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Kanal Parkstraße: Soll Baumallee zum Opfer fallen?
GRÜNER Bezirksvertreter Heimeier ist entsetzt: SPD-Bezirksvertreter sind einmütig für komplette Baumfällung
Bezirksvertreter Norbert Heimeier traute in der Sitzung der Bezirksvertretung Bottrop-Mitte am 2. Dezember 2011 seinen Ohren nicht. Verkündigte die SPD noch nach einer Begehung der Parkstraße in der Bottroper WAZ im Oktober 2011, sie wolle die Allee an der Parkstraße so weit wie möglich erhalten, macht die Äußerung der SPD-Bezirksvertreter in der Sitzung am 2. Dezember 2011 diese Initiative doch zu einer absoluten Farce.
Norbert Heimeier dazu: „Diejenigen Vertreter der SPD, die die Baumallee an der Osterfelder Straße maßgelblich zum Fällen frei gegeben haben, stellen sich nun bei einer Begehung ihres Ortsverbandes großmundig an die Parkstraße und verkünden eine möglichst große Rettungsaktion für Bäume. Kurios nur: Genau bei der Parkstraße werden diese SPD-Vertreter gar nicht hinzugezogen. Als bezirkliche Straße obliegt die Parkstraße mit ihrem Baumbestand allein der Zuständigkeit der Bezirksvertretung Bottrop-Mitte: Diese entscheidet über das Wohl und Weh der zum Teil über 100 Jahre alten Bäume.“
Die GRÜNEN betonen dabei: „Hier geht es – wie bei der Osterfelder Straße – nicht darum, ob eine baumschonende Kanalsanierung technisch möglich ist, das ist sie nämlich. Hier geht es allein um den politischen Willen der maßgeblichen Entscheidungsträger. Die SPD hat in der Bezirkssitzung ihren Hut in den Ring geworfen und der heißt: Kahlschlag an der Parkstraße – Neupflanzung junger Bäume. Jetzt ist die entscheidende Frage: Inwieweit greifen betroffene Bürger und Bürgerinnen mit den AnwohnerInnen und den Naturschutzverbänden diese Streitfrage auf.“
Für die Bottroper GRÜNEN steht fest: "Wir unterstützen den Kampf um den Erhalt möglichst vieler gesunder Bäume an der Parkstraße und das gerne zusammen mit Partnern aus Naturschutzverbänden, Politik und Bürgerschaft." (US, Dezember 2011, Foto: Martina Pudert/Bund)
- WAZ-Bericht „Straßengrün: Vier Kastanien werden gefällt“ vom 20.09.2011 -
Bottroper Stadtgebiet: Verkaufsoffene Sonntage ab 2012
GRÜNE Fraktion im Rat der Stadt Bottrop fordert: „Quantität muss an Qualität gekoppelt werden!“
Seit Monaten schwelt die Diskussion um die Anzahl verkaufsoffener Sonntage in Bottrop. Mit dem Bürgerbegehren der KAB, das sich gegen den verkaufsoffenen Sonntag am 30. Oktober 2011 zu Halloween wand, wurde die Diskussion forciert. Die Sachlichkeit der Debatte litt streckenweise darunter. Der Schlichtungsversuch des Oberbürgermeisters ohne Beteiligung der Politik wurde von den GRÜNEN als erfolgloser Schnellschuss bewertet, der zudem mit einem Tunnelblick die Diskussion allein auf die Anzahl der verkaufsoffenen Sonntage verengte. (November 2011) - Ausführliche Informationen zur Kritik von Andrea Swoboda -
- GRÜNE Ratsfrau Andrea Swoboda unterstützte KAB-Bürgerbegehren in Bottrop -
GRÜNE Fraktion: Sorge um Kastanienallee an Parkstraße
Die GRÜNE Ratsfraktion Bottrop zeigt sich sehr besorgt über die verstärkte öffentliche Diskussion zur Zukunft der Baumallee an der Bottroper Parkstraße. Hintergrund sei die Fällung von vier Kastanien und die geplante Kanalbaumaßnahme an der Parkstraße.
