GRÜNE Themen

GRÜNE Initiative für eine zweite Bürgerversammlung in Kirchhellen zum örtlichen Einzelhandelskonzept aufgegriffen - Bürgerbeteiligung am 29. Februar 2012 in Alt-Bottrop und am 19. März 2012 in Kirchhellen
Die Bottroper Stadtverwaltung wird zwei öffentliche Versammlungen zur Beteiligung der EinwohnerInnen am Bottroper Einzelhandelskonzept durchführen. Damit folgt die Stadtspitze einer Anregung der GRÜNEN Ratsfraktion im Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz, die auch in der Bezirksvertretung Kirchhellen und im Ausschuss für Wirtschaftsförderung auf breite Zustimmung stieß.
Der GRÜNE stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ulrich Schnirch erläutert: „Die Stadtverwaltung hatte den Gremien ursprünglich nur eine einzige gesamtstädtische Bürgerversammlung zum Einzelhandelskonzept vorgeschlagen. Entsprechend unserem Vorschlag soll nun aber jeweils eine Beteiligung der EinwohnerInnen in Alt-Bottrop und in Kirchhellen erfolgen. Daneben wird das Konzept auch öffentlich ausgelegt.“ Der Rat der Stadt Bottrop hat über das Einzelhandelskonzept Bottrop erstmals am 13. Dezember 2011 beraten. Die öffentlichen Bürgerversammlungen finden am 29. Februar 2012 im Saalbau-Foyer und am 19. März 2012 im Forum der Hauptschule Kirchhellen - jeweils ab 18.00 Uhr - statt. (US, Dezember 2011 - Aktualisierung Februar 2012, Abbildung: Stadt Bottrop - Juni 2011)
GRÜNE Fraktion im Rat der Stadt Bottrop fordert Qualitätsdebatte bei der Diskussion um verkaufsoffene Sonntage: „Quantität muss an Qualität gekoppelt werden!“
Seit Monaten schwelt die Diskussion um die Anzahl verkaufsoffener Sonntage in Bottrop. Mit dem Bürgerbegehren der KAB, das sich gegen den verkaufsoffenen Sonntag am 30. Oktober 2011 zu Halloween wand, wurde die Diskussion forciert. Die Sachlichkeit der Debatte litt streckenweise darunter. Der Schlichtungsversuch des Oberbürgermeisters ohne Beteiligung der Politik wurde von den GRÜNEN als erfolgloser Schnellschuss bewertet, der zudem mit einem Tunnelblick die Diskussion allein auf die Anzahl der verkaufsoffenen Sonntage verengte.
Andrea Swoboda, Fraktionsvorsitzende, dazu: „Die ganze Debatte auch im Hauptausschuss am 8. November 2011 dreht sich bei den VertreterInnen der anderen Fraktionen alleine um die Anzahl der verkaufsoffenen Sonntage. Nur wir GRÜNEN heben die Diskussion auch auf die Ebene der Qualität. Das Offenhalten der Geschäfte am Sonntag alleine ist kein Garant für Kundenströme aus Bottrop und Nachbarstädten, und somit kein Garant für wirtschaftlichen Erfolg für den ansässigen Einzelhandel. Da wird hauptsächlich draufgezahlt. Und genau da muss auch angesetzt werden.“
Den GRÜNEN fehlt in der Debatte die begleitende notwendige Qualitätsanalyse. Die GRÜNEN stehen für eine positive Aufwertung verkaufsoffener Sonntage durch begleitende Aktionen und Veranstaltungen im jeweiligen Stadtgebiet, die mit überregionaler Leuchtkraft dann einen Imagegewinn für die Stadt Bottrop darstellen können. Swoboda: „Das wäre die Aufgabe der Gesellschaft für Stadtmarketing Bottrop (GSB), die sich erstaunlich und nicht nachvollziehbar sehr still gehalten hat bei der ganzen Diskussion. Verkaufsoffene Sonntage müssen viel mehr fester Bestandteil der aktiven Wirtschaftsförderung und damit der Marketingstrategie der Stadt Bottrop werden.“ (November 2011) - GRÜNE Ratsfrau zum KAB-Bürgerbegehren -
Am 22. Oktober 2011 trafen sich erstmals etwa 20 bis 30 interessierte Menschen, darunter auch Jürgen Schmidt und Ulrich Schnirch, zum Start der örtlichen Proteste gegen die Bankenmacht und das Diktat der Finanzmärkte.
Dazu äußern Melanie Fraas und Andreas Klodt für den GRÜNEN Kreisvorstand Bottrop und Andrea Swoboda für die GRÜNE Fraktion im Rat der Stadt Bottrop: „Die „Occupy Together“-Bewegung ist Ausdruck eines zunehmenden Unverständnisses der Menschen gegenüber den intransparenten Marktmechanismen u. a. in der Finanzwirtschaft und den hiermit einhergehenden sozialen und gesellschaftlichen Verwerfungen. ... Wir unterstützen diese Demonstrationen – auch wenn wir nicht alle Forderungen teilen. Wir wollen nicht, dass diese Demonstrationen in Europapopulismus oder gar Europafeindlichkeit abgleiten – auch deshalb suchen wir den Dialog. Unser Ziel ist ein vereintes, demokratisches und solidarisches Europa, in dem die entfesselten Finanzmärkte an die Leine gelegt und endlich Konsequenzen aus der Finanz- und Wirtschaftskrise gezogen werden. (Oktober 2011) - Ausführliche GRÜNE Stellungnahme -
„Die Schnittmengen der GRÜNEN mit der evangelischen und der katholischen Kirche sind nicht zu unterschätzen. Diese Schnittmengen berühren unter anderem die Bekämpfung des Rechtsextremismus, bis zum Engagement für die Eine Welt und die Bewahrung der Schöpfung bzw. den Umweltschutz. Sie berühren aber auch die Ladenöffnungszeiten und den Schutz der Feiertagsruhe“, findet die bündnisgrüne Bottroper Ratsfrau Andrea Swoboda.
