Grüne Bottrop
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GRÜNES Bekenntnis zum Sozialticket für Bottrop

Fraktion bringt Ratsbeschluss im September 2008 in Erinnerung
Die Bottroper Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bekennt sich zum Sozialticket für Buskunden mit geringem Einkommen und kritisiert den Zick-Zack-Kurs der SPD-Ratsfraktion. Der Rat der Stadt Bottrop habe - auf Antrag der SPD-Fraktion - am 2. September 2008 den Beschluss gefasst, sich für die Einführung eines Sozialtickets im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) – notfalls auch im Bottroper Alleingang – einzusetzen. Offenbar wolle die Bottroper SPD-Führung um Renate Palberg und Josef Ludes dies in Vergessenheit geraten lassen.
Ratsfrau Andrea Swoboda will die damalige Entscheidung aber am 4. Oktober 2011 im Bottroper Stadtrat in Erinnerung bringen: "Wir GRÜNEN werden die SPD-Fraktion beim Wort nehmen und die Forderung formulieren, eine praktikable kommunale Regelung zu erarbeiten. Das ist die SPD-Fraktion den sozialschwachen Menschen schon seit Jahren schuldig."
Dazu äußert Ratsherr Ulrich Schnirch, der wie Swoboda dem Lenkungskreis InnovationCity Bottrop angehört: „Ein verbundweites Ticket wäre ein wichtiger Schritt hin zur sozialen Teilhabe in der Region. Für uns GRÜNE ist es unvorstellbar, dass sich die InnovationCity Bottrop nicht am Sozialticket im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) beteiligen könnte. Ein Preisnachlass für BezieherInnen von Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe gewährleistet Mobilität für mehr Bevölkerungsschichten und wirkt sich auch positiv auf die örtliche Kaufkraft aus.“ Anders als beim Sozialticket habe die SPD-Fraktion die Einführung des Handy-Parkens in der Bottroper City – gemeinsam mit der CDU – beschlossen, obwohl dieses Angebot dauerhaft voraussichtlich nicht kostenneutral sein werde. (US, August 2011)
- WAZ-Bericht "Nahverkehr Bottrop: Rat entscheidet übers Sozialticket" vom 08.08.2011 -
- WAZ-Bericht "Bottrop: SPD wünscht Sozialticket im ganzen VRR" vom 28.08.2008 -
- GRÜNE Kritik: SPD verschleppt Sozialticket-Einführung in Bottrop -
- WAZ-Bericht "Nahverkehr: VRR-Sozialticket kommt Mitte 2011" vom 27.09.2010 -
- WAZ-Bericht "NRW-Landesregierung: Das steht im rot-grünen Koalitionsvertrag" vom 06.07.2010 -
Arbeitsgelegenheiten: Folgen für Menschen mit Handicap
Die Bottroper Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat im Behindertenbeirat beantragt, über die massive Kürzung von Arbeitsgelegenheiten in Bottrop und ihre Auswirkungen auf Menschen mit Handicap zu berichten. Hintergrund ist die deutliche Kürzung der bisherigen Bundesmittel seit Anfang des Jahres 2011.
In der Begründung schreibt der bündnisgrüne Sprecher Ulrich Schnirch im Bottroper Behindertenbeirat: „In den vergangenen Wochen ist die geplante Kürzung von 600 auf zukünftig noch 200 bis maximal 300 Arbeitsgelegenheiten beim JobCenter Bottrop bekannt geworden. Dabei wird im Zuge des Auslaufens bewilligter Maßnahmen eine Reduzierung der Arbeitsgelegenheiten vorgenommen, die auch Auswirkungen auf Menschen mit Handicap in Bottrop hat.“
Vor diesem Hintergrund bittet die GRÜNE Ratsfraktion um einen aktuellen Sachstandsbericht im Bottroper Behindertenbeirat, in dem ein Überblick über die Auswirkungen auf gemeinnützige Arbeitsplätze unter Einhaltung bindender Grundsätze und Richtlinien gegeben wird (zum Beispiel die Entwicklung der Zahl der Maßnahmen, des zeitlichen wöchentlichen Umfangs und Vorstellung der bisher angewandten Kriterien bei der Maßnahmenreduktion, Darstellung rechtlicher und finanzieller Grundlagen sowie der Praxis in JobCenter-Städten und „Optionskommunen“). Auch wird um eine Stellungnahme der AG der Wohlfahrtsverbände zur bisherigen und nun aktuell bestehenden Situation im Bereich der gemeinnützigen Arbeit gebeten. (US, März 2011)
GRÜNE zum Hartz-IV-Urteil: "Jetzt sofort helfen"

- Norbert Heimeier

- Ulrich Schnirch
Kritik der Ratsfraktion an der Darstellung des Sozialamtsleiters: Fünfjährige erhalten lediglich 60 Prozent des Erwachsenenbedarfs
Zur Diskussion über das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 9. Februar 2010 zu den Hartz-IV-Regelleistungen äußern der sozialpolitische Sprecher Norbert Heimeier und Ratsherr Ulrich Schnirch von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: "Wir bewerten das SGB-II-Urteil aus Karlsruhe positiv. Die Überprüfung des soziokulturellen Existenzminimums, besonders für Kinder und Jugendliche, ist lange überfällig."