Fällungen an Osterfelder Straße wurden auch trotz positivem Baumgutachten beschlossen
„Es versetzt uns schon sehr in Sorge, wenn die Sozialdemokraten ankündigen, sich nun an der Parkstraße um eine weitere Bottroper Baumallee „kümmern“ zu wollen. Bei der Allee an der Osterfelder Straße hat die SPD letztlich beschlossen, mit mindestens 56 gesunden Bäumen fast zwei Drittel zu fällen. Und SPD-Ratsfrau Schöps hat betont, sie sei zufrieden mit diesem Ergebnis. Trotz positivem Baumgutachten und mehrheitlichem Einwohnervotum für den Erhalt möglichst vieler Linden. Soll dieses Ergebnis das Vorbild für die Parkstraße werden?“, fragt sich die Umweltpartei daher besorgt. Die GRÜNE Ratsfraktion Bottrop werde sich einer möglichen Kahlschlag-Politik an der Parkstraße deutlich entgegen stellen. An der Osterfelder Straße habe die SPD zunächst auch vollmundig behauptet, möglichst viele Bäume langfristig erhalten zu wollen. (US, Oktober 2011, Foto: Martina Pudert/Bund)
- WAZ-Bericht „Straßengrün: Vier Kastanien werden gefällt“ vom 20.09.2011 -
- Soll Baumallee an der Parkstraße benötigter Kanaltrasse komplett zum Opfer fallen? -
GRÜNE fragen nach Sommer-Beachparty im Stenkhoffbad
Klärungs- und Gesprächsbedarf: GRÜNE Fragen zur Sommer-Beachparty blieben im Betriebsauschuss des Bottroper Sport- und Bäderbetriebes noch offen
Die Bottroper Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat im Betriebsauschuss des Bottroper Sport- und Bäderbetriebes die Vorlage von Kostenaufstellungen zur Sommer-Beachparty im örtlichen Stenkhoffbad beantragt.
Zur Begründung schreibt Melanie Fraas, bündnisgrüne Vertreterin im Betriebsausschuss: "Der Bottroper Sport- und Bäderbetrieb organisiert seit einigen Jahren die sog. Sommer-Beachparty im Freibad Stenkhoff. Eine exakte Kostenaufstellung wurde dem Betriebsausschuss bisher nicht vorgelegt. Da die Ausrichtung einer solchen Party nicht zu den originären Aufgaben des Sport- und Bäderbetriebes gehört, sollten dem Betriebsausschuss Kostenaufstellungen der bisherigen Sommerpartys zur Kenntnis, Beratung und für eine zukünftige Gestaltung vorgelegt werden." - Mehr Infos - (September 2011, Plakat: Stadt Bottrop)
GRÜNE: Erhalt der Baum-Allee an der Osterfelder Straße

- Baumschutz-Netzwerk: Kampf gegen Allee mit 56 Baumstümpfen in der InnovationCity Bottrop
Der Bottroper Oberbürgermeister Bernd Tischler (SPD) hat dem GRÜNEN Ratsherrn Ulrich Schnirch schriftlich den Eingang des Einspruchs für den Erhalt der 130 Jahre alten Lindenallee in der Bottroper Innenstadt bestätigt.
Schnirch hatte persönlich und mit einem zweiseitigen Schreiben beim Stadtoberhaupt von InnovationCity Bottrop den Protest über den städtischen Umgang mit 1.758 Unterschriften für den Erhalt möglichst vieler Bäume (und damit gegen 56 Baumstümpfe) vorgetragen. Der Bau- und Verkehrsausschuss der Stadt Bottrop hatte am 1. Juli 2011 - unter GRÜNEM Protest - die Fällung von 56 geschützten Allee-Bäumen im Zuge des Ausbaus der Osterfelder Straße beschlossen. (US, Juli 2011)
- Alle Hintergrund-Infos zum Kampf gegen Baumfällungen an der Osterfelder Straße -
Osterfelder Straße/Parkstraße: Straßenbäume erhalten!

