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Brücken Prosperstraße: Lichtkonzept "stadtLICHTbottrop"

- Bezirksvertreter Schnirch ist seit Oktober 2011 wieder im Bottroper Stadtbezirk Süd
Lichtkonzept „stadtLICHTbottrop“ im Stadtbezirk Bottrop-Süd an den Eisenbahnbrücken der Prosperstraße anwenden
Der Bezirksvertreter Ulrich Schnirch von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat bei Bezirksbürgermeister Gerhard Bongers beantragt, den Tagesordnungspunkt „Eisenbahnbrücken der Prosperstraße“ auf die Tagesordnung der nächstmöglichen Sitzung der Bezirksvertretung Süd zu setzen. Gleichzeitig hat Schnirch beantragt, an den Eisenbahnbrücken der Prosperstraße im Abschnitt zwischen der Knappenstraße und der Devensstraße eine umweltfreundliche und klimaschonende „Beleuchtungsprobe mit Alternativen“ zur temporären Simulation auf Basis des Konzepts „stadtLICHTbottrop“ für mehr Verkehrssicherheit zu prüfen.
Zur Begründung schreibt Ulrich Schnirch: „In den Gestaltungsrichtlinien des Bottroper Lichtkonzepts heißt es zum Thema „Sicherheit“: „Ausreichende Beleuchtung von Unsicherheitsbereichen wie Passagen und Durchgängen muss immer gewährleistet werden. Insbesondere muss das Augenmerk dabei auf den Fußgängern und Radfahrern liegen.“ Dabei werde die „Barrierewirkung“ der „südlichen Bahnlinie“ besonders hervorgehoben. Die Querung solcher (Angst-)Räume werde bei Dunkelheit häufig von Fußgängern gemieden. Eine Gestaltung durch Licht sei „hilfreich“. Insbesondere an Stadteingängen, die durch Brücken und Unterführungen gekennzeichnet seien, solle laut Lichtkonzept „mit einfachen Mitteln eine sehr wirksame Eingangssituation geschaffen werden“. Vor diesem Hintergrund bittet der bündnisgrüne Bezirksvertreter um energieeffiziente Lösungsvorschläge für das „Gebiet mit Handlungsbedarf“ an den Brücken der Prosperstraße. Kontakt: Ulrich Schnirch, Telefon (02041) 3 55 66, E-Mail Schnirch(at)GRUENE-Bottrop.de. (US, Januar 2012)
GRÜNE FI: Abzug bis Ende 2012 aus Afghanistan
Parteimitglieder drängen auf Korrektur der Afghanistan-Politik!
Anlässlich der Afghanistan-Entscheidung am 26. Januar 2012 im Deutschen Bundestag haben 224 GRÜNE Mitglieder, darunter kommunale MandatsträgerInnen wie der Bottroper Ulrich Schnirch, den Aufruf der GRÜNEN Friedensinitiative (GFI) unterzeichnet.
Der Aufruf, der am 25. Januar 2012 auch in einer bundesweiten TAZ-Anzeige erschienen ist, fordert von den GRÜNEN Bundestagsabgeordneten, „dass sie das Bundeswehr-Afghanistanmandat für 2012 im Bundestag ablehnen, also mit NEIN stimmen, und deutlich machen, dass mit den GRÜNEN eine Verlängerung des Afghanistan-Krieges bis 2024 nicht zu machen ist.“ (US, Januar 2012) - Mehr Informationen zum Hintergrund der GRÜNEN Friedensinitiative -
Einzelhandelskonzept: GRÜNE Anregung aufgegriffen
GRÜNE Initiative zum örtlichen Einzelhandelskonzept
Die Bottroper Stadtverwaltung wird zwei öffentliche Versammlungen zur Beteiligung der EinwohnerInnen am Bottroper Einzelhandelskonzept durchführen.
Damit folgt die Stadtspitze einer Anregung der GRÜNEN Ratsfraktion im Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz, die in der Bezirksvertretung Kirchhellen und im Ausschuss für Wirtschaftsförderung auf breite Zustimmung stieß. (US, Dezember 2011, Abbildung: Stadt Bottrop) - Mehr Infos zur Bürgerbeteiligung am örtlichen Einzelhandel -
GRÜNE Fraktion: Sorge um Kastanienallee an Parkstraße
Die GRÜNE Ratsfraktion Bottrop zeigt sich sehr besorgt über die verstärkte öffentliche Diskussion zur Zukunft der Baumallee an der Bottroper Parkstraße. Hintergrund sei die Fällung von vier Kastanien und die geplante Kanalbaumaßnahme an der Parkstraße.
Fällungen an Osterfelder Straße wurden auch trotz positivem Baumgutachten beschlossen
„Es versetzt uns schon sehr in Sorge, wenn die Sozialdemokraten ankündigen, sich nun an der Parkstraße um eine weitere Bottroper Baumallee „kümmern“ zu wollen. Bei der Allee an der Osterfelder Straße hat die SPD letztlich beschlossen, mit mindestens 56 gesunden Bäumen fast zwei Drittel zu fällen. Und SPD-Ratsfrau Schöps hat betont, sie sei zufrieden mit diesem Ergebnis. Trotz positivem Baumgutachten und mehrheitlichem Einwohnervotum für den Erhalt möglichst vieler Linden. Soll dieses Ergebnis das Vorbild für die Parkstraße werden?“, fragt sich die Umweltpartei daher besorgt. Die GRÜNE Ratsfraktion Bottrop werde sich einer möglichen Kahlschlag-Politik an der Parkstraße deutlich entgegen stellen. An der Osterfelder Straße habe die SPD zunächst auch vollmundig behauptet, möglichst viele Bäume langfristig erhalten zu wollen. (US, Oktober 2011, Foto: Martina Pudert/Bund)
- WAZ-Bericht „Straßengrün: Vier Kastanien werden gefällt“ vom 20.09.2011 -
Occupy: GRÜNE Bottrop zum Protest gegen Bankenmacht
Am 22. Oktober 2011 trafen sich erstmals gegen 11 Uhr auf dem Bottroper Pferdemarkt etwa 20 bis 30 interessierte Menschen, darunter auch die Bottroper Fraktionsmitglieder Jürgen Schmidt und Ulrich Schnirch von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, zum Start der Bottroper Proteste gegen die Bankenmacht und das zunehmende Diktat der Finanzmärkte. Dazu äußern Melanie Fraas und Andreas Klodt für den GRÜNEN Kreisvorstand Bottrop und Andrea Swoboda für die GRÜNE Fraktion im Rat der Stadt Bottrop:
„Die „Occupy Together“-Bewegung ist Ausdruck eines zunehmenden Unverständnisses der Menschen gegenüber den intransparenten Marktmechanismen u.a. in der Finanzwirtschaft und den hiermit einhergehenden sozialen und gesellschaftlichen Verwerfungen. Sie wirft zutreffend und berechtigt die Frage auf, ob die Macht Weniger das Wohl (und Wehe!) Aller bestimmen darf. Die (weltweiten) Demonstrationen begründen keine „Krise der demokratischen Systeme“, sondern wenden sich im Gegenteil gegen die zunehmende „Entdemokratiesierung“ der Gesellschaft. Politik wird bereits in einem unerträglichen Maße ohne demokratische Legitimation „von den Märkten getrieben“. So mag das Schnüren von immer kostspieligeren Rettungspaketen zwar kurzfristig „alternativlos“ und Sachzwängen geschuldet sein, wenn der europäischen „Schuldenkrise“ keine (Welt-)Wirtschaftkrise folgen soll. Mittel- und langfristig aber bedarf es einer an das Wohl aller ausgerichteter Re-Regulierung der Märkte, bis hin zur Beantwortung der Frage, ob das bestehende System überhaupt noch durch Reformen in die Lage versetzt werden kann, den Anforderungen einer globalisierten Welt zu genügen. Ansonsten droht die Dauerkrise. Das neo-liberale Credo sich selbst regulierender freier Märkte hat sich jedenfalls als fataler Irrglaube erwiesen.
Wir, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, unterstützen diese Demonstrationen – auch wenn wir nicht alle Forderungen teilen. Wir wollen nicht, dass diese Demonstrationen in Europapopulismus oder gar Europafeindlichkeit abgleiten – auch deshalb suchen wir den Dialog. Unser Ziel ist ein vereintes, demokratisches und solidarisches Europa, in dem die entfesselten Finanzmärkte an die Leine gelegt und endlich Konsequenzen aus der Finanz- und Wirtschaftskrise gezogen werden. Die dringende Einführung einer Finanztransaktionssteuer und die angemessene Beteiligung privater Gläubiger wie gerade der Banken sind unsere zentralen Forderungen. Es geht heute darum, den Primat der Politik und unserer demokratischen Institutionen zurückzugewinnen. Das Entstehen einer neuen internationalen Bewegung mit Aktionen in fast 1.000 Städten ist ein gutes Signal für mehr Demokratie in der Globalisierung. Auch wir glauben, dass nur ein Mehr an Demokratie aus der Krise führt.“ (Oktober 2011 - Aktualisierung November 2011)
Bezirk Bottrop-Süd: Ulrich Schnirch folgt Andreas Klodt
Ulrich Schnirch ist im Oktober 2011 als Bezirksvertreter, entsprechend der Bezirksliste von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, in der Bezirksvertretung Bottrop-Süd nachgerückt.
Der GRÜNE Bezirksvertreter Andreas Klodt war zuvor nach Oberhausen verzogen und deshalb aus rechtlichen Gründen aus dem Bezirk Süd ausgeschieden. Ulrich Schnirch war bereits in der Wahlperiode von 1999 bis 2004 als Bezirksvertreter für die Umweltpartei in der Bezirksvertretung Bottrop-Süd. (US, Oktober 2011) – Weitere Infos zum Comeback -
RAG: GRÜNE Ideen für InnovationCity und die Region
GRÜNE Landtagsabgeordnete Wibke Brems und Bottroper Fraktion besuchen mit Werksleiter Zilligen die Zeche Prosper Haniel
Wibke Brems, energiepolitische Sprecherin (MdL) der GRÜNEN NRW-Landtagsfraktion, besuchte mit VertreterInnen der GRÜNEN Ratsfraktion aus Bottrop (Fraktionsvorsitzende Andrea Swoboda, Ratsfrau Sigrid Lange und Bezirksvertreter Kirchhellen Sigurd Köllner) die Zeche Prosper Haniel. Sie kamen in Begleitung wissenschaftlicher MitarbeiterInnen des Bundestages und des Landtages NRW aus den Bereichen Energiepolitik, Umweltschutz und Gesundheitsschutz. Die GRÜNEN sehen die RAG als wichtigen Partner für die Zukunft Bottrops und des Energiestandortes NRW. (Oktober 2011) - Mehr Infos -
GRÜNE: Transitautobahn A 52 steht auf dem Prüfstand
Aus Sicht der GRÜNEN Stadtratsfraktion Bottrop ist es in Zeiten hoher Defizite von Bund, Land und Kommunen nur konsequent, Prioritäten für Straßenbauvorhaben zu setzen.