Die Forderungen von Norbert Heimeier und Ulrich Schnirch: "Schwarz-gelb muss sofort Abhilfe schaffen und die Regelleistungen erhöhen, wie wir GRÜNEN und alle anerkannten Sozialverbände es schon seit Jahren fordern. Als Sofortmaßnahme darf Kindergeld nicht weiter auf die Regelleistung angerechnet werden. Wer jetzt nicht handelt, hat zu verantworten, dass viele Kinder weiterhin in Armut leben müssen. Es bedarf zeitgleich einer wissenschaftlich fundierten und nachvollziehbaren Ermittlung des Bedarfs von Kindern und Jugendlichen. Das bisherige System, nach dem Kinder und Jugendliche nur Abschläge der Leistungen für Erwachsene erhalten, ist nicht sachgerecht. Babys brauchen Windeln, Kinder brauchen Schulhefte. Sie benötigen allerdings weder Tabak noch Alkohol. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen."
Jetzt sofort helfen: Bottrop-Pass erweitern - Kindergeld nicht anrechnen
Die GRÜNEN-Vertreter Norbert Heimeier und Ulrich Schnirch ergänzen: "Aus unserer Sicht muss aber ebenso dringend von der Stadtverwaltung geprüft werden, wo der Leistungskatalog des Bottrop-Passes menschenwürdig erweitert werden kann. Diese Empfehlung enthält übrigens auch der jüngst vorgelegte Sozialbericht 2009, dessen Umsetzung bisher leider noch aussteht. Die öffentliche Darstellung des Bottroper Sozialamtsleiters Bagh, dass die bisherige Regelleistung "jedem Kind 70 Prozent des Erwachsenenbedarfs zugesteht" (Zitat), ist dagegen nicht korrekt. Vielmehr erhält der von Herrn Bagh angeführte Fünfjährige nicht 70 Prozent oder 251 Euro, sondern lediglich 60 Prozent bzw. 215 Euro (§ 28 Abs. 1 Nr. 1 SGB II).
Wohlfahrtsverbände haben dagegen im Jahr 2009 einen Bedarf zwischen 280 Euro für kleine Kinder und 360 Euro für Jugendliche aufgezeigt. Deshalb kann den BezieherInnen von Arbeitslosengeld (ALG) II bis zur gesetzlichen Neuregelung ab 2011 nur empfohlen werden, den "unabweisbaren Sonderbedarf" im Fall von "Hartefällen" baldmöglichst im Einzelnen bei den zuständigen Bottroper Stellen geltend zu machen." In Bottrop leben aktuell über 11.800 Anspruchsberechtigte nach dem SGB II in über 5.700 Bedarfsgemeinschaften. (US, Februar 2010)
- Antrag "Bedarfsgerechte Regelsätze für Kinder und Erwachsene jetzt ermöglichen!" vom 09.02.2010 (Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) -
- WAZ-Beitrag "Arbeit für Bottrop: Gute Chance für Mitarbeiter mit Zeitvertrag" vom 05.07.2010 -
GRÜNE: SPD verschleppt Sozialticket-Einführung

- Norbert Heimeier
Seit 2006 drückt sich die vermeintliche "soziale" Partei SPD um eine Entscheidung und dann wird der Sozialausschuss als Fachausschuss übergangen
Seit Jahren fordert die Bottroper Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Einführung eines sog. Sozialtickets für Menschen mit geringem Einkommen. Eine Mitstreiterin fand die ökologische und soziale Partei bisher in der DKP-Fraktion. Nun ist auch die SPD auf den Zug aufgesprungen und hat zur Ratssitzung am 2. September 2008 einen Antrag zur Einführung eines Sozialtickets vorgelegt, der gar nicht so neu erscheint.