- Bezirksvertreter Norbert Heimeier

- Ratsherr Ulrich Schnirch
GRÜNER Bezirksvertreter Norbert Heimeier und Ratsherr Ulrich Schnirch: „Das Vorgehen an der Osterfelder Straße/Höhe Heidenheck darf sich nicht fortsetzen“ - Initiative gegen „Baumopfer“ im Stadtbezirk Bottrop-Mitte
Bezirksvertreter Norbert Heimeier und Ratsherr Ulrich Schnirch von der Bottroper Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben den Baumschutz auf die Tagesordnung der Bezirksvertretung Bottrop-Mitte am 18. März 2010 setzen lassen. Gleichzeitig haben die beiden GRÜNEN-Vertreter beantragt, bei Kanalsanierungsmaßnahmen der Stadt Bottrop Baumfällungen möglichst zu vermeiden und vorhandene Bäume bei erforderlichen Bauarbeiten angemessen zu schützen und zu sichern.
Aktueller Hintergrund der Initiative von Bezirksvertreter Norbert Heimeier und Ratsherr Ulrich Schnirch ist die Sitzung des Bottroper Bau- und Verkehrsausschusses am 18. Februar 2010, in der der Leiter des Tiefbauamtes im Rahmen der Haushaltsberatungen 2010 auf neue, baumschonende Möglichkeiten für die geplante Kanalsanierung an der Parkstraße verwies, ohne diese näher zu erläutern. Damit soll der Schutz des vorhandenen Baumbestandes alternativ zum Inlineverfahren – auch ohne Straßenaufbruch und Baugrube - möglich sein.
Ratsherr Ulrich Schnirch, der auch stellvertretender Vorsitzender des örtlichen Bau- und Verkehrsausschusses ist, erläutert: „Die Stadt Bottrop muss zukünftig im Bottroper Stadtgebiet schrittweise zahlreiche notwendige Kanalsanierungen vornehmen. Ziel sollte es dabei aber sein, Baumfällungen in Folge der erforderlichen Bautätigkeiten möglichst zu vermeiden.“
Norbert Heimeier, GRÜNER Vertreter im Stadtbezirk Bottrop-Mitte ergänzt: „An der Osterfelder Straße/Höhe Heidenheck hat dies überhaupt nicht gegriffen. Wenn dieses Verfahren sich bei der geplanten Baumaßnahme Osterfelder Straße bis zur Peterstraße fortsetzt, wird von dem Baumbestand nichts mehr übrig bleiben. Die Stadtverwaltung muss aus der verpassten Chance dieser aktuellen Baumaßnahme unbedingt ihre Lehren ziehen: Sie muss mehr als bisher baumschonende Möglichkeiten bei Baumaßnahmen an der Osterfelder Straße berücksichtigen. Sie muss mehr als bisher die EinwohnerInnen vor Ort informieren.“ Städtische Verwaltungsvorlagen und Presseinformationen „verharmlosten“ dagegen oft die geplante Baumaßnahme, dessen Umfang sich dann erst erschreckend im Verlauf der Umsetzung offenbare. (US, März 2010 - Aktualisierung Juni 2010)
- GRÜNE Aktion: „Unsere Osterfelder Straße muss GRÜN bleiben!“ -
Hansa-Zentrum: GRÜNE Kritik an "Wählertäuschung"
Dortmunder Verhältnisse in Bottrop: Wahrheit über Mega-Spielhalle im Hansa-Zentrum kommt erst nach der Wahl heraus
Die Bottroper Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sieht die jüngste Entwicklung beim Innenstadt-Center Hansa-Zentrum überaus kritisch und bemängelt die Informationspolitik und das nachlässige Vorgehen der örtlichen Stadtspitze.