Andrea Swoboda: „Öffnungsinflation eindämmen - Sonntag gehört Mami und Papi uns“
Das aktuelle Ladenöffnungsgesetz sei arbeitnehmer- und familienfeindlich, aber auch mittelstandsfeindlich und habe eine Verschiebung von Arbeitszeiten in die Abend- und Nachtstunden zur Folge gehabt. Andrea Swoboda: „Kleine, inhabergeführte Einzelhandelsunternehmen sind kaum in der Lage, eine Ausdehnung der Öffnungszeiten mitzumachen. Profitiert haben darum vor allem große Einzelhandelsunternehmen. Wir müssen die ArbeitnehmerInnen vor der Zunahme von Sonntagsarbeit schützen und die Aushöhlung regulärer Beschäftigungsverhältnisse stoppen. Wir müssen die Freiräume für familiäre und soziale Beziehungen wahren.“
Entwicklung der Ladenöffnungszeiten und der verkaufsoffenen Sonntage in NRW
Von der schwarz-gelben NRW-Landesregierung war am 21. November 2006 ein nordrhein-westfälisches Ladenöffnungsgesetz (LÖG NRW) verabschiedet worden, dass eine vollständige Freigabe der Ladenöffnungsmöglichkeiten (0 - 24 Uhr) an allen Werktagen (Mo - Sa) vorsieht. Auf den vorher enthaltenen „Anlassbezug“ bei der Festsetzung der maximal vier kommunalen Verkaufssonntage wurde verzichtet. In Verbindung mit der „Stadtteilklausel“ hat dies dazu geführt, dass die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage teilweise stark zugenommen und den Sonn- und Feiertagsschutz ausgehöhlt hat.
GRÜNE Anforderungen an eine Novellierung des LÖG NRW
Die GRÜNEN NRW setzen sich für die Wiedereinführung eines Anlassbezuges für Sonntagsöffnungen ein. Dabei soll die Anzahl der (stadtteilbezogenen) kommunalen Verkaufssonntage an die Größe und Struktur der Stadt geknüpft werden. Die GRÜNEN setzen sich weiter dafür ein, dem verfassungsrechtlich verankerten Gebot des Sonn- und Feiertagsschutzes stärker Rechnung zu tragen. Zu diesem Zweck soll auch die Öffnungsmöglichkeit an Samstagen auf 20.00 Uhr begrenzt werden. (Juli 2011 - Aktualisierung November 2011)
Kritik der Bottroper Ratsfraktion: Fehlende Einbindung durch die Stadt schadet InnovationCity Bottrop – Lenkungsgruppe bleibt außen vor
Der stellvertretende Vorsitzende im Bottroper Bau- und Verkehrsausschuss Ulrich Schnirch (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) fordert die Umsetzung eines „Zero Emission Campus“ am Hochschulstandort Bottrop ein. Nach Recherchen Schnirchs bei der bündnisgrünen NRW-Landtagsfraktion laufen bisher auch die Aktivitäten auf landesministerieller Ebene auf einen CO2-freien Campus der Hochschule Ruhr-West hinaus. Die unzureichende Einbindung der Bottroper GRÜNEN durch die Stadt verhindere allerdings ein abgestimmtes Engagement für das Projekt InnovationCity Bottrop.
Zum Neubau der Hochschule Ruhr-West als „Zero Emission Campus“ erläutert Ulrich Schnirch, der auch GRÜNER Vertreter in der Bottroper Lenkungsgruppe InnovationCity ist: „Der für den Hochschulneubau zuständige Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW (BLB NRW) unterliegt der Fachaufsicht des NRW-Finanzministeriums. Fachtechnisch berät das NRW-Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr den BLB NRW in Abstimmung mit dem NRW-Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz. Gemeinsam loten die zuständigen Ministerien aktuell Möglichkeiten aus, ein CO2-freies Pilotprojekt in Bottrop zu realisieren.“ Wissen und Kontakte der aus den Ratsfraktionen gebildeten Lenkungsgruppe werden von der Verwaltung aber bisher nicht ernsthaft einbezogen.