Dazu äußert Norbert Heimeier, bündnisgrüner Vertreter im Sozialausschuss: "Seit Jahren formulieren wir GRÜNEN, was eigentlich kein Geheimnis ist: Soziale Teilhabe hängt auch immer mit Mobilität zusammen. Zudem wirkt sich ein Mobilitätsnachlass auch positiv auf die Kaufkraft aus. Der Regelsatz für EmpfängerInnen von Arbeitslosengeld (ALG) II sieht ca. 0,43 bis 0,60 Euro täglich für Buskosten vor. Eine tatsächliche tägliche Busfahrt zum Zielort und zurück ist damit jedoch nicht möglich. Und die Steigerung der Fahrkosten macht dies immer unmöglicher. Wir GRÜNE haben deshalb innerhalb der Haushaltsberatung 2008 nicht zum ersten Mal für Bottrop das "Sozialticket" und diesmal konkret nach dem Dortmunder Modell gefordert. Dies sieht einen Eigenanteil von 15,00 Euro vor, was sich mit dem im Regelsatz vorgesehen Ansatz von ca. 14,60 Euro ungefähr decken würde."
Fraktionssprecherin Andrea Swoboda ergänzt: "In der Haushaltsberatung 2008 wurde der Technische Beigeordnete Bernd Tischler (SPD), der auch der Bottroper Vertreter in der Zwecksverbandsversammlung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) ist, von uns bereits persönlich im Rat aufgefordert, sich für eine VRR-weite Lösung stark zu machen. Eine Gesamtlösung, zum Beispiel in Form einer neuen Sozialtarifklasse für das Ruhrgebiet, wäre für die Region der richtige Schritt. Doch anscheinend bedarf es zum sozialen Handeln in der VRR-Verbandversammlung erst eines SPD-Antrages." Die GRÜNE-Ratsfraktion betont, dass ein mögliches Scheitern eines solchen VRR-weiten Plans nicht dazu führen darf, dass das Sozialticket wieder in der Schublade verschwindet. "Wir werden die Bottroper SPD beim Wort nehmen, zur Not auch nur eine Regelung auf kommunaler Ebene für den Haushalt 2009 zu erarbeiten. Das ist die SPD den sozialschwachen Menschen schon seit Jahren schuldig." (US, August 2008)
- GRÜNE Forderung: Bottroper Stadtrat entscheidet pro "Sozialticket" -
- WAZ-Bericht "SPD wünscht Sozialticket im ganzen VRR" vom 28.08.2008 -
ALG I oder ALG II? Infos zur selbstständigen Existenz
Das StarterCenter NRW Emscher-Lippe (EL) in der Bottroper Stadtmitte bietet kostenlose Orientierungsveranstaltungen für die örtlichen BezieherInnen von Arbeitslosengeld (ALG) I und II an. Arbeitslose, die eine selbstständige Existenz anstreben, können hier "vor Ort" außerdem individuelle Beratung und verschiedene Förderungen erhalten.
In den Seminaren gibt es Informationen zu Voraussetzungen, Planungsschritten, finanziellen Fördermöglichkeiten und zu den Rechten und Pflichten, die Jungunternehmen erfüllen müssen. Auch die Chancen und Risiken einer Selbstständigkeit werden behandelt und die TeilnehmerInnen erfahren, wo es Beratungsstellen, weiter führende Veranstaltungen und begleitende Hilfen gibt. In jeder Orientierungsveranstaltung gibt es einen Überblick über die Gründungsförderung der Agentur für Arbeit für ALG-I-BezieherInnen (Gründungszuschuss) und über die Leistungen der Arbeitsgemeinschaft "Arbeit für Bottrop" für ALG-II-BezieherInnen (Einstiegsgeld).