"Es ist fast ein Jahr her, dass wir GRÜNEN die fehlende Information der zuständigen Ratsgremien durch den bisherigen Oberbürgermeister Peter Noetzel und den Baudezernenten Bernd Tischler kritisiert haben. Auch damals wurden Rückschläge in der Innenstadt leise unter dem Tisch gehalten", kritisiert die bündnisgrüne Fraktionssprecherin Andrea Swoboda die Stadtspitze. Im Dezember 2008 hatten die GRÜNEN im Stadtrat vergeblich gefordert, Lösungen für die seit Jahren angekündigte Revitalisierung des Hansa-Zentrums vorzustellen und negative wirtschaftliche Folgen auf den City-Handel zu minimieren.
Als Oberbürgermeister-Kandidatin der Bottroper GRÜNEN bei der Kommunalwahl am 30. August 2009 fällt die Kritik von Andrea Swoboda gerade am zukünftigen Oberbürgermeister und Noch-Baudezernenten Bernd Tischler besonders hart aus: "Bei fast jeder Diskussionsrunde der Oberbürgermeister-KandidatInnen wurde das Thema Innenstadtgestaltung und Hansa-Zentrum angesprochen. Jedes Mal war die Reaktion des SPD-Kandidaten, "Ich bin zuversichtlich, dass das Hansa-Zentrum bald revitalisiert wird". Und dies, obwohl ihm persönlich und der SPD-/CDU-Führung das Scheitern der bisherigen Pläne für das Hansa-Zentrum hinlänglich bekannt war. Anders als ödp-Ratsherr Johannes Bombeck kann ich auch nicht nachvollziehen, dass diese Information aus wahltaktischen Gründen von Seiten des zukünftigen SPD-Oberbürgermeisters Bernd Tischler verschwiegen wurde. Das sind ja fast Dortmunder Verhältnisse: Die Wahrheit kommt erst nach der Kommunalwahl heraus."
Dazu ergänzt Ulrich Schnirch, bündnisgrüner Sprecher im Ratsausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz: "Das seit Monaten propagierte Prinzip Hoffnung beim Hansa-Zentrum ist gescheitert. GRÜNE Angebote, Hinweise und Vorschläge wurden leichtfertig in den Wind geschlagen. Ein rechtzeitiger Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan zum Hansa-Zentrum wurde grob fahrlässig versäumt. Die dauerhafte Ansiedlung einer Mega-Spielhalle mit 1.250 Quadratmetern in dieser zentralen City-Lage wurde dadurch erst ermöglicht. Dennoch wird - wider die Aussagen der Projektentwickler und Investoren - weiter behauptet, ein Komplettumbau des Hansa-Zentrums sei ohne Freiziehen aller Ladenlokale möglich."
Besonders kurios ist nach Ansicht der Bottroper GRÜNEN der Meinungswandel des ödp-Kreisvorsitzenden: "Noch im Dezember 2008 hat ödp-Ratsherr Bombeck im Stadtrat behauptet, die Möglichkeiten der Einflußnahme durch Oberbürgermeister, Baudezernent und Politik seien angeblich sehr begrenzt. Die Stadt könne lediglich optimale Bedingungen schaffen und sei sonst auf den Investor angewiesen. Nachdem im Hansa-Zentrum nun leider eine von uns GRÜNEN befürchtete Fehlentwicklung droht, fordert ödp-Ratsherr Bombeck dagegen, den nicht so ganz geringen Einfluss von Politik und Verwaltung zu nutzen und dem Investor klarzumachen, dass er seine Versprechungen zügig umsetzen soll", kann Fraktionssprecherin Andrea Swoboda nur noch den Kopf schütteln.
Richtig bleibe für die GRÜNEN aber, dass ohne Aufwertung des Hansa-Zentrums als zentrale Verbindung zwischen "Kaufland", dem "Spangengebäude" entlang des Berliner Platzes und dem angestammten Einzelhandel die Gefahr bestehe, dass die angestrebte Stärkung der Bottroper Innenstadt scheitere. (US, September 2009)
GRÜNE gegen Baumfällung am Eigener Bunker

- Von der Fällung bedroht: Bäume am Eigener Bunker
Die Bottroper GRÜNEN protestieren mit einer Unterschriften-Kampagne an Informationsständen gegen die geplante Baumfällung für ein Kunstprojekt am Eigener Markt.