Hier sei das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) inzwischen weiter als die InnovationCity Bottrop, wenn zukünftig der Erhalt bestehender Straßen den Vorrang vor dem Neubau (z. B. der Autobahn A 52) bekommen solle. Es sei nicht mehr akzeptabel, dass Straßen.NRW über Jahre hinweg weit mehr Neubaumaßnahmen mit hohem Aufwand plane, als Gelder zur Verfügung stehen. (US, September 2011) - NRW-Prioritäten beim möglichen Neubau der B 224 zur A 52 -
GRÜNES Bekenntnis zum Sozialticket für Bottrop

Fraktion bringt Ratsbeschluss im September 2008 in Erinnerung
Die Bottroper Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bekennt sich zum Sozialticket für Buskunden mit geringem Einkommen und kritisiert den Zick-Zack-Kurs der SPD-Ratsfraktion.
Der Rat der Stadt Bottrop habe am 2. September 2008 den Beschluss gefasst, sich für die Einführung eines Sozialtickets im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) – notfalls auch im Bottroper Alleingang – einzusetzen. Die GRÜNE Ratsfraktion werde die SPD-Fraktion beim Wort nehmen und die Forderung formulieren, eine praktikable kommunale Regelung zu erarbeiten. Ein verbundweites Ticket sei ein wichtiger Schritt hin zur sozialen Teilhabe in der Region. Anders als beim Sozialticket habe die SPD-Fraktion die Einführung des Handy-Parkens in der Bottroper City beschlossen, obwohl dieses Angebot dauerhaft voraussichtlich nicht kostenneutral sein werde. (US, August 2011) - Mehr Infos zum Sozialticket für Bottrop -
GRÜNE: Erhalt der Baum-Allee an der Osterfelder Straße
Der Bottroper Oberbürgermeister Bernd Tischler (SPD) hat dem GRÜNEN Ratsherrn Ulrich Schnirch schriftlich den Eingang des Einspruchs für den Erhalt der 130 Jahre alten Lindenallee in der Bottroper Innenstadt bestätigt.
Schnirch hatte persönlich und mit einem zweiseitigen Schreiben beim Stadtoberhaupt von InnovationCity Bottrop den Protest über den städtischen Umgang mit 1.758 Unterschriften für den Erhalt möglichst vieler Bäume (und damit gegen 56 Baumstümpfe) vorgetragen. Der Bau- und Verkehrsausschuss der Stadt Bottrop hatte am 1. Juli 2011 - unter GRÜNEM Protest - die Fällung von 56 geschützten Allee-Bäumen im Zuge des Ausbaus der Osterfelder Straße beschlossen. (US, Juli 2011, Abb.: Damals.inBottrop.de)
- Alle Hintergrund-Infos zum Kampf gegen Baumfällungen an der Osterfelder Straße -
Bottroper GRÜNE begrüßen den Schulkonsens NRW
„Sekundarschule kann Chance für Bottrop sein“
Der Schulkonsens für NRW ist aus der Sicht der Bottroper GRÜNEN ein Einstieg in die Gemeinschaftsschule, die von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nach wie vor gewollt ist.
Besonders begrüßt wird von den Bottroper GRÜNEN die Senkung der Klassenfrequenzen und der Ausbau der Schulen in den Bottroper Problembereichen. Dort werden die Schulen besser ausgestattet und erhalten eine bessere Versorgung mit LehrerInnen. Ebenso wichtig ist der Inklusionsindex, der einen Einstieg in den lange von den GRÜNEN geforderten gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung vorsieht. - Ausführliche Infos zur Bottroper Schulentwicklung und dem Schulentwicklungsplan -
Energiewende: Protestaktion um „5 vor 12“ in Bottrop
Musikalische Begleitung durch Liedermacher Klaus Lange
Am Samstag, 21. Mai 2011, fand am Berliner Platz um „5 vor 12“ die Protestaktion für eine Energieversorgung ohne Atomkraft statt. Prominenter Gastredner war der anerkannte NRW-Atomexperte Hans Christian Markert. Für die musikalische Begleitung sorgte der bekannte Bottroper Liedermacher Klaus Lange. Die Moderation der Veranstaltung lag bei Naëmi Fenske, Vorstandssprecherin der GRÜNEN Jugend und Vorstandsmitglied des Bottroper Kreisverbandes. Getragen wurde die Initiative gemeinsam vom Bottroper Kreisverband und der Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie der GRÜNEN Jugend Bottrop.
GRÜNE Unterschriftenaktion: NRW-Atomexperte Hans Christian Markert zu Gast
Die Organisatoren erläutern: „Mit dem Landtagsabgeordneten Hans Christian Markert unterstützte erstmals auch ein überregionaler Energieexperte die Bottroper Unterschriftensammlung „Unsere Stadt muss ATOMstromFREI werden!“. Wir sagen gemeinsam: „Atomkraft? NEIN danke!“ Dazu haben wir auch über die Möglichkeiten zum Ökostrombezug informiert. Die Protestaktion am Berliner Platz fand bewusst eine Woche vor den bundesweiten Großdemos in über 20 Städten statt. Am 28. Mai 2011 fand zum Beispiel in Essen ab 12.00 Uhr die Demo vom Kennedyplatz zum RWE-Tower statt.“
Die Bottroper Unterschriftenaktion für eine atomfreie, bezahlbare Energieversorgung wurde am 23. April 2011 in der InnovationCity Bottrop gestartet (Motto „Unsere Stadt muss ATOMstromFREI werden!“). Hierzu hat die Umweltpartei im Rahmen der Protestaktion am 21. Mai 2011 weitere Unterschriften gesammelt. Am Samstag, 7. Mai 2011, hatte ebenfalls bereits ein „Info-Stand“ stattgefunden. Zentrale Anlaufstelle für die Unterschriftensammlung ist während der üblichen Öffnungszeiten (montags 16.00 – 20.00 Uhr, mittwochs und freitags 9.30 – 12.30 Uhr) die Geschäftsstelle der GRÜNEN an der Osterfelder Straße 38 in der Bottroper Innenstadt. Die Unterschriftenlisten liegen daneben unter anderem auch in den Verkaufsräumen folgender Geschäfte aus: Dönerhaus Bottrop (Kirchhellener Straße 270), Spickermanns Bioladen (Im Fuhlenbrock 152), Vitaminkorb Van Dyck (Osterfelder Straße 115), Transfair-Copy-Eck (Prosperstraße 31) und Bio Bukes (Prosperstraße 55). (US, Mai 2011 – Aktualisierung Juni 2011)
- WAZ-Bericht „Unterschriftenaktion: Viele Fragen zum Ökostrom in Bottrop“ vom 25.04.2011 –
Bottrop: „Unsere Stadt muss ATOMstromFREI werden!“
Konsequenzen aus den Reaktorkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima ziehen: Unterschriftenaktion „Atomkraft? NEIN danke!“
Am 23. April 2011 startete die Bottroper Unterschriftenaktion „Unsere Stadt muss ATOMstromFREI werden!“ am Bottroper Pferdemarkt vor der Hauptstelle der Sparkasse Bottrop (Sparkassenvorplatz). Mit der Aktion sollen „vor Ort“ Konsequenzen aus den Reaktorkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima angestoßen werden. Getragen wird die Initiative vom Bottroper Kreisverband und der Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie der GRÜNEN Jugend Bottrop.
Startschuss: Für eine zukunftsfähige und bezahlbare Energieversorgung in Bottrop
Ulrich Schnirch, GRÜNER Sprecher im Bottroper Bau- und Verkehrsausschuss und GRÜNER Vertreter in der (nicht öffentlich tagenden) Bottroper Lenkungsgruppe Zukunft der Energieversorgung äußert dazu: „Wir wollen eine zukunftsfähige und damit atomfreie sowie bezahlbare Energieversorgung in der InnovationCity Bottrop: Wir sagen 25 Jahre nach dem Super-GAU in Tschernobyl aus Überzeugung: Atomkraft? NEIN danke!“ Dazu wird die Umweltpartei auch über die Möglichkeiten zum Ökostrombezug informieren. Aktuell sei bei vielen Menschen hier ein großes Interesse zu spüren - zumal Ökostromanbieter nicht selten sogar billiger seien.
Zum Hintergrund: In der Nacht vom 25. auf den 26. April 1986 ereignete sich im Block 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine, etwa 100 km nordöstlich der Millionenstadt Kiew, eine schwere Reaktorkatastrophe. In den darauf folgenden Tagen wurden große Mengen radioaktiver Stoffe in die Atmosphäre freigesetzt und mit den unterschiedlichen Luftströmungen je nach Wetterlage ungleichmäßig auch in unserer Region verteilt. 25 Jahre danach sorgt die Reaktorkatastrophe von Fukushima bei den Menschen in unserer Region erneut für Entsetzen. (US, April 2011 - Aktualisierung Mai 2011)
- WAZ-Bericht „Unterschriftenaktion: Viele Fragen zum Ökostrom in Bottrop“ vom 25.04.2011 –
Bottrop: GRÜNE fordern „Zero Emission Campus“ ein
Kritik der Bottroper Ratsfraktion: Fehlende Einbindung durch die Stadt schadet InnovationCity Bottrop – Lenkungsgruppe bleibt außen vor
Der stellvertretende Vorsitzende im Bottroper Bau- und Verkehrsausschuss Ulrich Schnirch (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) fordert die Umsetzung eines „Zero Emission Campus“ am Hochschulstandort Bottrop ein. Nach Recherchen Schnirchs bei der bündnisgrünen NRW-Landtagsfraktion laufen bisher auch die Aktivitäten auf landesministerieller Ebene auf einen CO2-freien Campus der Hochschule Ruhr-West hinaus. Die unzureichende Einbindung der Bottroper GRÜNEN durch die Stadt verhindere allerdings ein abgestimmtes Engagement für das Projekt InnovationCity Bottrop.