Eine Anmeldung für die kostenlosen Seminare ist - nach Angaben der Stadt Bottrop - grundsätzlich nicht erforderlich. Die Zahl der Plätze ist zwar begrenzt, die Zahl der Interessierten liegt im Regelfall aber auch nur bei etwa 10 Personen. Das StarterCenter NRW EL befindet sich an der Kirchhellener Straße 12 in der Bottroper Innenstadt (direkt neben der "Alten Börse"). Außerdem sind die MitarbeiterInnen des Bottroper StarterCenters bei allen Fragen und Problemen rund um die Existenzgründung unter Tel. (02041) 70-47 84 bzw. Tel. (02041) 70-47 85, Fax (02041) 70-47 89 und E-Mail StarterCenter(at)Bottrop.de zu erreichen. Der StarterCenter-Leiter Jürgen Heidtmann ist unter Tel. (02041) 70-47 80 errreichbar. Außerhalb der Öffnungszeiten ist regelmäßig ein Anrufbeantworter geschaltet. Ein Rückruf wird garantiert. (US, Mai 2008 - Aktualisierung Juni 2008, Logo: Stadt Bottrop)
- Das StarterCenter NRW Emscher-Lippe in Bottrop (Überblick) -
GRÜNE: Kommunales Wahlrecht - mehr Integration

"Kommunales Wahlrecht für alle Migrantinnen und Migranten führt zu mehr Integration"
Zur Diskussion über das kommunale Wahlrecht anlässlich der Kampagne "Hier, wo ich lebe, will ich wählen!" der LAGA NRW, der NRW-Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Migrantenvertretungen, erklärt die migrationspolitische Sprecherin der Bottroper Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Sigrid Behrendt:
"Integration gelingt nur, wenn Ausländerinnen und Ausländer nicht nur Pflichten, sondern auch Rechte haben. Wir Bottroper GRÜNE fordern deshalb nach wie vor das kommunale Wahlrecht für Ausländerinnen und Ausländer aus nicht EU-Staaten, wie dies in vielen europäischen Ländern üblich ist. Es ist nicht nachvollziehbar, dass EU-Bürgerinnen und -Bürger wählen dürfen, hier in Bottrop geborene und integrierte Türkinnen oder Türken beispielsweise aber nicht."
Integration ist mehr als "nur" Sprachförderung
Sigrid Behrendt weiter: "Integration ist mehr als Sprachförderung. Es geht um eine gleichberechtigte Teilhabe für die Menschen, die hier in Bottrop eine Heimat gefunden haben. Das kommunale Wahlrecht fördert die Identifikation mit unserem Gemeinwesen und sorgt damit für mehr Integration. Wir GRÜNE werden diese Diskussion auch auf der kommunalen Ebene im Integrationsrat führen und gemeinsame Möglichkeiten ausloten." (US, Oktober 2007)
- Kampagne der LAGA NRW: "Hier, wo ich lebe, will ich wählen!" -
- Stellungnahme der LAGA NRW zum kommunalen Wahlrecht -
- GRÜNER Antrag im Landtag NRW zum kommunalen Wahlrecht -
und
Hartz-IV-Diskussion: "Arme Eltern - arme Kinder"

Stellungnahme zur Podiumsdiskussion "Arme Eltern – arme Kinder", die von der Evangelischen Sozialberatung Bottrop (ESB) am 18.10.2007 im städtischen Saalbau organisiert wurde und die Hartz-IV-Gesetzgebung sowie die damit verbundenen Folgen - insbesondere für Kinder - zum Thema hatte:
Kinderarmut wird in Deutschland billigend in Kauf genommen. Wie sonst soll man den betroffenen Menschen die laufenden Diskussionen erklären. Wäre der politische Wille wirklich vorhanden, Armut, insbesondere Kinderarmut zu verhindern, gäbe es keine. Es ist unbestritten, dass das Arbeitslosengeld (ALG) II, insbesondere für Kinder und Jugendliche, nicht ausreicht.
Aber lieber verliert man sich in Diskussionen, statt zu handeln. Erhöhung der Regelleistung als Sofortmaßnahme, Einführung von Mindestlöhnen, vorschulische Bildungsangebote, Änderung des Schulsystems, Ausbildungsplätze für Jugendliche ... - die Reihe kann hier unendlich fortgesetzt werden. Alles Instrumente, um Armut zu bekämpfen. Aber nichts bewegt sich. Was unsere Kinder wirklich arm macht, ist unsere Untätigkeit. (US, Oktober 2007)
Sigrid Behrendt (Ratsfrau)
- Mehr Infos zur ESB-Diskussion "Arme Eltern - arme Kinder" -
Veranstaltung: "Mindestlohn und Grundeinkommen"

- MdB Markus Kurth war zu Gast in Bottrop
"Sind Mindestlöhne notwendig?" "Welche Höhe sollen Mindestlöhne haben?" "Ist ein Grundeinkommen finanzierbar?" "Wie soll eine bedarfsgerechte Grundsicherung ausgestaltet werden?"