GRÜNEN-Vertreter Ulrich Schnirch bilanziert die bislang durchgeführten Infoaktionen der Umweltpartei: "Viele Menschen waren bisher nicht über die geplante Fällung der am Eigener Markt vorhandenen Pappeln für das geplante Bunker-Kunstprojekt informiert. Dabei sind viele Passanten nicht gegen eine Verschönerung des Bunkers, wenn der Beitrag der dortigen Bäume für die Umwelt und insbesondere für den Erholungsraum Eigen in den Planungen berücksichtigt wird." Im Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz hatten im Juni 2009 alle übrigen Ratsparteien gegen das Votum der Grünen für die Fällung der Bäume am Eigener Markt gestimmt.
Dazu Ulrich Schnirch, Sprecher der Bottroper Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Ausschuss: "Auch wenn der ökologische Wert von Pappeln begrenzt ist und aufgrund einer ausgeprägten Flachwurzelausbildung grundsätzlich Probleme mit der Standfestigkeit auftreten können, verdienen auch die Pappeln am Eigener Markt unsere Beachtung. Denn die Fähigkeit der vorhandenen Pappeln zur Sauerstofffreisetzung, die die Qualität der Luft deutlich verbessern hilft, ist nicht zu unterschätzen." Auch das Eigener Urgewächs, die ehemalige bündnisgrüne Ratsfrau und Bezirksvertreterin Emmy Galczynski, erinnert sich noch gut an die Baumpflanzung am Eigener Bunker vor über 20 Jahren: "Es ist eine Schande, dass hier voraussichtlich im Herbst 2009 über 20 gesunde Bäume gefällt werden sollen. Es muss doch möglich sein, Kulturprojekte umzusetzen, ohne Bäume zu fällen oder Natur zu zerstören." (US, August 2009)
Verwaltung: Baumfällung auf Hof der Cyriakusschule

- Schulfest auf dem Hof der Cyriakusschule Böckenhoffstraße
Beschwerden von BürgerInnen
Die Bottroper Ratsfraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN beklagt nach den Baumfällungen auf dem Gleiwitzer Platz eine weitere Baumfällung in der Innenstadt. Auf dem Schulhof der Cyriakusschule an der Böckenhoffstraße wurde eine Fällung im Alleingang durch die Stadtverwaltung vorgenommen.
Mit Entsetzen haben Eltern mit ihren Kindern festgestellt, dass der riesige Baum in der Mitte des Schulhofes gefällt wurde. Eine Mutter beschrieb ihre Kritik mit den Worten, "das Zentrum des Schulhofes und der Schulfeste, Schattenspender im Sommer und natürliches Regendach im Herbst - ist einfach weg". - Mehr Infos zur Fällung -
Heidestraße: GRÜNE rügen Grünflächenamt

- Dezernent Tischler muss Vogelschutz in Bottrop viel mehr Gewicht verleihen
Grünflächenamt ohne Rücksicht mit System - Mangelnde Sensibilität beim Vogelschutz
"Diese Gedankenlosigkeit hätten wir selbst dem Grünflächenamt nicht zugetraut", kritisiert Andreas Klodt, Fraktionssprecher der Bottroper GRÜNEN, die Baumschnittarbeiten entlang der Heidestrasse am 18. Juni 2008, bei der eine Vielzahl von Jungvögeln ihr Leben ließ.
An einen einmaligen Fehler möchten die Bottroper GRÜNEN hingegen nicht glauben. Mit Hinweis auf die nahende Brutzeit der Vögel hatte das Grünflächenamt noch im Februar 2008 in einer Nacht- und Nebelaktion die Baumfällungen am Kirchhellener Ring durchgeführt und damit eine angekündigte Begutachtung der Bäume durch einen neutralen Sachverständigen faktisch vereitelt. Die "offizielle" Begründung auch im Februar 2008: die Verkehrssicherungspflicht. "Ein vorgeschobener Grund", wie Klodt feststellt. Eine akute Gefährdung habe es nicht gegeben.
