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27. Januar: Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus

Initiativen gegen Neonazis und das Vergessen

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert insbesondere an alle Opfer in der Zeit des Nationalsozialismus und jene Menschen, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden. Der Gedenktag wurde im Jahr 1996 durch Bundespräsident Roman Herzog auf den 27. Januar festgelegt. Am 27. Januar 1945 wurden die Überlebenden des KZ Auschwitz-Birkenau befreit. In der Proklamation führte Bundespräsident Herzog aus: „Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“ Seither wird am 27. Januar in Veranstaltungen bundesweit die Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten wachgehalten. (Textbasis: Wikipedia.de, November 2011)


Stadtrat: Resolution gegen Rechtsextreme verabschiedet

Einstimmiges Bekenntnis für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit in Bottrop

Der Rat der Stadt Bottrop hat in seiner Sitzung am 13. Dezember 2011 einstimmig eine Resolution gegen rechtsextremistische Gewalttaten verabschiedet. Anlass des Entschlusses waren die erst nach Jahren aufgedeckten Morde und Anschläge des "Nationalsozialistischen Untergrunds". Ziel der Resolution ist, alle Bottroper Bürgerinnen und Bürger zu ermutigen, sich für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit einzusetzen.

"Die von einer rechtsradikalen Gruppe verübten Morde bedeuten einen Einschnitt für unsere Demokratie. Niemand sollte fortan behaupten, dass es organisierten rechten Terror in Deutschland gar nicht gebe", heißt es in der Begründung des Antrags. Den Ratsmitgliedern und Mandatsträgern komme in dieser Stunde eine besondere Verantwortung zu, als gutes Beispiel voran zu gehen.

Die Resolution im Wortlaut: "Wir als demokratisch gewählte Ratsmitglieder stehen mit Entsetzen vor den Taten junger Deutscher, die über viele Jahre hinweg brutal gemordet haben. Sie haben Menschen getötet, weil sie nicht deutscher Herkunft waren. Sie waren organisiert, vernetzt und sie hatten Helfer. Sie kamen aus einem Umfeld, in dem rassistische Ideologie zum guten Ton gehört. Es ist bedrückend zu wissen, dass sie über viele Jahre unbehelligt rauben und morden konnten. Wir stellen fest, dass der Staat die Opfer nicht schützen konnte. Das ist für uns unfassbar und schadet dem Vertrauen in staatliche Instanzen.

Wir denken in dieser Stunde an die Opfer und ihre Angehörigen, denen unsere ganze Solidarität und unser Mitgefühl gelten. Für sie und für uns als ehrenamtlich Aktive in einem demokratischen Gremium ist die Aufklärung der Taten die erste Pflicht des Staates. Als Mitglieder des Rates ist es unsere besondere Aufgabe, sich für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit einzustehen. Bottrop ist eine Stadt, die besonders geprägt ist, durch den Zuzug von Menschen aus anderen Ländern. Das friedliche Miteinander, die Garantie auf Unversehrtheit der Person und der staatliche Schutz vor Gewalttaten gehören zur Basis einer Zivilgesellschaft. Von den staatlichen Behörden müssen wir erwarten, dass alles getan wird, seine Bürger zu schützen." (US, Dezember 2011, Originaltext & Logo: Stadt Bottrop)


GRÜNE zur NPD-Demo in Bottrop am 8. Oktober 2011

GRÜNE Bottrop zur NPD

Zur „Mahnwache“ der NPD auf dem Bottroper Rathausplatz am 8. Oktober 2011 beziehen die GRÜNE Vorstandssprecherin Melanie Fraas und der GRÜNE Vorstandssprecher Andreas Klodt Stellung:


„Dass eine rechtsradikale, in ihrem eigenen Verständnis dem Gedankengut der Nationalsozialisten des 3. Reiches verbundene Partei, provokativ öffentlich auftritt und Angst vor einer angeblichen Islamisierung schürt, erinnert in fataler Weise an die antisemitische Propaganda der Nationalsozialisten mit den bekannten Folgen. Dass Pro-NRW und andere versuchen, mit dem Deckmäntelchen der Bürgerlichkeit dieses rassistische Gedankengut hoffähig zu machen, erschreckt und macht uns GRÜNE wütend. Eine der Lehren aus dem Nationalsozialismus war die Verankerung der Glaubens- und Religionsfreiheit  im Grundgesetz (Art. 4 Grundgesetz - GG), die zum Kernbereich der Verfassung zählt. Wer dieses Freiheitsrecht in Frage stellt und den Bau eines Gotteshauses, hier einer Moschee, zum Anlass nimmt, die Freiheit des Glaubens und der Religion zur Disposition zu stellen, legt die Axt an die Fundamente unserer Demokratie und vergiftet die Gesellschaft. Wir GRÜNEN werden uns – wie auch in der Vergangenheit – gemeinsam mit anderen diesen antidemokratischen Tendenzen entgegen stellen.“ (Oktober 2011) 

 


Infos zum Plakat der GRÜNEN Jugend gegen "Rechte"

Zum Plakat „Mach das Kreuz an die richtige Stelle - Zeit für deine Stimme gegen Rechts“ der GRÜNEN JUGEND NRW haben Sabine Brauer, politische Landesgeschäftsführerin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW, und Verena Schäffer, Landessprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW Stellung bezogen.

„Wir respektieren die persönlichen Gefühle von Bürgerinnen und Bürgern, die sich durch die Plakatierung eines Hakenkreuzes verletzt fühlen. Wir haben uns dennoch nach ausführlicher Diskussion dafür entschieden, dieses eindeutige Symbol des Nationalsozialismus in dieser Form auf die Straße zu bringen. Unser Ziel ist es, die Aufmerksamkeit auf die erstarkende Rechte in NRW zu lenken, die in Form von NPD und Pro NRW bei den Kommunalwahlen in insgesamt 87 Gemeinden und 13 Kreisen antreten wird. Einen Wahlerfolg der extremen Rechten wie bei der Kommunalwahl 2004, als insgesamt 79 Mandate in ganz NRW erreicht wurden, wollen wir verhindern!“ erklärt Verena Schäffer von der GRÜNEN JUGEND NRW. In NRW stellen die NPD und die für den Antiislamisierungskongress verantwortliche rechtspopulistische Pro-Vereinigung (als Pro Köln) MandatsträgerInnen in Kommunalparlamenten.

Sabine Brauer von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW ergänzt: „Wir haben uns mit diesem Plakat für den „Schock“ vor der Wahl entschieden, um den „Schock“ nach der Wahl zu verhindern. Das Urteil des Bundesgerichtshofs zur Frage der Darstellung von Hakenkreuzen im öffentlichen Raum hat uns darin bestärkt, diesen Weg zu gehen.“ Bei den Kommunalwahlen 2009 besteht eindeutig die Gefahr, dass die Anzahl der rechtsextremen MandatsträgerInnen steigt, wie auch aus dem aktuellen NRW-Verfassungsschutzbericht zur Partei NPD hervorgeht. In diesem steht: "Die Zahl der NPD-Mandate dürfte sich deutlich erhöhen, wenn die Partei weitgehend flächendeckend antritt."

Der Bundesgerichtshof hatte im Jahr 2007 entschieden, dass eine Darstellung von Symbolen verfassungswidriger Vereinigungen unter bestimmten Bedingungen erlaubt ist. Im Urteil des 3. Strafsenats vom 15. März 2007 heißt es: „Der Gebrauch des Kennzeichens einer verfassungswidrigen Organisation in einer Darstellung, deren Inhalt in offenkundiger und eindeutiger Weise die Gegnerschaft zu der Organisation und die Bekämpfung ihrer Ideologie zum Ausdruck bringt, läuft dem Schutzzweck der Vorschrift ersichtlich nicht zuwider und wird daher vom Tatbestand des § 86 a StGB nicht erfasst.“ (US, Juli 2009)