Zum Neubau der Hochschule Ruhr-West als „Zero Emission Campus“ erläutert Ulrich Schnirch, der auch GRÜNER Vertreter in der Bottroper Lenkungsgruppe InnovationCity ist: „Der für den Hochschulneubau zuständige Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW (BLB NRW) unterliegt der Fachaufsicht des NRW-Finanzministeriums. Fachtechnisch berät das NRW-Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr den BLB NRW in Abstimmung mit dem NRW-Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz. Gemeinsam loten die zuständigen Ministerien aktuell Möglichkeiten aus, ein CO2-freies Pilotprojekt in Bottrop zu realisieren.“ Wissen und Kontakte der aus den Ratsfraktionen gebildeten Lenkungsgruppe werden von der Verwaltung aber bisher nicht ernsthaft einbezogen.
Zum Hintergrund: Die Stadt Bottrop hat einen „Zero Emission Campus“ für den Hochschulneubau bei der Bewerbung für den (gewonnenen) Wettbewerb „Innovation City Ruhr“ im Projektgebiet konzipiert. Der zuständige BLB NRW hat, um funktionalen und architektonischen Anforderungen an den neuen Hochschulstandort gerecht zu werden, einen Architektenwettbewerb durchgeführt. Ende November 2010 fand hierzu die Jurysitzung statt. Für den Hochschulstandort Bottrop wurden zwei erste Plätze verliehen. Dazu äußert der stellvertretende Bauausschuss-Vorsitzende Schnirch: „Die beiden ersten Plätze waren hinsichtlich des Energiestandards weiter zu entwickeln, um einen InnovationCity-gerechten Standard (zum Beispiel Passivhausstandard) realisieren zu können. Ich habe den Eindruck, dass das Ziel eines CO2-freien Campus erreichbar ist. Es darf bei Entscheidungen aber auch der Mobilitätsbereich nicht vernachlässigt werden.“ (US, April 2011)
GRÜNE Kritik an Helmdebatte durch CDU-Initiative

- Ulrich Schnirch kritisiert Helmdebatte
GRÜNER Vertreter Ulrich Schnirch wendet sich gegen eine Helmpflicht für RadlerInnen – Prinzip der Freiwilligkeit
Der stellvertretende Vorsitzende im Bottroper Bau- und Verkehrsausschuss Ulrich Schnirch (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) spricht sich gegen eine Helmpflicht für RadlerInnen aus. Wie der Gesetzgeber, der eine Helmpflicht bisher mehrfach abgelehnt habe, setzt Schnirch beim Thema Fahrradhelm auf das Prinzip der Freiwilligkeit.
Dazu äußert Ulrich Schnirch, der auch der Ideengeber für den Bottroper Arbeitskreis Radverkehrsförderung aus Politik, Verwaltung und Verkehrsorganisationen war: „Wer es mit der Verkehrssicherheit für RadlerInnen ernst meint, muss vorrangig eine fahrradfreundlichere Verkehrsplanung betreiben, endlich die Benutzungspflicht miserabler und gefährlicher Radwege aufheben, unnötige Umlaufsperren an Radwanderwegen beseitigen, eine attraktive Radverkehrsinfrastruktur schaffen, die Wartezeiten an Ampeln für Pedalritter verkürzen und niedrigere Kfz-Geschwindigkeiten im Stadtverkehr durchsetzen. Je mehr Velos auf den Straßen unterwegs sind, desto mehr werden sie auch wahrgenommen.“ So werde Radfahren attraktiver und sicherer. Auch Kfz-Außenairbags oder Lkw-Assistenzsysteme, die bei Abbiegevorgängen automatisch bremsen, sobald Menschen gefährdet werden, seien sinnvoll.
Zum Hintergrund: Die Verkehrsminister von Bund und Ländern debattierten Anfang April 2011 bei ihrer Fachkonferenz in Potsdam über eine Helmpflicht für RadfahrerInnen. Der Thüringer Verkehrsminister Christian Carius (CDU) hatte hierzu das Thema Helmpflicht auf die Tagesordnung setzen lassen. Der stellvertretende Verkehrsausschussvorsitzende Schnirch kritisiert: „Obwohl eine Expertenkommission Ende 2010 abgeraten hat, eine Helmpflicht für RadlerInnen durchzusetzen, kommt dieser Vorstoß aus Thüringen, wo leider, anders als in Bottrop, relativ wenig Rad gefahren wird. Anstatt sich ernsthaft um mehr Verkehrssicherheit zu bemühen, werden Bekleidungsvorschriften diskutiert.“ So sei auch aus der Thüringer CDU die Idee einer flächendeckenden Warnwestenpflicht für RadfahrerInnen gekommen. Offenbar solle durch derartige Diskussionen die Verantwortung für Unfälle auf RadfahrerInnen abgewälzt werden. Pedalritter, die vor einen Lkw geraten, helfe aber weder ein Helm noch eine Warnweste, sondern ein automatisch ausgelöster Stillstand der Räder. (US, April 2011)
Bottroper GRÜNE zur Wohnungsbauförderung 2011
Das Urteil der GRÜNEN VertreterInnen Andrea Swoboda und Melanie Fraas: „Mies(er) Täuschungsversuch der Bottroper FDP“
Im März 2011 hat NRW-Bauminister Voigtsberger das neue Wohnungsbauförderungsprogramm des Landes im Ausschuss für Bauen und Verkehr des Landtags vorgestellt. Dies nahm der Bottroper FDP-Ratsherr Oliver Mies zum Anlass, der NRW-Koalitionsregierung von SPD und GRÜNEN unsoziale und kurz gedachte Kürzungswut vorzuwerfen (vgl. WAZ Bottrop vom 29.03.2011):
„Was für ein Mies(er) Täuschungsversuch des Bottroper FDP-Ratsherrn Oliver Mies“, urteilen die bündnisgrüne Ratsfrau und Bottroper Delegierte für den NRW-Landesparteitag Andrea Swoboda und die Sprecherin des Bottroper Kreisverbandes Melanie Fraas. „Die rot-grüne NRW-Landesregierung richtet die Förderpolitik endlich an sozial-ökologischen Kriterien aus. Die schwarz-gelbe Politik des Substanzverzehrs beim Wohnungsbauvermögen des Landes wird nun beendet und wieder auf ein nachhaltiges Wirtschaften umgestellt. Schwerpunkte liegen bei der energetischen Gebäudesanierung und beim sozialen Wohnungsbau.“
GRÜNE Kritik an NRW-Vorgängerregierung: „Schwarz-Gelb hat die Wohnraumförderung ausgeblutet“
Zum einen wurde als Gipfel der CDU-FDP-Abbruchpolitik in der sozialen Wohnraumförderung das Wohnungsbauvermögen des Landes in die NRW.BANK als haftendes Stammkapital integriert. Zum anderen wurde dem Wohnungsbauvermögen Lasten im Umfang von 150 Millionen Euro pro Jahr übertragen. Damit wurde einerseits der Haushalt des Finanzministers entlastet – auf der anderen Seite aber das Wohnungsbauvermögen massiv belastet. Weiterhin wurde von der schwarz-gelben Landesregierung 2007 die Ausgleichsabgabe abgeschafft hat. Folge: 35 Millionen Euro fehlen dem Landeswohnungsbauvermögen. Dem FDP-Ratsherr müsste bekannt sein, dass aus den jährlichen Überschüssen aus dem Wohnungsbauvermögen in den Jahren 2007 und 2008 zur Finanzierung des Grundstückfonds Mittel in einer Größenordnung von 44 Millionen Euro abgeschöpft wurden. So wurden Teile des Haushaltsplans des Bauministeriums aus dem Wohnungsbauvermögen finanziert und dieses Geld sozusagen damit dem Finanzminister überwiesen.
Deswegen ist auch der CDU-FDP-Antrag geradezu heuchlerisch, der die Überschrift "Klares Bekenntnis zur sozialen Wohnraumförderung ablegen: bedarfsgerechte soziale Wohnraumförderung in Nordrhein-Westfalen beibehalten". Hiernach sollen im NRW-Landeshaushalt mindestens 1 Milliarde Euro für den sozialen Wohnungsbau bereitgestellt werden. Vor dem Hintergrund, dass die abgewählte Landesregierung das Wohnungsbauvermögen durch Umschichtungen aus dem Landeshaushalt finanziell ausgetrocknet hat und schon vor der Wahl wusste, dass als Folge in den kommenden Jahren maximal 800 Mio. Euro zur Verfügung stehen können, war dieser Antrag ein schlechter Scherz und die Kritik von FDP-Ratsherr Mies ein Mies(er) Täuschungsversuch. (April 2011)
GRÜNE Bottrop: Aufruf zum Wechsel des Stromanbieters
Video zur GRÜNEN Protestaktion: „Wohin mit dem Atommüll?“ in der Bottroper Innenstadt online abrufbar - "Anti-Atom-Flashmob Bottrop" für atomfreien Strom
Das Video zur bündnisgrünen Protestaktion „Wohin mit dem Atommüll?“ in der Bottroper Innenstadt ist online abrufbar. Darauf macht Ulrich Schnirch, GRÜNER Ratsherr und Sprecher im Bottroper Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz aufmerksam. Gleichzeitig weist Schnirch darauf hin, dass „angesichts aktuell vielfach steigender Strompreise durch einen Anbieterwechsel die Möglichkeit besteht, zukünftig Geld zu sparen und gleichzeitig atomfreien Strom zu beziehen.“
Zum Hintergrund: Der Bottroper Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und die GRÜNE Jugend Bottrop haben gemeinsam gegen die Laufzeitverlängerung bei Atomkraftwerken und das ungelöste Endlager-Problem bei (noch mehr) atomarem Müll protestiert. Bei diesem von Kreisvorstandsmitglied Melanie Fraas organisierten "Anti-Atom-Flashmob" wurden symbolhaft Atommüllfässer von drei Personen in Strahlenschutzanzügen auf dem Berliner Platz abgestellt. Kurze Zeit später fielen dann nacheinander Menschen neben den Fässern zu Boden. Symbolisch sollte so auf die von Atommüll ausgehenden Gefahren aufmerksam gemacht werden. In einem über sieben Minuten langen Video ist die ungewöhnliche bündnisgrüne Protestaktion bei strömenden Regen in der Bottroper City mit näheren Informationen abrufbar. Alle Menschen in Alt-Bottrop, Kirchhellen und Umgebung sind aufgerufen, persönlich aktiv zu werden. (US, Dezember 2010, Abbildung: BUND NRW)
Zusatzinformation: Bei einem sog. "Flashmob" verabreden sich Menschen, die sich nicht unbedingt persönlich kennen, an einem bestimmten öffentlichen oder halböffentlichen Ort für einen guten Zweck zu scheinbar spontanen Aktionen. Teilweise dauert eine Aktion nur wenige Minuten.