Zum Hintergrund: Die Stadt Bottrop hat einen „Zero Emission Campus“ für den Hochschulneubau bei der Bewerbung für den (gewonnenen) Wettbewerb „Innovation City Ruhr“ im Projektgebiet konzipiert. Der zuständige BLB NRW hat, um funktionalen und architektonischen Anforderungen an den neuen Hochschulstandort gerecht zu werden, einen Architektenwettbewerb durchgeführt. Ende November 2010 fand hierzu die Jurysitzung statt. Für den Hochschulstandort Bottrop wurden zwei erste Plätze verliehen. Dazu äußert der stellvertretende Bauausschuss-Vorsitzende Schnirch: „Die beiden ersten Plätze waren hinsichtlich des Energiestandards weiter zu entwickeln, um einen InnovationCity-gerechten Standard (zum Beispiel Passivhausstandard) realisieren zu können. Ich habe den Eindruck, dass das Ziel eines CO2-freien Campus erreichbar ist. Es darf bei Entscheidungen aber auch der Mobilitätsbereich nicht vernachlässigt werden.“ (US, April 2011)
Eröffnung der neuen Start- und Landebahn des Flugplatzes Schwarze Heide am 17. November 2010 ist kein Grund zum Feiern: „Ohne uns GRÜNE“
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN GRÜNE kritisieren die Verschwendung von Steuergeldern und Haushaltsmitteln beim Ausbau des Verkehrslandeplatzes Schwarze Heide. Andrea Swoboda, Fraktionsvorsitzende, dazu: „Steuergelder und Haushaltsmittel fliegen weiterhin zum Fenster raus! Trotz besseren Wissens aller. Die Eröffnung am 17. November 2010 ist für uns GRÜNE deshalb kein Grund zum Feiern. Sondern ein trauriges Beispiel, wie öffentliche Gelder bei fehlgeleiteter angeblicher Wirtschaftsförderung als Subventionen versenkt werden.“
Der Ausbau des Verkehrslandeplatzes Schwarze Heide ist und bleibt nach Ansicht der GRÜNEN aufgrund des fehlenden Bedarfes eine riesige Steuerverschwendung. Die Stadt Bottrop werde mit dieser Maßnahme weiter in die Verschuldung getrieben. Folgekosten für die nächsten Jahre seien das Einzige, was garantiert sei. Angesichts der desolaten Haushaltslage der Stadt Bottrop verdeutlichen die GRÜNEN die Alternative zum Vorgehen der Ratsfraktionen von SPD und CDU: „Die Stadt Bottrop muss die Notbremse ziehen und zukünftige Gelder in seriöse Wirtschaftsförderung investieren. Das Prestigeobjekt Flugplatz muss endlich kritisch in die Haushaltsberatungen fließen, so wie es die GRÜNEN schon seit Jahren beharrlich fordern.“ (US, November 2010)
Online-Auftritt der Stadtmarketing-Gesellschaft Bottrop: Wenig aktuelle Infos abrufbar
Die Bottroper Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bemängelt die teilweise veralteten Internet-Hinweise zu Veranstaltungen der Gesellschaft für Stadtmarketing Bottrop (GSB). Interessierten, die Informationen über bevorstehende Aktionen im Bottroper Stadtgebiet suchen, werde dies durch die seit Jahren defizitäre Stadtmarketing-Gesellschaft GSB unnötig erschwert. So verfehle die 2002 gegründete städtische Mehrbeteiligung das Ziel, eine bessere Wettbewerbssituation für Bottrop gegenüber den Nachbarstädten herzustellen und den Bekanntheitsgrad über die Stadtgrenzen hinaus zu erhöhen.
Ulrich Schnirch, bündnisgrüner Ratsherr nennt einige Beispiele von der GSB-Homepage www.marketing-bottrop.de mit Stand 24. Mai 2010: „Obwohl bereits nahezu fünf Monate des Jahres 2010 vergangen waren, wurde der Veranstaltungskalender 2009 unter der Rubrik „Veranstaltungen/Stadt-Events“ immer noch als „aktuell“ präsentiert. Der Veranstaltungskalender 2010 war dort dagegen nicht abrufbar. Veranstaltungstipps für die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010, die laut GSB angeblich immer mittwochs für die kommenden 10 Tage aktualisiert werden, wiesen noch auf alte „Tagestipps“ vom 12.03.2010 bis 21.03.2010 hin. Gesundheitsinteressierte wurden immer noch eingeladen, zum Bottroper Gesundheitstag am 8. Mai 2010 zu kommen, obwohl dieser bereits zwei Wochen vorher stattgefunden hatte. Und zum Bottroper Stadtfest vom 28. bis 30. Mai 2010 wurden auf der GSB-Startseite lediglich „Infos in Kürze“ angekündigt und das alte Programm 2009 im Detail angeboten.“ Diese Mängel habe die GSB erst nach der öffentlichen GRÜNEN Kritik behoben. Weitere Fehler und strukturelle Schwachpunkte seien dagegen bisher nicht beseitigt worden.