- WAZ-Serie „Parteiennachwuchs im Wahlkampf - GRÜNE Jugend ...“ vom 22.07.2009 - 

 


GRÜNE bei Demo gegen Naziaufmarsch in Gladbeck

Mit großer Bestürzung hatten alle Demokraten auf einen Antrag von Neofaschisten für eine Kundgebung am 5. Juli 2008 in Gladbeck reagiert. Die selbsternannten "Freien Nationalisten Gladbeck" planten einen Aufmarsch vor dem Gladbecker Rathaus. Und die Polizei rechnete mit rund 100 Rechtsextremen aus Nordrhein-Westfalen.

 

Das "Gladbecker Bündnis für Courage", in dem sich zahlreiche Vereine, Verbände und Parteien zusammengeschlossen haben, darunter auch BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN, organisierte zeitgleich jedoch - mit großem Erfolg - zahlreiche Gegenaktionen, um dem braunen Spuk keinen Spielraum für seine hetzerischen Parolen zu geben. Auf Anregung des Bündnisses hatte der Rat der Stadt Gladbeck zuvor bereits einstimmig in einer Resolution alle Einwohnerinnen und Einwohner aufgerufen, sich an den organisierten Aktionen gegen den Rechtenaufmarsch am 5. Juli 2008 auf dem Willy-Brandt-Platz, also vor dem Gladbecker Rathaus, zu beteiligen. Viele folgten diesem Aufruf und setzten damit erfolgreich ein Zeichen gegen Rechts (US, Juni 2008 - Aktualisierung Juli 2008)

 

 

 

Offizieller Aufruf des Rates der Stadt Gladbeck gegen Rechtsextremismus (einstimmig beschlossene Resolution vom Juni 2008):

 

Mit großer Bestürzung stellt der Rat der Stadt Gladbeck fest, dass in unserer Stadt am 5. Juli 2008 eine Kundgebung aus der rechtsradikalen, neonazistischen Szene stattfinden soll. Der Rat erkennt mit großer Sorge, dass Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus keine gesellschaftlichen Randprobleme sind, sondern ihre Wurzeln mitten in unserer Gesellschaft haben.

 

Die Geschichte - gerade auch in Gladbeck - lehrt uns, dass Toleranz und Solidarität Grundwerte sind, die Menschen aus unterschiedlichsten Herkunftsländern mit einander verbinden und eine gemeinsame Zukunft gestalten lassen. Wir werden deshalb weder gewaltsame Übergriffe noch neonazistische und rechtsextreme Propaganda in unserer Stadt dulden.

 

Daher fordert der Rat alle Verantwortlichen auf, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten gegen die neonazistische Kundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz vorzugehen. Daher fordert der Rat der Stadt Gladbeck die Bürgerschaft auf, aktiv in ihrem Umfeld, am Arbeitsplatz, in der Schule, in der Freizeit und in der Nachbarschaft gegen nazistische und ausgrenzende Äußerungen Stellung zu beziehen, den betroffenen Menschen beizustehen und deutlich zu machen, dass wir nicht wegsehen und Diskriminierung und Gewalt nicht tolerieren.

 

Daher fordert der Rat der Stadt Gladbeck alle Einwohnerinnen und Einwohner auf, sich an den Aktionen des aus gewerkschaftlichen, politischen, kirchlichen und vielen anderen Verbänden und Gruppierungen seit längerem bestehenden "Gladbecker Bündnis für Courage" gegen die neonazistische Kundgebung zu beteiligen. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Gladbeck war, ist und bleibt eine Stadt, in der Freiheit, Gleichheit und Toleranz gelebte Werte eines friedlichen Miteinanders sind. (US, Juni 2008)

 

 

GRÜNE Veranstaltung: "Parteien am Rechten Rand"

Nazis? Nein!