Diese und andere Fragen standen am 26. September 2007 im Katholischen Stadthaus an der Paßstraße 2 in der Bottroper Stadtmitte im Mittelpunkt einer öffentlichen Veranstaltung. "Existenzsichernde Mindestlöhne und bedarfsorientierte Grundsicherung bzw. Grundeinkommen sind sozialwirtschaftliche Themen, die zurzeit auf breiter Ebene teils kontrovers diskutiert werden", erläutert Norbert Heimeier, bündnisgrüner Sprecher im Bottroper Sozialausschuss.
Auf Einladung des Bottroper Kreisverbandes BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN diskutierten mit allen Interessierten unter anderem Barbara Oehmichen, Geschäftsführerin Verdi Bezirk Emscher-Lippe-Süd, Dr. Andreas Trynogga, Geschäftsführer Caritas Bottrop, und Markus Kurth, Dortmunder Bundestagsabgeordneter von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, sozialpolitischer Sprecher der bündnisgrünen Bundestagsfraktion und Mitautor des sozialpolitischen Positionspapiers "Ein Grundeinkommen ist nicht bedingungslos sozial", in dem sich Markus Kurth - gemeinsam mit Jakob Ache, Sibyll Klotz, Sebastian Renner und Klaus Seipp - gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen ausspricht. Alle Interessierten waren, wie immer, herzlich eingeladen! (US, September 2007)
ALG-II-Bezug: GRÜNE kämpfen für Stromsozialtarif

- GRÜNE: "Hartz-IV"-Reformen vor Ort abmildern
Durch die Anfang Oktober 2007 vollzogene Strompreiserhöhung der Emscher Lippe Energie GmbH (ELE) um 7,2 Prozent, welche für einen Mehrpersonenhaushalt mit durchschnittlichem Energieverbrauch immerhin Mehrkosten zwischen drei und fünf Euro pro Monat bedeuten, hat sich die finanzielle Situation von ALG-II-EmpfängerInnen, die KundInnen der ELE sind, weiter verschlechtert.
Bereits zuvor waren die Strompreise für die ALG-II-EmpfängerInnen durch den Regelsatz in keiner Weise gedeckt. Ein angemessener, armutsfreier Lebensunterhalt ist kaum noch darstellbar. Aus diesem Grund haben BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN für die Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Familie am 22. August 2007 einen Dringlichkeitsantrag gestellt, um einen aktuellen Sachstand zum Thema "Strombezug zu einem verbilligten Sozialtarif" zu erhalten. In der Sitzung versuchte dann ein ELE-Vertreter die Ablehnung des Stromsozialtarifs für ALG-II-EmpfängerInnen zu begründen und gleichzeitig die "saftigen" ELE-Strompreiserhöhungen zu erklären. Im März 2008 bekräftigte ELE-Pressesprecher Peter Efing gegenüber der WAZ Bottrop noch einmal die eindeutige Ablehnung eines Sozialtarifs: "Das ist nicht Aufgabe eines Energieversorgers, der sich am Markt bewegen soll, sondern der öffentlichen Hand." Dies sei (angeblich) auch die Auffassung der Bundesnetzagentur, die die Energiewirtschaft kontrolliere.
ELE-Vertreter kann im Ausschuss nicht überzeugen
„Der Vertreter der ELE konnte nicht überzeugen. Die Ablehnung eines Stromsozialtarifes durch die ELE in Kombination mit der Preiserhöhung wird die finanzielle Situation von ALG-II-Empfängern weiter verschlechtern. Bereits vor der Erhöhung deckt der im Regelsatz enthaltene Stromanteil die tatsächlichen Kosten in keiner Weise. Es ist bedauerlich, dass ein Stromanbieter, der in unserer Kommune bereits durch die Ansiedlung im Bottroper Bürgerbüro einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Anbietern genießt, so wenig soziales Engagement gegenüber den Bürgern der Stadt zeigt. Ein Wechsel des Stromanbieters ist nun die einzige verbleibende Alternative“, kritisierte der sachkundige Bürger Norbert Heimeier bereits im August 2007.