- GRÜNER Flashmob Bottrop: „Wohin mit dem Atommüll“? -
- GRÜNE Fotos vom Anti-Atom-Flashmob Bottrop (Foto-Stream) -
- YouTube-Video vom Anti-Atom-Flashmob Bottrop (Video-Stream) -
"InnovationCity Bottrop": Haushalt später verabschieden
Die Bottroper Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat angeregt, die Verabschiedung des städtischen Haushaltes für das Jahr 2011 - ausnahmsweise - erst im Frühjahr 2011 (z. B. am 24. Mai 2011) vorzunehmen. Ursprünglich war beabsichtigt, den Haushaltsplanentwurf 2011 am 14. Dezember 2010 in den Rat der Stadt Bottrop einzubringen und ihn am 15. März 2011 zu verabschieden.
Zur Begründung erläutert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ulrich Schnirch von der Bottroper Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: „Die Stadt Bottrop steht als Gewinnerstadt beim Städtewettbewerb "InnovationCity Ruhr" vor spannenden, aber auch herausfordernden Jahren. Oberbürgermeister Bernd Tischler hat auf die von meiner Seite formulierten zentralen Fragen zur konkreten Ausgestaltung des vorliegenden Wettbewerbsbeitrages "InnovationCity Ruhr" in der Ratssitzung am 9. November 2010 um einen entsprechenden Zeitvorlauf gebeten. Dies gilt sicherlich auch für die haushaltstechnische Berücksichtigung von "InnovationCity Ruhr" im städtischen Haushaltsplanentwurf 2011.
Unabhängig hiervon hat die rot-grüne NRW-Landesregierung in Veröffentlichungen wiederholt deutlich gemacht, dass sie die Finanzprobleme der Kommunen konkret angehen will. Die Bottroper Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN verspricht sich davon eine gewisse Entlastung bei den bestehenden Finanzproblemen unserer Stadt. In diesem Zusammenhang soll auch der Leitfaden des NRW-Innenministeriums zur Haushaltssicherung reformiert und verschiedene Vorgaben im Sinne der Städte und Gemeinden entschärft werden."
Darüber hinaus seien aktuell unter anderem eine ganze Reihe von (Hilfs-)Maßnahmen in der Diskussion:
- Aktionsplan Finanzen (= Verbesserung der Finanzlage der Kommunen),
- NRW-Nachtragshaushalt 2010 (= Soforthilfe von rund 300 Mio. Euro im Rahmen des Gemeindefinanzierungsgesetzes),
- U-3-Betreuungsplätze (= Sofortmaßnahme von 150 Mio. Euro für den Ausbau),
- Konsolidierungshilfe (= Entlastung im Zusammenhang mit Liquiditätskrediten),
- Gemeindefinanzierungsgesetz 2011 (= ggf. höhere Gewichtung des Soziallastenansatzes),
- Abrechnung der Einheitslasten (= Zurückstellung der Abrechnung bis zur Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes NRW),
- Entlastung bei Sozialleistungen (= Einsatz der NRW-Landesregierung NRW auf Bundesebene für eine Entlastung der Kommunen und eine Evaluierung des Sozialpaktes Ost).
Die bündnisgrüne Fraktionsvorsitzende Andrea Swoboda ergänzt: "Mögliche Landesfinanzhilfen lassen sich aus unserer Sicht aktuell aber (noch) nicht in Haushaltsansätze umsetzen, weil sie vielfach noch relativ unbestimmt sind. Dies alles bringt erhebliche Unsicherheiten bei der Aufstellung des Bottroper Haushaltsplanes 2011 mit sich, da konkrete Zahlen des Landes NRW noch nicht vorliegen. Vor dem Hintergrund der dargestellten Unsicherheiten erscheint eine Verabschiedung der städtischen Haushaltsplanung 2011 im Mai 2011 sinnvoll und im Sinne der Haushaltsklarheit und Haushaltswahrheit auch erst möglich.“ (US, November 2010, Foto: Stadt Bottrop)
- InnovationCity Ruhr: GRÜNE Rede im Rat der Stadt Bottrop am 21.09.2010 -
- WAZ-Bericht „Wettbewerb Bottrop freut sich über großen Erfolg“ vom 04.11.2010 -
- WAZ-Bericht „Vorzeigeprojekt Bottrop : Innovation City soll Expo für Klimaschutz werden“ vom 04.11.2010 –
Kritische Wegbegleiterin der Bottroper Politik verstorben

- Sigrid Kniest wenige Tage vor ihrem plötzlichen Tod im Gespräch mit Holger Kreft vom Büro für zukunftsfähige Regionalentwicklung in Hattingen, dem Moderator des Bottroper Projektes Nachhaltiges Flächenmanagement
Trauer: Öffentliches Gedenken für die sehr engagierte Bottroper Einwohnerin Sigrid Kniest am 22. Oktober 2010
Sigrid Kniest, die parteilose Mitbegründerin der Lokalen Agenda 21 und der Baum- und Grünschutzinitiative (BGI) in Bottrop, ist plötzlich und unerwartet in Folge einer Hirnblutung verstorben. Als kritische und mahnende Wegbegleiterin der Bottroper Politik im Sinne nachhaltiger Entwicklungen war Sigrid Kniest ein fester Bestandteil bürgernaher Prozesse in Bottrop. Neben ihrer freiberuflichen Tätigkeit als Bildungsreferentin und psychologische Beraterin war ihre Mitwirkung im Team des Familienzentrums Heilige Familie Grafenwald sehr geschätzt.
Im Mittelpunkt ihres gesellschaftspolitischen Engagements stand stets die Projekt- und Netzwerkarbeit. Die am 28. November 1956 geborene Sigrid Kniest war aktives Mitglied in der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e. V., der Bottroper Projektgruppe Nachhaltiges Flächenmanagement, dem Gelsenkirchener Arbeitskreis Konsum und Lebensstile sowie weiteren Bürgerinitiativen und Netzwerken. Im Rahmen der Lokale Agenda 21 hat sie sich für die Förderung der Trauer- und Bestattung(s)Kultur in Bottrop verdient gemacht. Die BGI-Teilnahme zum 25-jährigen Jubiläum der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW unter dem Motto „Nachhaltigkeit in der Region“ hat sie noch im September 2010 erfolgreich mit organisiert. Die Urnenbestattung erfolgte im Rahmen einer maßgeblich von der Bottroperin Sigrid Lange organisierten, öffentlichen Gedenkveranstaltung für Sigrid Kniest am 22. Oktober 2010 in der Trauerhalle auf dem Bottroper Parkfriedhof an der Hans-Böckler-Straße. Einhelliger Tenor der Trauergäste, darunter auch Repräsentanten von Bottroper Ratsparteien, aus Natur- und Umweltverbänden sowie zahlreiche auswärtige Netzwerker: "Sigrid Kniest wird uns fehlen!" (US, September 2010 - Aktualisierung Oktober 2010)
Verwaltung: Fällung aller Bäume an Osterfelder Straße!
Osterfelder Straße: Bottroper Stadtverwaltung schlägt die Fällung aller 93 Straßenbäume vor - GRÜNE Unterschriftenaktion wird bis August 2010 weitergeführt - Bisher 534 UnterstützerInnen - Bürgerversammlung soll im September oder Oktober 2010 stattfinden
Die Bottroper Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist entsetzt über den Vorschlag der Stadt, alle 93 Bäume an der Osterfelder Straße zwischen Heidenheck und Peterstraße zu fällen. „Ich habe im interfraktionellen Gespräch aller Ratsparteien am 8. Juli 2010 erst einmal nachgefragt, ob ich das richtig verstanden habe“, berichtet Ulrich Schnirch, bündnisgrüner Ratsherr und stellvertretender Vorsitzender des Bau- und Verkehrsausschusses. Dies wurde aber von der Verwaltung unter der Führung des Technischen Beigeordneten Norbert Höving, der akuell noch in Borken wohnt, in der gut einstündigen Runde im Rathaus bestätigt. Grund genug für eine erste Bilanz der GRÜNEN Unterschriftenaktion (Stand 10.07.2010): „Unsere Aktion wird bereits von mehr als 530 UnterstützerInnen getragen. Wir machen weiter und fordern die Verwaltung auf, gemeinsam an Alternativen mitzuwirken, die den Erhalt möglichst vieler Linden in der City ermöglichen. Die Bauarbeiten in den 80er Jahren an der Aegidistraße zeigen, dass dies möglich ist“, so Schnirch.
Der bündnisgrüne Ratsherr Ulrich Schnirch erläutert zu der verwaltungsseitig vorgeschlagenen Fällung des gesamten Baumbestandes an der Landesstraße L 511 zwischen Heidenheck und Peterstraße: „Nach Darstellung der Stadtverwaltung müssen 40 Straßenbäume an der Osterfelder Straße gefällt werden, da sie angeblich nicht mehr standsicher sind, sechs Bäume sollen weichen, weil sie im Bereich von Hauszufahrten stehen, weitere 17 sollen dem Kanalbau und die übrigen 30 Bäume dem Straßenbau zum Opfer fallen. Eine Neupflanzung ist nach dem Straßenbau zwar vorgesehen, doch drohen die ökologischen Effekte und die Ästhetik der heutigen Allee für viele Jahre verloren zu gehen. Auch führt dies zu Wertverlusten in der städtischen Bilanz. Leider wurden hierzu (noch) keine echten Alternativen vorgestellt, wie dies in der städtischen Einladung für das interfraktionelle Gespräch in Aussicht gestellt worden war. Die Durchführung der Bürgerversammlung für Anlieger und die interessierte Öffentlichkeit wurde für September oder Oktober 2010 vereinbart.“ (US, Juli 2010)
Die Umweltpartei führt die seit 14. Juni 2010 sehr erfolgreich laufende GRÜNE Unterschriftenaktion für baumschonende Tiefbauarbeiten und den Erhalt möglichst vieler Linden an der Osterfelder Straße bis August 2010 fort. Zentrale Anlaufstelle ist die GRÜNE Geschäftsstelle an der Osterfelder Straße 38 in der Bottroper Innenstadt (Öffnungszeiten: montags 16.00 – 21.00 Uhr, mittwochs und freitags 9.30 – 12.30 Uhr). Weitere Unterschriftenlisten liegen in den Kiosken, mehreren Ladenlokalen und der Pizzeria an der Osterfelder Straße aus!