Die extreme Rechte und die Parlamente – Verflechtungen – Demagogie - Rechtspopulismus & Rassismus

 

Die neonazistische Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) rüstet sich für die nächste NRW-Landtagswahl, alle Wahlkreise sollen dieses Mal abgedeckt werden. Die Rechtspartei "PRO NRW" versucht mit einer fast flächendeckend verteilten Zeitung Ängste zu schüren. Die einfache Gleichung: Islam = Islamismus = Terrorismus!

 

Neonazis treten dabei nicht mehr nur als brutale Skin-Schläger auf, mit "AKW – Nee"-Button geben sie sich autonom und anti-kapitalistisch. Was bleibt: Das Weltbild der extremen Rechten ist von Schwarz-Weiß- und Führerdenken geprägt. Hier setzt sich der Stärkere durch. Er ist Ausdruck der Volksgemeinschaft und agiert angeblich zu ihrem Besten. Das Parlament gilt hier als "Quaselbude" und wird abgelehnt.

 

Ein Vortrag vom bündnisgrünen Kreisvorstandsmitglied Klaus Lange informierte am 15. Mai 2008 in der Bottroper Gaststätte "EXIL" an der Paßstraße 66 rund 25 Interessierte über die Situation der rechten Parteien mit anschließender Diskussion über Aktionen gegen Rechts. Der Eintritt zu der informativen GRÜNEN Veranstaltung war selbstverständlich frei. (US, April 2008 – Aktualisierung Mai 2008)

- Sonderinformationen "Parteien am Rechten Rand" (Basis: Referat von Klaus Lange) -

Weitere Termine:

- Freitag, 9. Mai 2008, 17.00 Uhr: Film "Flucht in fremde Welt" (Kindertransporte 1939), VHS Filmforum, Kulturzentrum, Blumenstraße.

Samstag, 9. November 2008: Fahrt zum Anne Frank Museum, Amsterdam (Organisation: 8.-Mai-Initiative Bottrop in Kooperation mit der Volkshochschule Bottrop, Infos bei Klaus Lange, Tel. 02045–5235).

Weitere Infos im Internet (US, Stand Mai 2008 - Aktualisierung Juni 2008 und Juli 2008):

- 8.-Mai-Initiative: Aus Geschichte lernen - für Frieden sorgen -

- Journalisten-Angriffe: NPD verbrüdert mit "Schwarzem Block" -

- "PRO Köln": Treffen mit NPD – Gründung NRW-Rechtspartei -

- Rechtspopulisten: Auschwitzleugner zu Gast bei "PRO Köln" -

- taz-Bericht "Rechtsextreme vor dem Kölner Dom: Widerstand gegen ´Rassistenkongress´" vom 29. Juni 2008 -

- "Ein Blick in die Mitte - Zur Entstehung rechtsextremer und demokratischer Einstellungen" (Studie von Prof. Dr. Elmar Brähler, Dr. Oliver Decker, Norman Geißler, Katharina Rothe und Marliese Weißmann unter Mitarbeit von Franziska Göpner und Kathleen Pöge im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung, Forum Berlin, Mai 2008) -

 

8. Mai: Aus Geschichte lernen - für Frieden sorgen!

Nazis? Nein!

Gedenk- und Diskussionsveranstaltung

 

Grußwort von Bottrops OB Noetzel

 

Am 8. Mai 2008 fand an der Gedenktafel des Bottroper Rathauses ab 17 Uhr die traditionelle Gedenkveranstaltung zum 8. Mai statt. Eine Diskussion folgte im Anschluss "in kleiner Runde" in der Bottroper Gaststätte "Passmanns" an der Kirchhellener Straße 57 mit den beiden fachkundigen ReferentInnen:

 

Heike Biskup, Leiterin des Stadtarchivs Bottrop: "Die Rollen der Frauen im Nationalsozialismus"