Behauptung: "ELE ist einer der günstigsten Stromanbieter"
Zum Hintergrund: In der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Familie am 14. Juni 2007 gab das Bottroper Sozialamt einen Sachstandsbericht zum Thema "Strombezug zu einem verbilligten Sozialtarif". Die Verwaltung war zuvor auf Antrag der GRÜNEN beauftragt worden, Kontakt mit dem regionalen Stromanbieter ELE aufzunehmen, um die Möglichkeiten für einen Stromsozialtarif auszuloten. Eine Anfrage des Sozialamtes ergab daraufhin, dass sich der ELE-Aufsichtsrat bereits in der Sitzung am 28. September 2006 mit dieser Thematik auseinandergesetzt hatte. Die Einführung eines neuen Tarifes für sozialschwache Familien wurde in dieser Sitzung mit der Begründung abgelehnt, die ELE sei einer der günstigsten Stromanbieter im Segment der Privat- und Gewerbekunden in der Region. Der Ausschuss hatte sich aber mit dieser - seit Anfang 2007 zweifelsfrei - leicht widerlegbaren Aussage nicht zufrieden gegeben. Die Verwaltung wurde daher beauftragt, nochmals Gespräche mit der ELE, an der die Stadt Bottrop immerhin zu 7 Prozent beteiligt ist, zu führen. Gleichzeitig sollte die Verwaltung auch Kontakt zu anderen Stromanbietern aufnehmen, um vielleicht dort die gewünschte positive Resonanz zu erhalten.
GRÜNE: Stromanbieter jetzt wechseln
BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN weisen vor diesem Hintergrund darauf hin, dass schon vor der ELE-Preiserhöhung im Oktober 2007 sauberer Öko-Strom von seriösen konzernunabhängigen Anbietern ein Sparpotenzial von bis zu 20 Euro im Jahr bot. Weitere Informationen hierzu bietet die Bottroper Verbraucherzentrale. Auch in der bündnisgrünen Geschäftsstelle an der Osterfelder Straße 38 in der Bottroper Innenstadt sind weitere Infos erhältlich. (US, August 2007 - Aktualisierung April 2008)
- Sachstand: Strombezug zu verbilligtem Sozialtarif (Dringlichkeitsantrag) -
- WAZ-Bericht "Stromsperre erst ab 100 Euro" vom 24.03.2008 -
- WAZ-Bericht "Ohne Strom geht gar nichts" vom 19.03.2008 -
und
- WAZ-Bericht "Jeder fünfte Arbeitslose vermittelt" vom 03.04.2008 -
- WAZ-Bericht "Hohe Arbeitsbelastung - ARGE" vom 03.04.2008 -
GRÜNE begrüßen Erstellung eines Sozialberichtes

- Sigrid Behrendt
Ratsfraktion begrüßt Erstellung eines Sozialberichtes - im Rahmen des interkulturellen Projektes
Zwar beschränkt sich die Erstellung des Berichtes auf die soziale Situation, der im Bottroper Stadtgebiet lebenden MigrantInnen, aber dieser Bericht kann Vorzeigecharakter haben. Einen entsprechenden Antrag der GRÜNEN im Sozialausschuss, für ganz Bottrop einen Sozialbericht zu erstellen, wurde seinerzeit abgelehnt. "Umso mehr freut es mich, dass die Notwendigkeit eines solchen Berichtes wenigstens im Bereich der MigrantInnen gesehen wird", so Sigrid Behrendt, GRÜNEN-Mitglied im Integrationsrat."
Sozialberichte dienen als Grundlage zur Gestaltung und Entwicklung einer Stadt. Auch das in der Sitzung des Integrationsrates von der Stadtverwaltung vorgestellte interkulturelle Konzept erhält die volle Unterstützung der bündnisgrünen Ratsfraktion. "Der Anfang ist gemacht, jetzt liegt es an uns und den MigrantInnen dieses Konzept mit Leben zu füllen. "Hier sehe ich besonders die PolitikerInnen in unserer Stadt in der Verantwortung, sich aktiv in diesem Gestaltungsprozess einzubringen." so Sigrid Behrendt. "Hier haben wir Vorbildcharakter, auch wenn dieses Wort nicht gern gehört wird. Integration gelingt nur, wenn wir alle es auch wollen." (US, September 2006)
- Binationale in Deutschland: Zahlen und Fakten -
- Binationale Familien und Partnerschaften e. V. -
- WAZ-Bericht "Integration in Bottrop" vom 08.05.2008 (Integrationsbüro in der ZEUS-Vorstellung) -