Was nun das Grünflächenamt an der Heidestraße dazu brachte, mitten in der Brutzeit, augenscheinlich ohne jede Sichtkontrolle, rücksichtslos "Verkehrssicherungsmaßnahmen" unter der Missachtung des örtlichen Vogelschutzes durchzuführen, verschließt sich den GRÜNEN vollends. "Jeder Gartenbesitzer weiß, dass derzeit Vögel in Hecken und Bäumen nisten. Nur das Grünflächenamt weiß das offenbar nicht", empört sich Klodt. Blinder Aktionismus gepaart mit mangelndem Sachverstand und dem offenkundigen Fehlen jeglicher Sensibilität gegenüber Belangen des Naturschutzes - anders läßt sich nach Auffassung der GRÜNEN dieses Vorgehen nicht mehr erklären. Deshalb sei der zuständige Dezernent Bernd Tischler (SPD) gefordert, dem Vogelschutz beim Bottroper Grünflächenamt endlich per Dienstanweisung das nötige Gewicht zu verleihen. (US, Juni 2008, Foto: Stadt Bottrop)
Tiefbaumaßnahmen: "Bäume werden krank geredet"

- Gefällte Bäume: Zeppelinstraße
Die Bezirksvertretung Bottrop-Mitte hat in der Sitzung im Dezember 2006 den Baumfällungen auf der Zeppelinstraße, Otto-Krawehl-Straße und im Bereich des Berliner Platzes mehrheitlich zugestimmt. Aus den erst gesunden Bäumen auf der Zeppelinstraße wurden Bäume, deren Standfestigkeit durch Tiefbaumaßnahmen bedroht sind, zum Schluss wurden die Bäume als krank bezeichnet.
"Krank geredet werden diese Bäume", kritisiert der bündnisgrüne Bezirksvertreter Norbert Heimeier, der als einziger Bezirksvertreter gegen die Baumfällungen auf der Zeppelinstraße gestimmt hat. Und nicht nur das: "Der Antrag auf Vorlage von Baumprüfungen wurde gegen die Stimme der GRÜNEN bei einer Enthaltung abgelehnt. So geht das nicht weiter: Dem Trend, die vorhandenen Bäume als Straßenbegleitgrün aus der Innenstadt zu verbannen, muss Einhalt geboten werden. Ob die Bäume gesund und standfest sind, spielt zur Zeit für die Bottroper Stadtverwaltung keine maßgebliche Rolle. Die städtischen Zauberworte heißen "Verkehrssicherungspflicht" und "Neupflanzungen". Und dazu sollen die BezirksvertreterInnen dann nichts mehr sagen, Aber nicht mit uns!" beschwert sich Norbert Heimeier.
Baumbestand bei Baumaßnahmen berücksichtigen
Andrea Swoboda, bündnisgrüne Fraktionssprecherin, äußert dazu: "Es gibt Gesichtspunkte, die bei einer Entscheidung für oder gegen einen einzelnen Baum zu berücksichtigen sind: Zustand des Baumes (Alter, Baumart, Mängel, Schäden usw.), Standort des Baumes (Straße, Parkplatz, Friedhof usw.), Art des Verkehrs (Verkehrshäufigkeit und Verkehrswichtigkeit), Verkehrserwartung (worauf kann ein Verkehrsteilnehmer sich einstellen?), Zumutbarkeit der erforderlichen Maßnahmen und Status des Verkehrssicherungspflichtigen. Das heißt nicht, wie manche Politiker anderer Parteien gerne falsch verstehen wollen, dass die Stadt Bottrop stets extra teure Gutachten in Auftrag geben muss. Die Prüfung in Form einer Sichtkontrolle ist hierzu vom städtischen Grünflächenamt auszuführen", betont Swoboda.