Einer der Leitsätze der NSDAP lautete: "Nicht im Beruf kannst du glücklich sein, der Platz der Frau ist das Heim." Hitler auf dem Frauenkongress 1935 in Nürnberg: "Die Gleichberechtigung der Frau besteht darin, dass sie in den ihr von der Natur bestimmten Lebensgebieten jene Hochschätzung erfährt, die ihr zukommt." Aber Frauen waren auch Täterinnen, die bei der Wehrmacht, oder sogar in KZs arbeiteten, wo sie teilweise auch bei den Menschenversuchen der Ärzte bzw. Ärztinnen mithalfen. Als die britische Besatzungsmacht nach Ende des Zweiten Weltkriegs Internierungslager errichtete, gelangten in das Lager Staumühle bei Paderborn auch Frauen, die als "Hauptschuldige" des NS-Regimes eingestuft waren. Unter ihnen waren Wehrmachtshelferinnen, Angehörige des BDM und der NS-Frauenschaft.

 

Klaus Lange, 8.-Mai-Initiative-Bottrop: Frauen am rechten Rand heute - Organisationen von und für extrem rechte Frauen

Vom "Bund Hamburger Mädel" (1977) zu der in den 80er Jahren gegründeten "Deutschen Frauenfront", der "Skingirl Front Deutschland" (SFD, später "Skingirl Freundeskreis Deutschland"), hin zu der im September 2006 gegründeten "Ring Nationaler Frauen" (RNF). Ein Blick in die Organisationsstruktur rechter Frauen - weiterhin wird die Einbindung von Frauen in extrem rechten Parteien untersucht.

 

Weitere Termine:

- Freitag, 9. Mai 2008, 17.00 Uhr: Film "Flucht in fremde Welt" (Kindertransporte 1939), VHS Filmforum, Kulturzentrum, Blumenstraße, Bottrop.

Donnerstag, 15. Mai 2008, 19.00 Uhr: Vortrag "Parteien am Rechten Rand" von Klaus Lange mit anschließender Diskussion über Aktionen gegen Rechts (Die extreme Rechte und die Parlamente - Verflechtungen - Demagogie - Rechtspopulismus & Rassismus), Gaststätte "EXIL", Paßstraße 66, Bottrop.

Samstag, 9. November 2008: Fahrt zum Anne-Frank-Museum, Amsterdam (Organisation: 8.-Mai-Initiative Bottrop in Kooperation mit der Volkshochschule Bottrop, Infos bei Klaus Lange, Tel. 02045–5235). (US, April 2008 - Aktualisierung Mai 2008)

 

 

Diskussion: "Neonazismus auf dem Vormarsch?"

Nazis? Nein!

Das Bild des Neonazismus hat sich verändert, die Kleinstpartei der 90er-Jahre gibt es nicht mehr. Neonazistische "Hatecore"-Anhänger mit Piercing und Spitzbärten, Rechtsrock-"Girlies" mit bunten Haarsträhnen, AktivistInnen der Kameradschaft im "Autonomen-Look", die unter der schwarzen Fahne marschieren.

 

Die NPD ist erstarkt, ist in zwei Länderparlamenten und in über 100 Lokalparlamenten - auch in NRW vertreten. Und neonazistische Basisgruppen, sog. Freie Kameradschaften, bundesweit vernetzt, binden ihre "Mitglieder" viel stärker als die bisherigen Parteien und arbeiten zum Teil eng mit der NPD zusammen. Mittels Musik mit rassistischen, antisemitischen und offen neonazistischen Texten werden heute Jugendliche gezielter angesprochen und an das Netzwerk des Neonazismus heran geführt. Zu dieser Eventkultur zählen auch die etwa 170 Aufmärsche, die seit 1998 in NRW zu verzeichnen sind, u. a. einer in Bottrop. Die 8.-Mai-Initiative Bottrop hat vor diesem Hintergrund am 7. November 2007 in Kooperation mit dem Stadtarchiv Bottrop in der Lebendigen Bibliothek (Stadtbücherei) eine sehr informative und gut besuchte Diskussionsveranstaltung durchgeführt. (US, Oktober 2007 - Aktualisierung November 2007)