„Je umfangreicher der Internet-Auftritt ist, umso schwieriger wird es zweifelsfrei, diesen aktuell zu halten“, räumt GRÜNEN-Vertreter Ulrich Schnirch offen ein. Aus diesem Grund habe er der GSB auch bereits persönlich Hinweise auf veraltete oder irreführende Internet-Inhalte gegeben. „An eine professionelle GSB-Internet-Präsentation müssen allerdings relativ hohe Ansprüche gestellt werden, wenn hieraus ein positiver Imageeffekt für die Stadt in der Region entstehen soll“, so Schnirch. Der GSB-Aufsichtsratsvorsitzende Hermann Hirschfelder habe hier seit Jahren versäumt, einen praktikablen Gesellschaftsauftrag zu formulieren. Nur damit könne GSB-Geschäftsführerin Martina Rudziok aber die nötigen organisatorischen Akzente setzen. Hirschfelder rede dagegen, trotz des Defizits von über 300.000 Euro pro Jahr, immer nur über (noch mehr) Geld für die Marketing-GmbH. (US, Mai 2010 - Aktualisierung Juni 2010)
Bottroper GRÜNE haben einen Bericht der Geschäftsführerin der Gesellschaft für Stadtmarketing Bottrop schon im Januar 2010 im zuständigen Wirtschaftsförderungs- und Grundstücksausschuss eingefordert
„Das ist doch mal wieder ein kurioses Wiedersehen einer GRÜNEN Initiative“, beurteilt die bündnisgrüne Fraktionsvorsitzende Andrea Swoboda die Idee der SPD, die Geschäftsführerin der Gesellschaft für Stadtmarketing Bottrop (GSB) auch noch in den Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschuss am 23. Februar 2010 einladen zu lassen. „Mit Antrag vom 14. Januar 2010 haben wir GRÜNEN den Vorsitzenden des zuständigen Wirtschaftsförderungs- und Grundstücksausschusses gebeten, die hauptamtliche GSB-Geschäftsführerin zum städtischen Haushalt einzuladen und dies ist auch geschehen. Frau Rudziok hat dem Ausschuss unter anderem die Planung für das Jahr 2010 und die Finanzsituation vorgestellt und auf Nachfragen erläutert. Genau das, was nun auf die Schnelle von der SPD beantragt wurde. Im Gegensatz zu der SPD, haben wir GRÜNEN sehr wohl auch in diesem zuständigen Fachausschuss Kritik an der Struktur der Gesellschaft und der daraus resultierenden Arbeit geäußert.“
Bericht zum Stadtmarketing: GRÜNE Initiative auch im Hauptausschuss
Obwohl die GRÜNE Ratsfraktion den Tagesordnungspunkt im öffentlichen Teil behandeln wollte, war es unter anderem die örtliche SPD, die dies verhindert hat. Swoboda dazu: “Nicht-öffentliche Belange gehören sehr wohl in den nicht-öffentlichen Teil. Der Bericht der Geschäftsführerin war dies in der Breite jedoch überhaupt nicht. Erst schieben SPD/CDU den Bericht in den nicht-öffentlichen Teil des dafür zuständigen Fachausschusses, anschließend beantragt die SPD ihn selber im öffentlichen Teil des Hauptausschusses. Kurios – die SPD.“ Hauptsache ist jedoch für die GRÜNEN, dass sie mit der Kritik an der GSB auch das Interesse der SPD geweckt hat und die Gesellschaft endlich ordentlich öffentlich auf den Prüfstand gestellt wird, so wie nur die GRÜNE Fraktion das in den Haushaltsberatungen 2010 gefordert hat. (US, Februar 2010)
„Weihnachtsbeleuchtung auch auf dem Platz der Cyriakus-Kirche“
Zu Recht kam in der Vorweihnachtszeit 2009 Ärger auf. "Fehlende Beleuchtung um den Platz an der Cyriakus-Kirche spaltet die Bottroper Innenstadt noch mehr als es das unattraktive Hansa-Zentrum schon tut“, bringt die Fraktionsvorsitzende Andrea Swoboda die Kritik von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf den Punkt." Auch in Zeiten des Klimawandels sollte dieser Mangel zukünftig mit möglichst energieeffizienter Beleuchtungstechnik vermeidbar sein - dies senkt auch gleichzeitig langfristig die Kosten", zeigt sich GRÜNEN-Ratsherr Ulrich Schnirch zuversichtlich.
Die Bottroper GRÜNEN sehen die Gesellschaft für Stadtmarketing Bottrop (GSB) in der Pflicht, wenn es um die Beleuchtung der Innenstadt in der Vorweihnachtszeit geht. Swoboda: „Das heißt, dass die Stadtmarketing-Gesellschaft in Kooperation mit den ansässigen HändlerInnen im Vorfeld für eine Lösung arbeiten muss, die so zentrale Plätze wie den Kirchplatz nicht im Dunkeln stehen lässt.“ Gerade diese Spaltung der Innenstadt in einzelne ansprechende und einladende Bereiche und dunkle Ecken strafe alle Ideen der Wirtschaftsförderung für die Innenstadt als Ganzes Lügen.
"Im Moment schauen alle Augen auf den im November 2009 eingeweihten Berliner Platz mit dem Kaufland-Gebäude und der Tiefgarage. Aufgabe der WirtschaftsförderInnen ist es, diesen Blick mit Geschick und Konzept vom sog. Frequenzbringer Kaufland durch die gesamte Innenstadt zu leiten. Schwarze "dunkle" Löcher sind dabei keine Hilfe und schaden der City insgesamt und ihren EinzelhändlerInnen im Besonderen." (US, Dezember 2009 - Aktualisierung Januar 2010)
Dortmunder Verhältnisse in Bottrop: Wahrheit über Mega-Spielhalle im Hansa-Zentrum kommt erst nach der Wahl heraus
Die Bottroper Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sieht die jüngste Entwicklung beim Innenstadt-Center Hansa-Zentrum überaus kritisch und bemängelt die Informationspolitik und das nachlässige Vorgehen der örtlichen Stadtspitze.
"Es ist fast ein Jahr her, dass wir GRÜNEN die fehlende Information der zuständigen Ratsgremien durch den bisherigen Oberbürgermeister Peter Noetzel und den Baudezernenten Bernd Tischler kritisiert haben. Auch damals wurden Rückschläge in der Innenstadt leise unter dem Tisch gehalten", kritisiert die bündnisgrüne Fraktionssprecherin Andrea Swoboda die Stadtspitze. Im Dezember 2008 hatten die GRÜNEN im Stadtrat vergeblich gefordert, Lösungen für die seit Jahren angekündigte Revitalisierung des Hansa-Zentrums vorzustellen und negative wirtschaftliche Folgen auf den City-Handel zu minimieren.