- WAZ-Beitrag „Osterfelder: .. an einen Tisch für .. Bäume“ vom 7. Juli 2010 –
- GRÜNE Aktion: „Unsere Osterfelder Straße muss GRÜN bleiben!“ -
- Bezirk Bottrop-Mitte: Straßenbäume an der Osterfelder Straße erhalten! -
GSB reagiert auf Kritik an alten Veranstaltungshinweisen
Online-Auftritt der Stadtmarketing-Gesellschaft Bottrop: Wenig aktuelle Infos abrufbar
Die Bottroper Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bemängelt die teilweise veralteten Internet-Hinweise zu Veranstaltungen der Gesellschaft für Stadtmarketing Bottrop (GSB). Interessierten, die Informationen über bevorstehende Aktionen im Bottroper Stadtgebiet suchen, werde dies durch die seit Jahren defizitäre Stadtmarketing-Gesellschaft GSB unnötig erschwert. So verfehle die 2002 gegründete städtische Mehrbeteiligung das Ziel, eine bessere Wettbewerbssituation für Bottrop gegenüber den Nachbarstädten herzustellen und den Bekanntheitsgrad über die Stadtgrenzen hinaus zu erhöhen.
Ulrich Schnirch, bündnisgrüner Ratsherr nennt einige Beispiele von der GSB-Homepage www.marketing-bottrop.de mit Stand 24. Mai 2010: „Obwohl bereits nahezu fünf Monate des Jahres 2010 vergangen waren, wurde der Veranstaltungskalender 2009 unter der Rubrik „Veranstaltungen/Stadt-Events“ immer noch als „aktuell“ präsentiert. Der Veranstaltungskalender 2010 war dort dagegen nicht abrufbar. Veranstaltungstipps für die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010, die laut GSB angeblich immer mittwochs für die kommenden 10 Tage aktualisiert werden, wiesen noch auf alte „Tagestipps“ vom 12.03.2010 bis 21.03.2010 hin. Gesundheitsinteressierte wurden immer noch eingeladen, zum Bottroper Gesundheitstag am 8. Mai 2010 zu kommen, obwohl dieser bereits zwei Wochen vorher stattgefunden hatte. Und zum Bottroper Stadtfest vom 28. bis 30. Mai 2010 wurden auf der GSB-Startseite lediglich „Infos in Kürze“ angekündigt und das alte Programm 2009 im Detail angeboten.“ Diese Mängel habe die GSB erst nach der öffentlichen GRÜNEN Kritik behoben. Weitere Fehler und strukturelle Schwachpunkte seien dagegen bisher nicht beseitigt worden.
„Je umfangreicher der Internet-Auftritt ist, umso schwieriger wird es zweifelsfrei, diesen aktuell zu halten“, räumt GRÜNEN-Vertreter Ulrich Schnirch offen ein. Aus diesem Grund habe er der GSB auch bereits persönlich Hinweise auf veraltete oder irreführende Internet-Inhalte gegeben. „An eine professionelle GSB-Internet-Präsentation müssen allerdings relativ hohe Ansprüche gestellt werden, wenn hieraus ein positiver Imageeffekt für die Stadt in der Region entstehen soll“, so Schnirch. Der GSB-Aufsichtsratsvorsitzende Hermann Hirschfelder habe hier seit Jahren versäumt, einen praktikablen Gesellschaftsauftrag zu formulieren. Nur damit könne GSB-Geschäftsführerin Martina Rudziok aber die nötigen organisatorischen Akzente setzen. Hirschfelder rede dagegen, trotz des Defizits von über 300.000 Euro pro Jahr, immer nur über (noch mehr) Geld für die Marketing-GmbH. (US, Mai 2010 - Aktualisierung Juni 2010)
Bottroper GRÜNE unterstützen Bürgeraktion zur RuhrStadt
GRÜNE empfingen die Fahne „RuhrStadtBottrop“ vor dem Rathaus am 20. Mai 2010: „Bottrop ist Teil der Metropolregion Ruhrgebiet“
Bottrop wird die Herausforderungen der Zukunft nicht alleine, sondern nur als Teil der Metropole Ruhr bewältigen können. Diese Herausforderungen übersteigen die Kräfte einzelner Städte und sind mit dem traditionellen Kirchturmdenken nicht zu bewältigen. Hier muss das Ruhrgebiet als Ganzes handeln können. Daher ist eine weitere Stärkung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) als Klammer der 11 kreisfreien sowie 42 kreisangehörigen Städte in vier Landkreisen notwendig.
Dazu äußert Andrea Swoboda, Vorsitzende der GRÜNEN Ratsfraktion Bottrop und Sprecherin des GRÜNEN Bezirksverbandes Ruhr: „Ich bin eine große Freundin der kommunalen Selbstverwaltung, aber die endet an den Stadtgrenzen. Auch der kommunale ÖPNV endet dort. Eine regionale Mobilitätsplanung und Verkehrsentwicklung gibt es nicht. Eine wichtige Herausforderung für die Region Ruhr ist es jedoch, Mobilität nachhaltig zu sichern. Das Ruhrgebiet braucht somit eine eigene Regionalplanung, Mobilitätspolitik und Wirtschaftsförderung, dazu kommen noch Tourismus und Regionalmarketing. Was das Ruhrgebiet nicht braucht, das sind Diskussionsrunden von Dezernenten, die sich bei Konflikten selbst blockieren. Wir GRÜNE haben der Initiative darum unsere Unterstützung zugesichert.“
Und die Bottroper Vorstandsbeisitzerin Melanie Fraas, die neben Andrea Swoboda bei der Fahnenübergabe am 20. Mai 2010 vor dem Rathaus anwesend war, ergänzt: „Wir GRÜNE stehen für eine regionale Vernetzung und wollen den Regionalverband Ruhr zur Region Ruhr weiterentwickeln, die dort, wo es sinnvoll ist, staatliche sowie kommunale Aufgaben bündelt und durch direkte Wahlen legitimiert wird. Die Metropole Ruhr braucht endlich die gleichen Strukturen wie dies in erfolgreichen Regionen wie Hannover, Frankfurt und Stuttgart bereits seit Jahren der Fall ist. Die Bürgeraktion zur RuhrStadt greift diese Ideen auf und wird auch mit unserer Hilfe eine Diskussion in Gang setzen.“ (US, Mai 2010)
- Bürgeraktion RuhrStadt: "Wir gründen Deutschlands grösste Stadt" -
- WAZ-Bericht "Bürgeraktion: Viele Städte wollen Ruhrstadt-Flagge nicht" vom 20. Mai 2010 -
Ökostrom-Initiative trotz CDU-Ablehnung erfolgreich
Ausschuss: Wettbewerb und Punktesystem in Bottrop
Die Bottroper Ratsfraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und ödp haben mit ihren gemeinsamen Initiativen im örtlichen Bau- und Verkehrsausschuss weitere Erfolge beim Einsatz für Ökostrom erreicht.
Das für den Stromeinkauf von der Verwaltung vorgeschlagene Punktesystem wurde mit deutlich höheren Anforderungen beschlossen. Gleichzeitig wurde die Verwaltung auf Antrag von GRÜNEN und ödp beauftragt, zukünftig größtmöglichen Wettbewerb bei der Ausschreibung des städtischen Strombezugs zu gewährleisten. Zuvor hatten die Fraktionen von GRÜNEN und ödp mit ihrer wiederholten gemeinsamen Kritik bereits erreicht, dass die Ausschreibungsmodalitäten für den Stromeinkauf durch die Stadt Bottrop teilweise überarbeitet wurden. (US, Februar 2010)
- Ausführliche Informationen über die Chancen für mehr Ökostrom in Bottrop -
RVR: Andrea Swoboda fordert „grüne Metropole Ruhr“
GRÜNE RVR-Fraktion konstituiert - Vorsitzender bleibt Martin Tönnes
Leicht verstärkt gegenüber den vergangenen fünf Jahren hat sich die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Verbandsversammlung des Regionalverbands Ruhr (RVR) zusammengefunden. Mit einem einstimmigen Votum wurde der Dortmunder Martin Tönnes als Vorsitzender der Fraktion wiedergewählt.
Durch das hervorragende Ergebnis der GRÜNEN bei den Kommunalwahlen wächst die Fraktion im RVR um ein Mandat. Die GRÜNE Fraktion im RVR zeichnet sich durch hohe personelle Kontinuität aus: Alle bisherigen Mitglieder werden auch in der neuen Wahlperiode der Fraktion angehören. Neu hinzugekommen ist die Duisburger Ratsfrau Claudia Leiße. Eröffnet und geleitet wurde die konstituierende Sitzung durch die Bottroperin Andrea Swoboda, die Sprecherin der Ruhr-GRÜNEN und Vorsitzende der GRÜNEN Ratsfraktion in Bottrop. Sie drückte ihre Freude über die gestärkte RVR-Fraktion aus und wünschte den Mitgliedern gutes Gelingen bei ihrer Arbeit für eine starke und grüne Metropole Ruhr.
Die Mitglieder wählten dann einstimmig den Dortmunder Martin Tönnes zum Vorsitzenden. Tönnes, der auch in der abgelaufenen Wahlperiode die Fraktion geführt hat, bedankte sich für das Vertrauen: „Ich freue mich darauf, gemeinsam in einem starken Fraktionsteam die vielen Initiativen des rot-grünen Kooperationsvertrages umzusetzen. Wir werden unsere Kräfte dazu nutzen, dass sich die drittgrößte Metropolregion Europas sozial, ökologisch und lebenswert weiter entwickelt und nach außen als einheitliche Region auftritt.“ Anschließend nominierte die Fraktion ihre VertreterInnen in den Ausschüssen sowie den Verwaltungs- und Aufsichtsräten, an denen der Verband beteiligt ist. Erstmalig werden in jedem dieser Gremien BÜNDNISGRÜNE vertreten sein. Als stellvertretenden Vorsitzenden der Verbandsversammlung und als Vorsitzenden des Umweltausschusses schlagen die GRÜNEN Herbert Goldmann aus dem Kreis Unna vor, der diese Ämter auch bisher innehatte. (US, Januar 2010)
GRÜNE: "Katastrophe für Bottroper City abgewendet"

- Ulrich Schnirch
Insolvenzplan: Karstadt-Haus bleibt Bottrop erhalten
Die Bottroper Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zeigt sich erfreut über die Entscheidung des Karstadt-Insolvenzverwalters, das Bottroper Karstadt-Warenhaus dauerhaft erhalten zu wollen. Nach Angaben der Insolvenzverwaltung des Warenhauskonzerns Karstadt sollen bundesweit insgesamt 120 Warenhäuser, Sporthäuser und Schnäppchencenter fortgeführt werden, darunter auch das Bottroper Karstadt-Warenhaus an der Hansastraße 7. Lange Zeit war unklar, ob das Bottroper Haus geschlossen wird.