Aufforstungen können Schaden nicht nachhaltig auffangen
Andrea Swoboda weiter: "Die Stadt muss dabei jedoch auch den ökologischen und ökonomischen Wert der vorhandenen Bäume bewerten und schätzen lernen. Dieser kann durch Aufforstungen nicht im Ansatz nachhaltig aufgefangen werden. Erschwerend kommt noch hinzu, dass oft Ersatzpflanzungen für gefällte Bäume kurioserweise in Kirchhellen durchgeführt werden und nicht im betroffenen Bottroper Stadtbezirk. Zeitgleich ist die Stadt Bottrop bestrebt, Straßenzüge, in denen bisher keine Bäume stehen, neu zu bepflanzen, was wir GRÜNEN ausdrücklich begrüßen und immer gefordert haben. Ziel ist es dabei, einerseits das Image als grünste Stadt im Ruhrgebiet sowie das Erscheinungsbild der Stadt weiter zu verbessern. Zudem soll die ökologische Situation nachhaltig aufgewertet werden." Darum fordern die GRÜNEN, die vorhandenen Bäume mit in die Planungen des Tiefbauamtes und der Stadtplanung insgesamt mehr mit einzubeziehen und in Zukunft Ersatzpflanzungen standortnah durchzuführen. (Dezember 2006, US)
Radler-Durchlass mit GRÜNER „Hilfe“ realistisch
Stellungnahme zum Artikel "Radler-Durchlass in Sicht" vom 22.06.2006 in der WAZ Bottrop:
"In der Sitzung der Bezirksvertretung Mitte vom 20.06.2006 wurde von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beantragt, den Tagesordnungspunkt "Zugang zum Kulturzentrum" von der Tagesordnung zu nehmen, um diesen vor Beschlussfassung von der Projektgruppe zur Umsetzung des Radverkehrsplans beraten zu lassen. Dieser Antrag wurde nach Intervention der Verwaltung gegen die Stimmen von DKP und Grünen abgelehnt. Die Verwaltung führte aus, dass eine Beschlussfassung an diesem Tag unabdingbar sei, da die Finanzierung der Maßnahme nur gewährleistet werden könne, wenn an diesem Tage darüber beschlossen würde. Mittel für den Zugang zum Kulturzentrum könnten nur noch im Jahr 2006 abgerufen werden und eine Vertagung der Beschlussfassung würde mit den noch zu erstellenden Ausschreibungen zum Umbau zeitlich kollidieren. Eine Begründung, warum die Mittel nur noch in diesem Jahr zur Verfügung stehen wurde nicht gegeben.
Es ist allerdings nicht nachvollziehbar, warum die Verwaltung den schon lange im Haushalt 2006 verankerten Umbau des Zuganges erst so spät in die politischen Gremien trägt und die Projektgruppe zur Umsetzung des Radverkehrsplans nicht im Vorfeld in die Planung integriert hat. Genau zu diesem Zweck ist die Projektgruppe nämlich eingerichtet worden. Der Rat der Stadt Bottrop hat sich bereits im November 2002 einstimmig dafür ausgesprochen, Anstrengungen zu unternehmen, damit unsere Stadt in die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte und Gemeinden NRW aufgenommen werden kann. Das Verhalten der Verwaltung in dieser Angelegenheit konterkariert dieses Unterfangen. In diesem Zusammenhang ist zwar richtig, dass BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN schon lange eine Durchfahrtmöglichkeit von Norden nach Süden zur Innenstadtachse gefordert haben, doch eine Schließung der Durchfahrt in Gegenrichtung kann nicht der Preis dafür sein und wird dem Anliegen "fahrradfreundliche Stadt" in keiner Weise gerecht. Die Projektgruppe hätte hier sicherlich alternative Lösungen erarbeiten können, falls sie tatsächlich ernst genommen wird. Auch hätte die Verwaltung erläutern müssen, warum die Projektgruppe nicht bereits im Vorfeld in die Thematik eingebunden wurde, oder warum durch die späte Vorlage des Entwurfs ein Zeitdruck entstehen musste." (US)
Bezirksvertreter Norbert Heimeier



