Als Oberbürgermeister-Kandidatin der Bottroper GRÜNEN bei der Kommunalwahl am 30. August 2009 fällt die Kritik von Andrea Swoboda gerade am zukünftigen Oberbürgermeister und Noch-Baudezernenten Bernd Tischler besonders hart aus: "Bei fast jeder Diskussionsrunde der Oberbürgermeister-KandidatInnen wurde das Thema Innenstadtgestaltung und Hansa-Zentrum angesprochen. Jedes Mal war die Reaktion des SPD-Kandidaten, "Ich bin zuversichtlich, dass das Hansa-Zentrum bald revitalisiert wird". Und dies, obwohl ihm persönlich und der SPD-/CDU-Führung das Scheitern der bisherigen Pläne für das Hansa-Zentrum hinlänglich bekannt war. Anders als ödp-Ratsherr Johannes Bombeck kann ich auch nicht nachvollziehen, dass diese Information aus wahltaktischen Gründen von Seiten des zukünftigen SPD-Oberbürgermeisters Bernd Tischler verschwiegen wurde. Das sind ja fast Dortmunder Verhältnisse: Die Wahrheit kommt erst nach der Kommunalwahl heraus."
Dazu ergänzt Ulrich Schnirch, bündnisgrüner Sprecher im Ratsausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz: "Das seit Monaten propagierte Prinzip Hoffnung beim Hansa-Zentrum ist gescheitert. GRÜNE Angebote, Hinweise und Vorschläge wurden leichtfertig in den Wind geschlagen. Ein rechtzeitiger Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan zum Hansa-Zentrum wurde grob fahrlässig versäumt. Die dauerhafte Ansiedlung einer Mega-Spielhalle mit 1.250 Quadratmetern in dieser zentralen City-Lage wurde dadurch erst ermöglicht. Dennoch wird - wider die Aussagen der Projektentwickler und Investoren - weiter behauptet, ein Komplettumbau des Hansa-Zentrums sei ohne Freiziehen aller Ladenlokale möglich."
Besonders kurios ist nach Ansicht der Bottroper GRÜNEN der Meinungswandel des ödp-Kreisvorsitzenden: "Noch im Dezember 2008 hat ödp-Ratsherr Bombeck im Stadtrat behauptet, die Möglichkeiten der Einflußnahme durch Oberbürgermeister, Baudezernent und Politik seien angeblich sehr begrenzt. Die Stadt könne lediglich optimale Bedingungen schaffen und sei sonst auf den Investor angewiesen. Nachdem im Hansa-Zentrum nun leider eine von uns GRÜNEN befürchtete Fehlentwicklung droht, fordert ödp-Ratsherr Bombeck dagegen, den nicht so ganz geringen Einfluss von Politik und Verwaltung zu nutzen und dem Investor klarzumachen, dass er seine Versprechungen zügig umsetzen soll", kann Fraktionssprecherin Andrea Swoboda nur noch den Kopf schütteln.
Richtig bleibe für die GRÜNEN aber, dass ohne Aufwertung des Hansa-Zentrums als zentrale Verbindung zwischen "Kaufland", dem "Spangengebäude" entlang des Berliner Platzes und dem angestammten Einzelhandel die Gefahr bestehe, dass die angestrebte Stärkung der Bottroper Innenstadt scheitere. (US, September 2009)

GRÜNE Forderung: Keine weiteren Gelder für den Ausbau der Schwarzen Heide
Die Bottroper Ratsfraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN sieht sich in ihrer lang gehegten Vermutung bestätigt, die sie schon im Jahr 2007 öffentlich geäußert hatte: Die TTC als Aushängeschild für das neue Gewerbegebiet am Flugplatz Schwarze Heide ist nichts weiter als eine Luftnummer. Dass die hochfliegenden Pläne für das Gewerbegebiet mit einer Bruchlandung enden, war nach Ansicht der örtlichen GRÜNEN absehbar.
Interne Recherchen der GRÜNEN am Bonner Flughafen und Erkundigungen des Landtagsabgeordneten der GRÜNEN im Siegkreis hatten schon früh den Verdacht aufkommen lassen, dass es um die Liquidität des Unternehmens Theorie-Trainings-Center (TTC) nicht zum Besten bestellt ist. Aus diesem Grund hatte die GRÜNE Fraktion in den letzten zwei Jahren im Wirtschaftsförderungsausschuss und im Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz, der Bezirksvertretung Kirchhellen und im Stadtrat regelmäßig Sachstandsanfragen zum Fortgang der Planungen gestellt. Befriedigende Antworten gab es nicht. Im Wirtschaftsförderungs- und Grundstücksausschuss am 20. August 2008 wurde offenbar, dass die TTC das Projekt bereits seit November 2007 nicht mehr aktiv verfolgt hat. "Ein Unding. Spätestens als der Haushaltplan 2008 mit Millioneninvestitionen für Gewerbegebiet und Flugplatz verabschiedet werden sollte, hätte die Notbremse gezogen und das Projekt auf Eis gelegt werden müssen. Stattdessen wurde fleißig und unverdrossen das Gewerbegebiet weiter erschlossen; mehrere Millionen Euro im wahrsten Sinne des Wortes in den Kies gesetzt", stellt Andreas Klodt, wirtschaftpolitischer Sprecher der Bottroper GRÜNEN, fest. "Dennoch hat sich Baudezernent Bernd Tischler auf bündnisgrüne Nachfrage dafür ausgesprochen, den Bebauungsplan Nr. 79/1 (Interkommunaler Gewerbepark Flugplatz Schwarze Heide) in der vorliegenden Fassung festzustellen", berichtet Ulrich Schnirch, bündnisgrüner Sprecher aus dem Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz am 21. August 2008.