Dazu Ulrich Schnirch, GRÜNEN-Sprecher in der Projektgruppe Innenstadt: "Es wäre eine Katastrophe für die Bottroper City gewesen, wenn fast 11.000 qm mitten im Stadtkern auf vier Etagen geschlossen worden wären. Insbesondere dank des großen Engagements der Beschäftigten wird dies - nach der noch erforderlichen Zustimmung der Gläubigerversammlung im Januar 2010 - hoffentlich dauerhaft Geschichte sein." Es gelte nun, die Bemühungen um eine Stärkung der Bottroper City konsequent fortzusetzen. Hierzu müsse aber auch eine baldige Revitalisierung des Hansa-Zentrums als zentrale Verbindung zwischen "Kaufland", dem "Spangengebäude" entlang des Berliner Platzes und dem angestammten Einzelhandel gehören.
Hintergrund: Rudolph Karstadt gründete sein erstes Warenhaus im Mai 1881 in Wismar. Die insolvente Karstadt Warenhaus GmbH ist eine hundertprozentige Konzerngesellschaft der ebenfalls insolventen Arcandor AG. Karstadt hat nach eigenen Angaben einen Marktanteil am deutschen Kauf- und Warenhausgeschäft von 38 Prozent. Die Marke Karstadt ist eine der stärksten deutschen Marken. Sie hat nach Angaben von Arcandor einen Bekanntheitsgrad von 92 Prozent. (US, Dezember 2009 – Aktualisierung Dezember 2009)
GRÜNE zur Grippe H1N1 und Schulschließungen

Stellungnahme der Bottroper Fraktion im Stadtrat zu Online-Stimmen bei DerWesten.de zum Thema „Schweinegrippe“
Die zeitweise Schließung von Bottroper Schulen wegen der H1N1-Grippe ist aus der Sicht der örtlichen Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN durchaus angemessen.
Zum einen wird die Gefährlichkeit dieser Grippe international und national unterschiedlich beurteilt, wobei die warnenden Stimmen überwiegen. Schon deshalb ist eine vorübergehende Schulschließung nicht abwegig, um Verbreitungspfade zu sperren. Zum anderen haben auch andere Städte entsprechende Vorsichtsmaßregeln ergriffen. So hat z. B. die Stadt Essen schwangere Lehrerinnen nach Auftreten eines Schweinegrippenfalls an der Schule vom Unterricht beurlaubt.
Die kritischen Stimmen „Panikmache“ sind also nicht gerechtfertigt. Auch bei Fällen von Gehirnhautentzündung und offener TBC werden ganze Schulen beurlaubt. Man hätte die Eltern allerdings besser informieren müssen, um Kontakte der SchülerInnen, zum Beispiel zu Kindergärten und anderen öffentlichen Institutionen, zu vermeiden. Denn das ist nichts anderes als ein zu sorgloser Umgang mit den Ansteckungsgefahren. (US, November 2009)
Hansa-Zentrum: GRÜNE Kritik an "Wählertäuschung"
Dortmunder Verhältnisse in Bottrop: Wahrheit über Mega-Spielhalle im Hansa-Zentrum kommt erst nach der Wahl heraus
Die Bottroper Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sieht die jüngste Entwicklung beim Innenstadt-Center Hansa-Zentrum überaus kritisch und bemängelt die Informationspolitik und das nachlässige Vorgehen der örtlichen Stadtspitze.
"Es ist fast ein Jahr her, dass wir GRÜNEN die fehlende Information der zuständigen Ratsgremien durch den bisherigen Oberbürgermeister Peter Noetzel und den Baudezernenten Bernd Tischler kritisiert haben. Auch damals wurden Rückschläge in der Innenstadt leise unter dem Tisch gehalten", kritisiert die bündnisgrüne Fraktionssprecherin Andrea Swoboda die Stadtspitze. Im Dezember 2008 hatten die GRÜNEN im Stadtrat vergeblich gefordert, Lösungen für die seit Jahren angekündigte Revitalisierung des Hansa-Zentrums vorzustellen und negative wirtschaftliche Folgen auf den City-Handel zu minimieren.
Als Oberbürgermeister-Kandidatin der Bottroper GRÜNEN bei der Kommunalwahl am 30. August 2009 fällt die Kritik von Andrea Swoboda gerade am zukünftigen Oberbürgermeister und Noch-Baudezernenten Bernd Tischler besonders hart aus: "Bei fast jeder Diskussionsrunde der Oberbürgermeister-KandidatInnen wurde das Thema Innenstadtgestaltung und Hansa-Zentrum angesprochen. Jedes Mal war die Reaktion des SPD-Kandidaten, "Ich bin zuversichtlich, dass das Hansa-Zentrum bald revitalisiert wird". Und dies, obwohl ihm persönlich und der SPD-/CDU-Führung das Scheitern der bisherigen Pläne für das Hansa-Zentrum hinlänglich bekannt war. Anders als ödp-Ratsherr Johannes Bombeck kann ich auch nicht nachvollziehen, dass diese Information aus wahltaktischen Gründen von Seiten des zukünftigen SPD-Oberbürgermeisters Bernd Tischler verschwiegen wurde. Das sind ja fast Dortmunder Verhältnisse: Die Wahrheit kommt erst nach der Kommunalwahl heraus."
Dazu ergänzt Ulrich Schnirch, bündnisgrüner Sprecher im Ratsausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz: "Das seit Monaten propagierte Prinzip Hoffnung beim Hansa-Zentrum ist gescheitert. GRÜNE Angebote, Hinweise und Vorschläge wurden leichtfertig in den Wind geschlagen. Ein rechtzeitiger Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan zum Hansa-Zentrum wurde grob fahrlässig versäumt. Die dauerhafte Ansiedlung einer Mega-Spielhalle mit 1.250 Quadratmetern in dieser zentralen City-Lage wurde dadurch erst ermöglicht. Dennoch wird - wider die Aussagen der Projektentwickler und Investoren - weiter behauptet, ein Komplettumbau des Hansa-Zentrums sei ohne Freiziehen aller Ladenlokale möglich."
Besonders kurios ist nach Ansicht der Bottroper GRÜNEN der Meinungswandel des ödp-Kreisvorsitzenden: "Noch im Dezember 2008 hat ödp-Ratsherr Bombeck im Stadtrat behauptet, die Möglichkeiten der Einflußnahme durch Oberbürgermeister, Baudezernent und Politik seien angeblich sehr begrenzt. Die Stadt könne lediglich optimale Bedingungen schaffen und sei sonst auf den Investor angewiesen. Nachdem im Hansa-Zentrum nun leider eine von uns GRÜNEN befürchtete Fehlentwicklung droht, fordert ödp-Ratsherr Bombeck dagegen, den nicht so ganz geringen Einfluss von Politik und Verwaltung zu nutzen und dem Investor klarzumachen, dass er seine Versprechungen zügig umsetzen soll", kann Fraktionssprecherin Andrea Swoboda nur noch den Kopf schütteln.
Richtig bleibe für die GRÜNEN aber, dass ohne Aufwertung des Hansa-Zentrums als zentrale Verbindung zwischen "Kaufland", dem "Spangengebäude" entlang des Berliner Platzes und dem angestammten Einzelhandel die Gefahr bestehe, dass die angestrebte Stärkung der Bottroper Innenstadt scheitere. (US, September 2009)
GRÜNE Bottrop fordern bessere Bürgerbeteiligung
„Mehr Bürgerbeteiligung in Bottrop bringt die Stadt und Politik mit ihren BürgerInnen näher zusammen. Mit einem Jugendparlament wollen wir gezielt Jugendlichen die Möglichkeit bieten, sich aktiv und unabhängig von Parteibüchern einzubringen und direkt mitzubestimmen.“
Andrea Swoboda (Bottroper Sprecherin der Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. August 2009)
Personalpolitik der Stadt gehört auf den Prüfstand

- Andreas Klodt
Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist die Diskussion um die Nebentätigkeit des Leiters des städtischen Personalamtes noch nicht beendet. Als solche sei die Genehmigung einer Nebentätigkeit des Amtsleiters Hans-Georg Grimm als privater Arbeitsvermittler zwar juristisch vielleicht noch vertretbar, gesellschaftlich aber nicht hinnehmbar, meint dazu Andreas Klodt, Fraktionssprecher der Bottroper GRÜNEN. Wenn in der Öffentlichkeit der Verdacht der „Kungelei“ laut werde, weil der Leiter des Personalamtes, zugleich früherer Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Bottrop und verbandelt mit der stellvertretenen Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft „Arbeit für Bottrop“ (AfB), eine private Arbeitsvermittlung betreibt, sei dies mehr als verständlich.
GRÜNEN-Fraktionssprecher Klodt fordert Offenlegung von Nebentätigkeiten
Unverständlich hingegen sei es, informiert Klodt weiter, wenn bei der Genehmigung der Nebentätigkeit durch Oberbürgermeister Peter Noetzel (SPD) eben dies nicht als Problem gesehen wurde. Die Außenwirkung eines solchen Vorgangs sei jedenfalls „katastrophal“, der Vertrauensschaden enorm. „Was wir brauchen ist Transparenz“, lautet die Forderung des bündnisgrünen Vertreters. In Anlehnung an die Ehrenordnung der Stadt Bottrop, die MandatsträgerInnen und Wahlbeamte verpflichtet, ihre (Neben-)Tätigkeiten öffentlich zu benennen, wollen die Bottroper GRÜNEN eine ähnliche Regelung auch für die leitenden MitarbeiterInnen der Stadtverwaltung mit einem Antrag für die Ratssitzung am 03.03.2009 durchsetzen. Sollte dies scheitern, wollen die GRÜNEN zumindest erreichen, dass der Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschuss über Nebentätigkeiten informiert wird. „Es kann nicht sein, dass die gewählten VertreterInnen der Bürgerinnen und Bürger erst über anonyme Schreiben und Presseberichte von solchen Vorgängen erfahren“, bringt Klodt die Position auf den Punkt. (Februar 2009)
Bergbau-Folgen: Ewigkeitskosten - wer soll zahlen?

- MdL Priggen war im Oktober 2008 "vor Ort"
GRÜNE: Höhere Abwassergebühren sind für Bürgerschaft nicht akzeptabel
Anlässlich des Baus eines Reinwasserkanals zur Entsorgung von Grund-, Drainage- und Niederschlagswasser in Grafenwald und Holthausen macht sich die begründete Sorge in der betroffenen Bevölkerung breit, wer hierfür die Kosten trägt. Am 9. Oktober 2008 stand der GRÜNE Landtagsabgeordnete Reiner Priggen auf Einladung des Bottroper Initiativkreises bergbaubetroffener Bürger e.V. (IBB) Rede und Antwort zu den Änderungen des Landeswassergesetz NRW vom 31. Dezember 2007. Nach Meinung des energiepolitischen Sprechers der GRÜNEN NRW-Landtagsfraktion Priggen sind bei der Festlegung der Ewigkeitskosten des Bergbaus die Instandhaltungskosten für Deiche und Kanäle nicht berücksichtigt worden. Diese müssen nach Meinung des Landtagsabgeordneten, der GRÜNEN Ratsfraktion in Bottrop und der GRÜNEN Bezirksvertreterin aus Kirchhellen von der Kohlestiftung als anfallende Ewigkeitskosten getragen werden.
