu vermeiden. Denn das ist nichts anderes als ein zu sorgloser Umgang mit den Ansteckungsgefahren. (US, November 2009)


 

GRÜNE lehnen Schulentwicklungsplan 2007 ab

Jürgen Schmidt

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN begrüßen das Bemühen der Bottroper Verwaltung, im Bereich der Grundschulen zunächst alle Standorte zu erhalten, was die sozial-räumliche Funktion dieser Schulform in den Stadtteilen sichert. Darüber hinaus ist beim Schulentwicklungsplan Bottrop aus der Sicht von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Chance vertan worden, inhaltliche und strukturelle Maßnahmen vorzuschlagen. So wird zwar versucht, die Schullandschaft bis 2012 bezüglich Schülerzahl, Raumbedarf etc. darzustellen, doch werden lediglich die statistischen Zahlen zusammengetragen. Es fehlen jedoch Lösungsvorschläge bei komplexeren Themen, die eine aktive zukunftsgewandte Schulentwicklung im Blick haben.

 

GRÜNE: "Die echten Probleme bleiben außen vor"

 

Hierzu äußern Alexandra Baum und Jürgen Schmidt, schulpolitische Sprecher der Bottroper Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: "Die echten Probleme und Aufgaben bleiben außen vor. Es wird nicht auf Schulverweigerer, dem Nord-Süd-Gefälle des Bildungsniveaus, der Perspektive der Hauptschulen und den hohen Migrantenanteil an den Förderschulen eingegangen. Besonders sind schulische Fördermaßnahmen für Kinder mit Migrationshintergrund (die z. B. mit 28,6% an den Bottroper Förderschulen überrepräsentiert sind) notwendig. In der aktuellen politischen Diskussion besteht Einigkeit darüber, dass bei abnehmenden Kinderzahlen für ein Industrieland Investitionen in die bessere Ausbildung aller Kinder erfolgen müssen." Hier besteht aus Sicht der GRÜNE großer Handlungsbedarf. Aus diesem Grunde lehnen diese den Schulentwicklungsplan in der jetzigen Fassung ab. (US, Oktober 2007)