Unabhängig davon hat die Fraktion von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN frühzeitig darauf hingewiesen, dass die Auflagen und Bedingungen, die die Bezirksregierung Düsseldorf an die Flugplatzgesellschaft Schwarze Heide für die Verlängerung der Landebahn gestellt hat, unerfüllbar sind. Die Verhandlungen über den Ausbau sind festgefahren und ein Ende noch nicht abzusehen. DIE GRÜNEN werden mit allem Nachdruck Konsequenzen aus diesem Sachstand einfordern und verlangen, keine weiteren Haushaltsmittel in der Schwarzen Heide zu investieren. "Stattdessen sollte in die Vermarktung der bestehenden Gewerbegebiete intensiviert und die Entwicklung des Gewerbegebietes "Im Pinntal" nachdrücklich vorangetrieben werden", so die bündnisgrüne Bezirksvertreterin Sigrid Lange. Weiter äußert sie die Hoffnung, dass die kritischen Äußerungen der anderen Fraktionen in der Sitzung der Bezirksvertretung Kirchhellen am 19. August 2008 zum Umdenken in ihren Parteien führen und nicht reines Wahlkampfgeplänkel waren. (US, August 2008 - Aktualisierung September 2008)
- GRÜNE: Flugplatz-Ausbau ist Verschwendung von Geldern -
Das StarterCenter NRW Emscher-Lippe (EL) in der Bottroper Stadtmitte bietet kostenlose Orientierungsveranstaltungen für die örtlichen BezieherInnen von Arbeitslosengeld (ALG) I und II an. Arbeitslose, die eine selbstständige Existenz anstreben, können hier "vor Ort" außerdem individuelle Beratung und verschiedene Förderungen erhalten.
In den Seminaren gibt es Informationen zu Voraussetzungen, Planungsschritten, finanziellen Fördermöglichkeiten und zu den Rechten und Pflichten, die Jungunternehmen erfüllen müssen. Auch die Chancen und Risiken einer Selbstständigkeit werden behandelt und die TeilnehmerInnen erfahren, wo es Beratungsstellen, weiter führende Veranstaltungen und begleitende Hilfen gibt. In jeder Orientierungsveranstaltung gibt es einen Überblick über die Gründungsförderung der Agentur für Arbeit für ALG-I-BezieherInnen (Gründungszuschuss) und über die Leistungen der Arbeitsgemeinschaft "Arbeit für Bottrop" für ALG-II-BezieherInnen (Einstiegsgeld).
Eine Anmeldung für die kostenlosen Seminare ist - nach Angaben der Stadt Bottrop - grundsätzlich nicht erforderlich. Die Zahl der Plätze ist zwar begrenzt, die Zahl der Interessierten liegt im Regelfall aber auch nur bei etwa 10 Personen. Das StarterCenter NRW EL befindet sich an der Kirchhellener Straße 12 in der Bottroper Innenstadt (direkt neben der "Alten Börse"). Außerdem sind die MitarbeiterInnen des Bottroper StarterCenters bei allen Fragen und Problemen rund um die Existenzgründung unter Tel. (02041) 70-47 84 bzw. Tel. (02041) 70-47 85, Fax (02041) 70-47 89 und E-Mail StarterCenter(at)Bottrop.de zu erreichen. Der StarterCenter-Leiter Jürgen Heidtmann ist unter Tel. (02041) 70-47 80 errreichbar. Außerhalb der Öffnungszeiten ist regelmäßig ein Anrufbeantworter geschaltet. Ein Rückruf wird garantiert. (US, Mai 2008 - Aktualisierung Juni 2008, Logo: Stadt Bottrop)
- Das StarterCenter NRW Emscher-Lippe in Bottrop (Überblick) -
- WAZ-Bericht "Mittelstandmesse ´b2d – Business to Dialog´ in der Veltins-Arena Gelsenkirchen: Forum für Regionale Geschäftskontakte" vom 15.06.2008 -
- Perspektive Jugend 2009: Lehrstellen für Bottrop und Umgebung (MeineStadt.de) -

Bottroper GRÜNE kritisieren Verschwendung von Steuergeldern beim Ausbau des Verkehrslandeplatzes Schwarze Heide: „Haushaltsmittel fliegen zum Fenster raus!“
Die Stadt Bottrop hat am Flugplatz Schwarze Heide bereits beträchtlich investiert. Und dies tut sie trotz aller Proteste - unter anderem von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN - seit Jahren als Anteilseigner. Jährlich fließen in die Flugplatzgesellschaft erhebliche Finanzmittel (zum Beispiel 225.000 Euro im Jahr 2006). Ein Ende dieser Subventionen ist nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil!