GRÜNE: "Im März 2007 wollte niemand über die Finanzierung der Ewigkeitskosten reden"
Dazu die Bottroper Fraktionssprecherin Andrea Swoboda: "Nach Bekanntmachung der Kohlebeschlüsse von SPD und CDU zur Beendigung der Kohlesubventionen bis 2018 hat der Rat der Stadt Bottrop im März 2007 einen Entschließungsantrag dazu diskutiert und beschlossen. Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat damals – übrigens als einzige Fraktion - in die Diskussion schon einen Änderungsantrag zur Problematik der Ewigkeitskosten eingebracht." Der damalige Wortlaut: "Die Landesregierung muss die Kosten für die Unterhaltung und vor allem für die Erneuerung der bergbaubedingt erhöhten Deiche an der Emscher sowie alle anderen noch nicht berücksichtigten Ewigkeitslasten, die zweifelsfrei dem Bergbau zuzurechnen sind, auch in die von der Stiftung zu tragenden Ewigkeitslasten des Bergbaus aufnehmen." Bedauerlicherweise hat sich dieser Auffassung keine der anderen Fraktionen im Stadtrat angeschlossen. Im Gegenteil. Niemand wollte über Ewigkeitskosten reden und das in einer Bergbaustadt wie Bottrop. Die Bottroper GRÜNEN sind dennoch - wie der NRW-Landtagsabgeordnete Priggen - der Auffassung, dass der Anschluss an den neuen Reinwasserkanal eindeutig eine Folge des Bergbaus ist und deshalb den Bürgern auf keinen Fall in Rechnung gestellt werden darf. "Das sind Ewigkeitskosten", stellt Swoboda klar.
Offener Brief an OB: Beratung im Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschuss am 2. Dezember 2008
Die Bottroper Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat sich mit einem offenen Brief an Oberbürgermeister Peter Noetzel (SPD) mit der Bitte um eine möglichst kurzfristige öffentliche Stellungnahme gewandt. Darin wirft die Umweltpartei unter anderem folgende Fragestellungen auf:
- Welche Auswirkungen hat das neue Landeswassergesetz NRW auf die Abwassersatzung der Stadt Bottrop?
- Wann ist mit einer Beratung der Abwassersatzung in den politischen Gremien zu rechnen?
- Sollen den BürgerInnen in Grafenwald und Holthausen die durch bergbauliche Aktivitäten bedingten Mehrkosten für den Bau und die Unterhaltung des Reinwasserkanals aufgebürdet werden?
In mehreren Gesprächen mit der Bottroper Stadtverwaltung ist deutlich geworden, dass eine Stellungnahme nicht - wie von den Bottroper GRÜNEN ursprünglich gewünscht – umfassend in der Ratssitzung am 28. Oktober 2008 behandelt werden kann. Das Thema sei zu komplex, in Aussicht wurde unter Vorbehalt ein einführender Abriss vom Oberbürgermeister gestellt. Im Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschuss am 2. Dezember 2008 soll das Thema aber auf jeden Fall auf der Tagesordnung stehen. Dort soll dann auch ein Bürgerantrag nach § 24 Gemeindeordnung NRW vom örtlichen Initiativkreis bergbaubetroffener BürgerInnen - IBB e. V. berücksichtigt werden. Andrea Swoboda: "Auf kurz oder lang müssen sich auch alle anderen Fraktionen mit den negativen Folgen des Bergbaus beschäftigen. Anscheinend schneller als allen lieb ist." (US, Oktober 2008)
Standort Bottrop: GRÜNE planen für die Zukunft

Bottrops Vergangenheit hat Potentiale für die Zukunft
Die Bottroper GRÜNEN stellen sich der Herausforderung des örtlichen Projektes „Zukunftsstandort Bottrop“, das der Rat der Stadt einstimmig im Jahr 2007 beschlossen hat.
„Die Zukunft Bottrops hat viele Gesichter, die frühzeitig erkannt und benannt werden müssen, um sie aktiv und offensiv gestalten zu können“, erläutern die bündnisgrünen FraktionssprecherInnen Andrea Swoboda und Andreas Klodt. Die wirtschaftliche Situation Bottrops ist für die Frage der Zukunftsfähigkeit dieser Stadt von zentraler Bedeutung. Was hat die Stadt und ihre Menschen zu bieten? Welche Chancen stecken in uns allen und in unserer Region, die aktiver gefördert werden müssen? Und wie sollte diese Förderung aussehen? Reicht das Engagement wirklich aus, das die Stadtverwaltung Bottrop und Oberbürgermeister Peter Noetzel im Bereich Wasserstofftechnik angekündigt haben, um das Ziel eines „Wasserstoffparks Bottrop“ zu verwirklichen? Die Bottroper GRÜNEN sehen dies äußerst skeptisch.
Bottrops Zukunft hat Vergangenheit - die RAG
Die GRÜNEN haben ihre aktuelle Bestandsaufnahme im Bereich Wirtschaft begonnen und suchen seit Anfang Juni 2008 den Dialog mit VertreterInnen ansässiger Unternehmen und ArbeitnehmerInnen vor Ort. Das Spektrum ist dabei bewusst breit angelegt. Ein Besuch bei der RAG Deutsche Steinkohle AG am 2. Juni 2008 war dabei für die GRÜNEN ein angemessener Bottroper Auftakt für dieses zentrale Thema. Mit einer Grubenfahrt in Schacht 10 des Bergwerks Prosper-Haniel stellten sie sich dem konkreten Alltag unter Tage. Eingebettet war die Grubenfahrt in den Dialog mit der Werksleitung, so dass vordringliche Fragen der Zukunft diskutiert werden konnten.
Da bei Beratungen in den politischen Gremien der Stadt Bottrop über den Bergbau nicht selten mehr Fragen als Antworten als Ergebnis bleiben und oft genug dort nicht sachlich diskutiert wird, haben wir den direkten Dialog mit der RAG gesucht und einen ersten Einstieg gefunden, den wir weiter ausbauen werden“, erläutern Andrea Swoboda und Andreas Klodt. Bei diesem Gespräch vor Ort waren die Themen Arbeits- und Ausbildungsplätze, Wirtschaftlichkeit der heimischen Steinkohle, der Beschluss der schwarz-roten Bundesregierung zum Ende der Steinkohle-Subventionen im Jahr 2018 und die Revisionsklausel im Jahr 2012, der Umgang mit den nach dem Jahr 2018 freiwerdenden Flächen und die Bergschäden sowie Ewigkeitskosten von zentraler Bedeutung für die Bottroper GRÜNEN. Auch die Rolle der RAG-Stiftung war dabei von erheblichem Interesse, da von dieser die Verwaltung und Vermarktung brachliegender Kohleflächen und die Übernahme der Ewigkeitskosten des Bergbaus erwartet wird. Dass sich der Börsengang des „weißen“ RAG-Bereiches verzögert, wurde dabei mehr als kritisch gesehen.
GRÜNE Bottrop: „Wir müssen die Potentiale der Vergangenheit erkennen und in die Zukunft mitnehmen“
Die Revisionsklausel 2012 wird in Bottrop ernster genommen als der eigentliche Beschluss zum Ende der Subventionen für den Bergbau 2018. Der steigende Weltmarktpreis für Kraftwerkskohle bietet Raum für Spekulationen über eine Fortführung der Produktion. Diese Tunnelsicht hat jedoch nach Meinung der GRÜNEN negative Auswirkungen. So liegt zum Beispiel kein Ausstiegsszenario bis 2018 für den Fall vor, dass die Revisionsklausel 2012 nicht greift. Mit dieser Leugnung des Beschlusses tut sich der Bergbau und in erster Linie seinen MitarbeiterInnen keinen Gefallen. Dazu kommt, dass Bottrop damit weiterhin in Unsicherheit gelassen wird und nicht vernünftig planen kann.
Die Stadt und die Zulieferbetriebe müssen sich auf die Zeit nach 2018 vorbereiten können. Auch diejenigen gut ausgebildeten Bergleute, die in andere Bereiche, wo Facharbeiter gesucht werden, wechseln würden, wenn sie Klarheit hätten, dass es an ihrem Standort keine dauerhafte Perspektive gibt, werden so in die Irre geführt. Auch neue Gedanken zur Wiederverwertung der Flächen können so nicht - noch nicht einmal theoretisch - gedacht und überlegt werden. Durch diese Sicht bleiben auch Potentiale ungenutzt: "Zu langsam und zu schwerfällig werden die Möglichkeiten der Nutzung regenerativer Energien, wie etwa die Geothermie durch die RAG erkannt. Das heiße Grubenwasser mit 43° C zum Beispiel bleibt energetisch ungenutzt. Dass die Stadt Bottrop unweit von Schacht 10 eine Geothermie-Siedlung in Planung hat, war der Werksleitung bis dahin offenbar unbekannt." Nach Meinung der Bottroper GRÜNEN muss Bottrop zukunftsfähig gestaltet werden. Die RAG muss dabei ein zuverlässiger Partner sein, der sich dieser "neuen" Zukunft mehr öffnen muss. (US, Mai 2008 - Aktualisierung Juni 2008)
GRÜNE boykottieren den Neujahrsempfang 2008

"Umweltverträgliche Energieversorgung ist mit RWE nicht zu erreichen" - Stein des Anstoßes ist der Gastredner Dr. Jürgen Großmann (RWE AG)
BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN aus dem Stadtrat und den drei örtlichen Bezirksvertretungen haben nach eingehender Beratung ihre Teilnahme am Neujahrsempfang 2008 der Stadt Bottrop, zu dem für den 29. Januar 2008 in der "PRISMA Nachterlebniswelt" (Jugendkombihaus) eingeladen war, abgesagt. Sie wollen mit dem Boykott des Empfangs auf ein zentrales Problem in der Energie- und Klimapolitik in Nordrhein-Westfalen (NRW) aufmerksam machen. Das Problem heißt: RWE.
RWE: Zentrales Problem in der Energie- und Klimapolitik NRW
Andrea Swoboda, bündnisgrüne Fraktionssprecherin im Bottroper Stadtrat, dazu: "Ein Drittel aller CO2-Emissionen in NRW kommen aus den Braunkohlekraftwerken von RWE. Doch statt diesen Anteil zu reduzieren, will der Energiekonzern in den nächsten Jahren seine Braunkohlekraftwerkskapazität sogar noch ausbauen. Das ist mit den Klimaschutzzielen der Bundesregierung nicht im Ansatz vereinbar. RWE betreibt so Gewinnmaximierung auf Kosten des Klimas. In der Energie- und Klimapolitik hat Nordrhein-Westfalen ein zentrales Problem: RWE."