Bottroper GRÜNE fordern: "Neue Zahlen müssen auf den Tisch"
Und es kommen zusätzliche Kosten auf die Stadt Bottrop zu, zum Beispiel durch den Baustopp und die erforderliche Neuaufstellung des Bebauungsplanes Interkommunaler Gewerbepark Flugplatz Schwarze Heide Nr. 79/1 ("Neuregelungen zur Erschließung und Errichtung von Einrichtungen und Gewerbebetrieben in Sondergebieten mit flugplatzbezogenen Nutzungen"). Sigrid Lange, Bezirksvertreterin im Stadtbezirk Kirchhellen, forderte in der Sitzung der Bezirksvertretung am 21. August 2007 leider vergeblich eine aktuelle Gesamtübersicht über die finanziellen Aufwendungen am Flugplatz Schwarze Heide zur geplanten Verlängerung der Start- und Landebahn und zum Ausbau des dortigen Gewerbegebietes: "Gerade vor dem Hintergrund einer mehr als fraglichen Nutzung des Gewerbegebietes muss das Thema wieder neu auf den Tisch. Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt immer noch keinerlei feste vertragliche Zusage auch nur eines Unternehmens. Nach der Aufhebung des Bebauungsplanes für den Gewerbepark sind die Gespräche mit den wenigen Interessenten auf unbefristete Zeit auf Eis gelegt." Schnell erhoffte Arbeitsplätze? Auch weiter Fehlanzeige. Aus diesem Grund sagen BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN deutlich: "Dieses Projekt ist eine Verschwendung von kommunalen Geldern, die im Bereich Wirtschaftsförderung besser und zukunftsträchtiger, zum Beispiel für Zukunftsinitiativen im Bereich Wasserstoff, eingesetzt werden können und müssen. Auch im Wirtschaftsförderungsausschuss und im Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz haben wir GRÜNE deshalb nachgehakt."
GRÜNE Landtagsfraktion deckt auf: “Luftnummer Lufttaxiverkehr“
"Der Ausbau des Verkehrslandeplatzes Schwarze Heide ist aufgrund des fehlenden Bedarfes eine riesige Steuerverschwendung. Die finanziell klammen kommunalen Anteilseigner wie Bottrop werden mit dieser Maßnahme weiter in die Verschuldung getrieben und müssen auf Dauer mit steigenden Defiziten des Flugplatzes rechnen", erklärt MdL Horst Becker, verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN NRW-Landtagsfraktion, angesichts der Antwort der schwarz-gelben Landesregierung auf eine kleine Anfrage zum ca. 6,4 Mio. Euro teuren Ausbau. Einen Bedarf für die Ausgabe von Steuermitteln sieht somit selbst NRW-Verkehrsminister Wittke, ein vehementer Verfechter des Vorhabens, nicht. "Es handelt sich bei der Verlängerung der Start- und Landebahn von bisher 900 auf zukünftig 1.500 Meter um eine reine Angebotsplanung, was die schwarz-gelbe Landesregierung auch offen zugibt. Der Taxiluftverkehr, der den Ausbau begründet, spielt am Verkehrslandeplatz so gut wie keine Rolle. So fielen nach Angaben der Bezirksregierung Düsseldorf in den Jahren 1994 bis 2004 von insgesamt 68.916 Flugbewegungen des gewerblichen Flugverkehrs nur 366 Flugbewegungen auf den Taxiluftverkehr. Das entspricht gerade einmal 0,5 Prozent aller gewerblichen Flugbewegungen."
Sparmaßnahmen dürfen vor Prestigeobjekt nicht Halt machen
Die Stadt Bottrop muss nach Meinung der Bottroper GRÜNEN daraus Konsequenzen ziehen. Fraktionssprecherin Andrea Swoboda kämpferisch: „Bald sind wieder Haushaltsberatungen – dann müssen auch die großen Fraktionen aus diesen Fakten endlich die richtigen Konsequenzen ziehen und zum Beispiel über einen Ausstieg aus der Flugplatzgesellschaft Schwarze Heide mbH ernsthaft nachdenken. SPD und CDU dürfen vor ihrem ideologischen Prestigeobjekt Flugplatz nicht Halt machen." Hier gelte es, die Aussage des Kämmerers Dr. Klemens Kreul vor dem rigorosen Sparkurs mit drastischen Haushaltskürzungen seit dem Jahr 2006 umzusetzen: "Beim Sparen darf es keine Tabus geben!“ (US, September 2007)

Die GRÜNE Ratsfraktion begrüßt den Beschluss der wiederholt von ihr geforderten öffentlichen Ausschreibung der neuen Geschäftsführung bei der Gesellschaft für Stadtmarketing Bottrop – GSB mbH. "Zwar fehlt rückblickend die erwartete Aufarbeitung der bisherigen Fehler, doch wir schauen bewusst in die Zukunft der Stadtmarketinggesellschaft: Diese kann nur funktionieren, wenn die Stadtverwaltung begleitende Strukturen schafft", erläutert die bündnisgrüne Fraktion im Bottroper Stadtrat.
"Geschäftsführung muss auf städtische Strukturen treffen ..."