GRÜNE fordern Offenheit von RWE-Konzernchef Großmann
Am 30. März 2006 hatte der RWE-Konzern mit großem öffentlichem Tam-Tam die Errichtung eines CO2-freien Kohlekraftwerks mit 450 Megawatt Leistung angekündigt, dass ab dem Jahr 2014 Strom liefern soll. Eine Standortentscheidung sollte nach der RWE-Ankündigung in der zweiten Jahreshälfte 2007 erfolgen. Andrea Swoboda: "Die zweite Jahreshälfte 2007 ist um, und man fragt sich, wo denn nun die angekündigte Standortentscheidung bleibt. Ganz offensichtlich war die Ankündigung zum Bau eines CO2-freien Kraftwerks nicht mehr als ein PR-Gag, um politisch den Weg für andere, klimaschädliche Kohlekraftwerke freizumachen. Bisher ist das CO2-freie Kraftwerk nämlich nicht mehr als Fata Morgana: Weder ist die Technik vorhanden noch ist klar, wie und wo das abgeschiedene CO2 gelagert werden könnte. Klar ist nur, dass der Strom aus solchen Kraftwerken erheblich teurer als etwa Windstrom sein wird. RWE-Chef Großmann sollte mit der neuen Offenheit des Konzerns ernst machen und der Öffentlichkeit eingestehen, dass das Projekt nur eine PR-Veranstaltung war."
GRÜNE Kritik: RWE-Strompreiserhöhung – Sozialtarif abgelehnt
Die drastischen Strompreiserhöhungen unter anderem von RWE sind Folge des mangelnden Wettbewerbs in der Strombranche. Generell wurden die Chancen der erneuerbaren Energien und des ökologischen Investments von den vier großen Strom-Konzernen RWE, EnBW, Vattenfall und E.ON, die in Deutschland 90 Prozent der Energie erzeugen, missachtet. Erneuerbare Energien bieten dagegen einen zukunftsweisenden Weg. Anstatt ihre Gewinne vorwiegend zu nutzen, um andere Energieversorger aufzukaufen und so ihre Oligopolmacht zu stärken, müssen auch die großen vier Energiekonzerne deutlich verstärkt in erneuerbare Energien investieren. Sonst zahlen - wie bisher - die Verbraucherinnen und Verbraucher die Zeche. Die Forderung der GRÜNEN nach einem Sozialtarif bei der RWE-Tochtergesellschaft Emscher Lippe Energie GmbH (ELE), um sozialschwache Menschen wenigstens zu entlasten, ist bisher am Widerstand der ELE-Geschäftsführung gescheitert. Deswegen brauchen wir eine wirksame Entflechtung des Strommarktes und verstärkte Investitionen in erneuerbare Energien. (US, Januar 2008)
Haushalt 2008: "Bottrop - Zukunftsfähig gestalten"
Haushaltsvorschläge 2008
von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN
Die GRÜNE-Ratsfraktion sieht die größten Herausforderungen auch im Haushaltjahr 2008 in folgenden Bereichen:
KLIMASCHUTZ, WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
und SOZIALE GERECHTIGKEIT
Ein sachgerechter und nachhaltiger Einsatz von Haushaltsmitteln ist und bleibt das Ziel GRÜNER Haushaltspolitik. Investitionen in Klimaschutz, Wirtschaftsförderung und in unser soziales System auf der Grundlage der Solidarität sind Investitionen in die Zukunft der Stadt Bottrop.
- Ausführliche Informationen zu den GRÜNEN Vorschlägen 2008 -

- GRÜNEN Fraktionssprecherin Andrea Swoboda (links) im Gespräch mit dem Technischen Beigeordneten Bernd Tischler und seinen Mitarbeitern Gudrun Seidel-Engelen und Henrik Reiter (v. l. n. r.) vom Projektbüro "Stadtumbau West" an der Horster Straße 17 in der Bottroper Innenstadt (in unmittelbarer Nähe zum Berliner Platz und ZOB)

GRÜNE fordern: Holz für Bottrop nachhaltig einkaufen
Die Stadt Bottrop kauft Holz momentan nach dem PEFC-Siegel ein, welches ein reines Siegel der Waldbesitzer ist. Die Bottroper Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert die Stadtverwaltung jedoch auf, zum weitaus ökologischeren FSC-Siegel (Forest Stewardship Council) zu wechseln.
Fraktionssprecherin Andrea Swoboda dazu: "Die Verbraucherzentrale NRW rät allen Verbraucherinnen und Verbrauchern, beim Kauf von Holzprodukten auf das international gültige FSC-Siegel zu achten. Die Prinzipien des Siegels sind weltweit gültig und bindend bei uneingeschränkter Transparenz und unabhängiger Kontrolle. Das FSC-Zertifikat genießt die Anerkennung aller großen Umweltorganisationen (BUND, NABU, Greenpeace, Robin Wood, WWF), um Raubbau, Kahlschlag, Gifteinsatz und Vertreibung indigener Bevölkerungen endgültig eine Absage zu erteilen, aber gleichzeitig auch Drittweltländern Einkommensmöglichkeiten zu eröffnen."
Die Bottroper Stadtverwaltung drückt sich bisher vor der Verantwortung. Die GRÜNE Ratsfraktion dazu: "Die Beschränkung des Einsatzes des FSC-zertifiziertes Tropenholzes nach sinnvollen baulich-technischen Erwägungen (wer immer die festlegt) und nach wirtschaftlicher Vertretbarkeit, geht uns GRÜNEN nicht weit genug. Den Einsatz in dieser Form nach wirtschaftlichen Kriterien auszurichten, ist nicht nachhaltig und schadet auf Dauer." Weitere Infos:
www.fsc-deutschland.de (US, Mai 2005 – Aktualisierung Juni 2007)
DKP-Unsinn: "Ohne Steinkohle kommt Atomstaat"

- Ulrich Schnirch, Sprecher im Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz
"Schwarzmalerei" ist keine Lösung für Bottrop
"Die Behauptung des Bottroper DKP-Fraktionsvorsitzenden Michael Gerber im Stadtrat am 20. März 2007, wer den Ausstieg aus der Steinkohle-Subventionierung beschleunigen will, findet sich schnell in einem Atomstaat wieder, ist schlichtweg Unsinn. So werden in Nordrhein-Westfalen weder Atomkraftwerke betrieben, noch wird bundesweit ernsthaft ein Neubau zusätzlicher Atomanlagen erwogen. Vielmehr ist es durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gelungen, die stillgelegten Atommeiler Stade und Obrigheim seit 2003 komplett durch regenerative Energien in Deutschland zu ersetzen. Hierzu kann auch die Stadt Bottrop – neben laufenden Projekten wie der Photovoltaikanlage der BEST auf dem Deponiegelände am Donnerberg – weiter aktiv ihren Beitrag leisten.
So sind zum Beispiel die Möglichkeiten zur Nutzung der Sonnenenergie auf städtischen Grundstücken und Gebäuden aktuell bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Die Sparkasse Bottrop sollte mit der Auflage eines Solarfonds mit garantierter Rendite mithelfen, die Nutzung dieser Potenziale zu forcieren. Im Zuge einer energiegerechten Bauleitplanung der Stadt muss zudem verstärkt auf eine konsequente Südausrichtung von Neubauwohnungen geachtet werden. Auch sollte die Vergabe von städtischen Grundstücken in Bottrop – ähnlich wie in Münster – möglichst an die Einhaltung des Passivhaus-Standards gebunden werden.
Mit einem Bündel klimaschonender Maßnahmen entsteht in Deutschland sicher kein "Atomstaat", wie der DKP-Vertreter im Bottroper Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz, Michael Gerber, offenbar glauben machen möchte. "Schwarzmalerei" ist nach den auf der Bundesebene von SPD und CDU gefaßten Kohlebeschlüssen keine Lösung für Bottrop und das Land. Ziel sollte es vielmehr sein, die "vor Ort" vorhandenen Potenziale und bestehenden Chancen aktiv(er) zu nutzen."
Andrea Swoboda, Fraktionssprecherin
Ulrich Schnirch, Sprecher im Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz sowie Mitglied der bündnisgrünen NRW-Landesarbeitsgemeinschaft Energie (US, März 2007)
Stadt-Bodenbewirtschaftungsprogramm erforderlich

Bündnis 90/Die Grünen setzen sich im Rat der Stadt Bottrop für die Entwicklung eines kommunalen Bodenbewirtschaftungsprogramms ein. Der Sinn eines solchen Programms liegt darin, den Grund und Boden in der Stadt zukünftig sozial gerecht nutzen zu können und Bauland fortlaufend bezahlbar zur Verfügung zu stellen. Die Kommune erhält hierdurch Einfluss auf die Stadtentwicklung und kommt ihrer Verpflichtung nach, dass auch einkommensschwächere Bevölkerungsgruppen Wohneigentum bilden können.
Durch Ratsbeschlüsse wird bei der heutigen Vorgehensweise Ackerland von einem Tag zum anderen zu teurem Bauland und die Eigentümer zu Millionären. Die damit verbundene Wertsteigerung verbleibt derzeit ausschließlich beim Eigentümer. Alle finanziellen Aufwendungen jedoch, die mit der Entwicklung der landwirtschaftlichen Nutzfläche zum Bauland hin, verbunden sind, trägt der spätere Erwerber der Fläche beziehungsweise die Allgemeinheit. Die Baulandvorbereitungskosten belasten den städtischen Haushalt in erheblichen Maße. Private Bauherren klagen über die stetig steigenden Baulandpreise.
Unter diesen Voraussetzungen ist es nur schwer verständlich, wieso den Eigentümern der landwirtschaftlichen Nutzfläche eine Bodenwertsteigerung in vollem Umfang zukommen sollte, ohne das eine angemessene Gegenleistung erfolgt. Der Erwerb von bezahlbarem Grund und Boden zur Bebauung sollte von städtischer Seite sozialpolitisch gewollt und durch ein umfassendes Bodenbewirtschaftungsprogramm gefördert werden. In anderen Gemeinden (z. B. Bocholt) wird ein derartiges Bodenbewirtschaftungsprogramm seit Jahren zum Wohl der Allgemeinheit erfolgreich praktiziert. (Januar 2004, US)






