Fraktionssprecherin Andrea Swoboda: "Wir Grünen haben kritisiert, dass das Thema Stadtmarketing mit der Schaffung der Gesellschaft für Stadtmarketing Bottrop aus der Beratung der städtischen Gremien scheinbar verschwunden ist. Eine Debatte wie in der Sitzung des Hauptausschusses am 28. August 2007 war überfällig und muss in Zukunft bei Bedarf im zuständigen Ausschuss für Wirtschaftsförderung stattfinden. Das Ziel muss nun sein, dass die neue Geschäftsführung auf Strukturen innerhalb der Stadtverwaltung trifft. Das bedeutet nicht, wie der Oberbürgermeister vermutete, eine von den Grünen angestrebte Kontrolle der Geschäftsführung, sondern eine vernetzte Zusammenarbeit.
"... und nicht kontrolliert, sondern eingebunden werden"
Wenn das komplette Marketing der Stadt nur der Gesellschaft für Stadtmarketing Bottrop überlassen wird, gehen viele Aspekte der gezielten Wirtschaftsförderung verloren, die die Gesellschaft allein aufgrund ihres Gesellschaftszweckes nicht abdecken kann. Die Gesellschaft kann auch mit neuer Geschäftsführung nur ein Baustein im Bereich der Vermarktung unserer Stadt als Tourismus- und Wirtschaftsstandort sein. Wenn wir als Wasserstoffkompetenzzentrum anerkannt und bekannt sein wollen, muss die Stadtverwaltung ihre Arbeit professionell ergänzen und begleiten." (US, August 2007, Foto: Gesellschaft für Stadtmarketing Bottrop - GSB mbH)

Einsparmöglichkeiten für Stadt-Hauhalt nutzen
Die Bottroper Ratsfraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN fordert den Einsatz der restlichen RWE-Aktien für die Schuldentilgung des städtischen Haushaltes.
Die Fraktionsführung aus Andrea Swoboda und Andreas Klodt erläutert: "Wir GRÜNEN haben das Thema RWE-Aktieneinsatz wiederholt im Bottroper Stadtrat angesprochen. Trotzdem ist dieses Einsparpotential bisher von Seiten der Stadtverwaltung genauso wie von den restlichen Parteien weitgehend ausgeblendet worden. Die Stadt Bottrop hält nach wie vor über 132.000 frei verfügbare Aktien der RWE. Für uns GRÜNE ist es unverständlich, warum darüber trotz unserer Anregung nicht gesprochen wird."
GRÜNE bleiben bei Forderung nach sofortiger Ausschussverkleinerung
Alle im Bottroper Stadtrat vertretenen Parteien sind sich einig, die Ausschüsse auf 18 Mitglieder zu verkleinern. Doch bis auf die GRÜNEN wollen alle Parteien dies erst in der nächsten Wahlperiode ab dem Jahr 2009 umsetzen. Der Rat der Stadt ist jedoch in der Lage dies umgehend umzusetzen. Den Beschluss der Ausschussverkleinerung auf die kommende Wahlperiode zu verschieben ist inkonsequent und lässt Einsparpotenziale ungenutzt. Die von CDU und SPD heraufbeschworene "Unruhe" in den eigenen Reihen bei einer Neubesetzung der Ausschüsse ist angesichts der Unruhe, die zurecht bei den Sparplänen im Kultur- und Sozialbereich bei den Betroffenen entstand, eher zu vernachlässigen. Die GRÜNEN fordern die Fraktionssprecher von CDU und SPD auf, für diese Sparmaßnahme in den eigenen Reihen zu werben.
GRÜNE appellieren: "Wir sollten mit gutem Beispiel vorangehen und die Sitzungsgelder gemeinsam kürzen"
Durch die Aufgabe des Splittings von Aufwandsentschädigung und Sitzungsgeld zu Gunsten einer einheitlichen höheren Aufwandsentschädigung als Pauschale ist nach Angaben der Stadtverwaltung eine Verbesserung des Haushaltes um 15.000 € jährlich zu realisieren. Nach einem Ratsbeschluss am 31. Oktober 2006 und der Änderung der Hauptsatzung wäre dieses Einsparpotential sofort nutzbar gewesen. "Das ist doch genau das Zeichen, auf das die Bevölkerung wartet und ein Recht hat. Sparen darf nicht an uns PolitikernInnen aufhören. Sparen muss bei uns anfangen," so Andrea Swoboda dazu.
Die GRÜNE Ratsfraktion erwartet einen zukunftsweisenden Fahrplan für die offenen Maßnahmen zur Haushaltssanierung. Die bisher diskutierten Sparpläne sollen bisher nur ein Teil des Sanierungsplanes der Stadt sein. Die Beteiligungen der Stadt zum Beispiel an der Bottroper Gründer- und Technologiezentrum – BGT GmbH, an der Gesellschaft für Stadtmarketing Bottrop - GSB mbH oder am umstrittenen Flugplatz Schwarze Heide stehen nach Aussage der Stadt ebenfalls auf dem Prüfstand. Die GRÜNE Fraktion fordert deshalb einen aktuellen Sachstandsbericht, der Politik und Bevölkerung über die dort vorhandenen Möglichkeiten informiert. "Bottrop darf seine finanziellen Mittel als versteckte Subventionen nicht weiterhin in die falschen Gesellschaften stecken. Der Flugplatz Schwarze Heide ist dabei das negative Paradebeispiel: Eine Beteiligung an Roten Zahlen. Zukunftsweisende Wirtschaftsförderung, von der die Stadt und damit alle BottroperInnen profitieren, ist jetzt mehr denn je gefragt. Schluss mit falschen Prestigeobjekten!" (US, Oktober 2006)